Können Christen verloren gehen?
Es gibt einige Gleichnisse, in denen Jesus darlegt, dass Gläubige verloren gehen können. Menschen, die mit ihm unterwegs sind, die seine Worte verstehen und ihn bekennen und doch untreu werden und vom Glauben abfallen. In diesem Abschnitt soll es nicht darum gehen, echte von unechten Gläubigen zu unterscheiden, sondern vielmehr Merkmale für die einen und die anderen herauszuarbeiten. Ob ein Christ verloren geht und die ewigen Höllenqualen mit den Dämonen teilen muss, das liegt letztendlich in der Hand Gottes und seinem Urteil. Aber dennoch können wir anhand von etlichen Bibelstellen erkennen, was dazu gehört gerettet zu sein und das Ziel des ewigen Lebens zu erreichen. Paulus: Ich habe den guten Kampf gekämpft. Ich bin am Ziel des Wettlaufs, zu dem ich angetreten bin. Ich habe den Glauben bewahrt und unversehrt weitergegeben. 2Tim 4,7
Im Folgenden wird sich bald herausstellen, es geht nicht so sehr darum was ein Bruder oder eine Schwester im Gottesdienst oder anderswo bekennt oder verkündet und an welchen Ritualen man teilnimmt, sondern vielmehr, wie sich der Glaube im Leben des Einzelnen auswirkt und welche Taten sichtbar werden.
Kann ein Kind Gottes verloren gehen? Nein!
Kann ein Wiedergeborener verloren gehen? Nein!
Kann ein Gläubiger verloren gehen? Ja!
Kann ein Gläubiger wieder verloren gehen? Nein!
Kann ein Bekehrter verloren gehen? Ja!
Kann ein Bekehrter wieder verloren gehen? Nein!
Kann ein Jünger verloren gehen? Ja!
Kann ein Knecht Jesu verloren gehen? Ja!
Kann ein guter Knecht Jesu verloren gehen? Nein!
Kann ein Christ verloren gehen? Ja!
Kann ein Christ wieder verloren gehen? Nein!
Auserwählt
wie er uns in ihm (Christus) auserwählt hat vor Grundlegung der Welt, dass wir heilig und tadellos vor ihm sind in Liebe, Eph 1/4
Die Sache mit der vorherbestimmten Auswahl ist ziemlich kompliziert, aber im Grunde ganz einfach. Wenn Gott einzelne Menschen schon vor der Schöpfung, bevor es überhaupt den ersten Menschen gab, auserwählt hat, dann lag das daran, dass er in die (unsere) Zukunft sehen konnte. Für Gott sind alle Zeiten gleichzeitig, er ist nicht dem zeitlichen Ablauf unterworfen, ja er ist transzendent und steht auch außerhalb der Schöpfung des Universums. Gott kann also vorhersehen, ob ein Mensch Seinem Ruf folgt und sich bekehrt.
Bekehrung
Gott ist souverän und kann auf vielfältige Art und Weise einen Menschen zur Bekehrung führen und vor die Entscheidung stellen. So kann beispielsweise auch Bekehrung durch einen ungläubigen Prediger herbei geführt werden. Aber in jedem Fall gilt: Die reine Erkenntnis Gottes, die Erleuchtung ist noch keine Bekehrung, keine Wiedergeburt.
Überwinden und durchhalten bis zum Ende
Es geht also primär darum, seinen Glauben und die Treue zu Gott bis zum Ende seines Lebens zu bewahren, siehe oben. Auf diesem Weg will Gott den Gläubigen mit Zucht und Beistand unterstützen, ER schaut also nicht tatenlos zu, wie sich ein Gläubiger abmüht, um ihm am Ende den Siegerkranz zu geben. Gott ist stets an unserem Leben interessiert und hat durch seinen Tod am Kreuz alles getan, damit unser Weg durch eine gottlose Welt nicht scheitert. Aber dennoch steht es dem Menschen frei, seine eigene Entscheidung zu treffen und von Gott abzulassen. (Wir kommen später darauf zurück.) Dies alles kann Gott überblicken und vorher sehen und deshalb auserwählen, bevor jemand überhaupt das Licht der Welt erblicken konnte. Wie kann es aber überhaupt kommen, dass Menschen verloren gehen?
Das Gleichnis von der 4fachen Ackerfrucht.
Hier erfahren wir von drei Möglichkeiten, wie man das Evangelium aufnimmt, ja bekennt und sich scheinbar bekehrt, ohne wirklich fest im Glauben zu sein. Man wendet sich wieder ab, unter ganz unterschiedlichen Umständen und geht verloren. Aber es heißt dann auch in Vers 8: Die übrigen Körner aber fielen auf fruchtbaren Boden und brachten das Hundert-, Sechzig- oder Dreißigfache der Aussaat als Ertrag. Der fruchtbare Boden, das sind die wiedergeborenen Christen, die ausharren und überwinden, die wirklichen Kinder Gottes. Aus Auserwählten werden Erlöste, die ins Himmelreich eingehen.
Heilsgewissheit
Was wird über die Kinder Gottes, die Wiedergeborenen gesagt?
1 Pet 1/5: Gott schenk die Gabe des Ausharrens durch seine Macht.
Mar 13/13: Wer in Benachteiligung und Verfolgung durchhält bis ans Ende (seines Lebens) ist gerettet.
1Joh 5/4 : Alle die aus Gott geboren sind, überwinden das Unglück dieser Welt durch den Sieg von Golgatha.
Joh 10/27 sagt, dass die Wiedergebornen Gottes Stimme erkennen und nur ihm folgen.
Joh 14/16 verweist darauf, dass Gott einen Beistand auf dem Weg schickt, den Heiligen Geist, der die Kinder Gotte leitet.
In Röm 5/1 erfahren wir, dass Gott die Seinen gerecht spricht und sie Zugang haben zu Seiner Gnade. Wiedergeborene wissen demnach woran sie sind.
Das Beharren, die Fähigkeit *Leid und Schmerz ohne Abfall vom Glauben auszuhalten, darin zeigt sich die Errettung. (Heute spricht man eher von "Stress" aber es ist wichtig zu wissen, dass er nicht selbstverschuldet sein darf, beispielsweise durch falsche Lebensentscheidungen)
Der wahre Christ zeigt sich in guten Werken (ohne Eigennutz).
Kann man schon vor seinem Lebensende verloren gehen?
Die zur Verfügung stehende Gnadenzeit kann schon vorher ablaufen, wenn man sich nicht zum richtigen Zeit bekehrt. Es gibt ein Zuspät, beispielsweise in Matth. 23 wo es um die Sünde gegen den Heiligen Geist geht. Die ungläubigen Führer des Volkes erkennen, anhand der Wunder die Jesus tut, seine Messianität. Sie lehnen ihn wieder besseres Wissen ab und lästern den Heiligen Geist. An diesem Punkt geschieht die unvergebbare Sünde, sie gehen verloren, es gibt für sie keine Möglichkeit mehr sich zu bekehren. Desgleichen erleben wir ein Zuspät beim Pharao, der sich weigert, die Autorität Gottes anzuerkennen: 2Mo 8,15 Da sagten die Wahrsagepriester zum Pharao: Das ist der Finger Gottes! Aber das Herz des Pharao blieb verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte. Der Pharao hatte die Chance den Gott Israels, Jahwe, anzuerkennen. Beweise hatte er mehr als genug. Und trotzdem ging er aus freien Stück verloren und Gott schloss die Tür zu seinem Herzen endgültig. Aber dennoch gilt: Wiedergeborene können keine unvergebbare Sünde begehen.
Nicht alle werden das Ziel erreichen.
In Matth 25/1 erzählt Jesus das Gleichnis von den zehn klugen und törichten Jungfrauen. Die Jungfrauen sind die Freundinnen der Braut (die Christenheit). Fünf von ihnen erwarten den Bräutigam (Jesus) mit genügend Öl (Bild für den Heiligen Geist, steht für den Glauben) und fünf gehen eher locker damit um. Sie haben zwar Erleuchtung erfahren, aber es fehlt ihnen der Ernst des Glaubens. Als der Bräutigam dann überraschend kommt, (bei der Entrückung) sind nicht alle genügend im Glauben vorbereitet. Die fünf dummen Jungfrauen werden nicht in den Himmel aufgenommen und gehen verloren. Deshalb gilt: Bekehrung soll man nicht hinausschieben, es kann schon morgen zu spät sein, wenn der HERR spricht: Ich kenne euch nicht.
Verdammung
Gleich im Anschluss erzählt Jesus das Gleichnis von den anvertrauten Talenten. Matth 25/14-30 . Ein reicher Mann (Bild für Jesus) geht fort und beauftragt seine drei Mitarbeiter (Bild für die Gemeinde) das anvertraute Vermögen (das Evangelium) nutzbringend einzusetzen. Seine Wiederkehr verzögert sich sehr lange. (ein Hinweis, dass die Wiederkehr Christi viele Jahrhunderte dauern wird.) Dann aber kommt der Herr des Hauses wieder und rechnet mit seinen Knechten ab. Die ersten zwei können Hinzugewinn vorweisen, nur der dritte hat aus fadenscheinigen Gründen nur das Anvertraute versteckt. Ihn trifft der Zorn seines Herrn und er wird in die Verdammnis geschickt. Christen sind demnach aufgefordert, soweit es in ihrer Macht steht, das Reich Gottes zu mehren, sei es durch Mission oder andere Aktivitäten.
Frucht bringen, um nicht verstoßen zu werden.
In Joh 15, dem Gleichnis vom Weinstock zeigt Jesus, wie wichtig es ist "Frucht" zu bringen, um nicht verdammt zu werden. Auch hier gilt, dass nur scheinbar Bekehrte in die Gefahr laufen, dieses Schicksal zu erleiden. Gleichzeitig zeigt uns der HERR aber auch, was mit den fruchtbringenden Reben, den wiedergebornen Christen geschieht. Sie werden „gereinigt“, beschnitten, damit die Kraft des Weinstocks nicht unnütz verpufft, sondern weiter Frucht bringt. Im Klartext bedeutet dies, sein Kreuz auf sich nehmen zu wollen und Leid bereitwillig zu tragen. Schließlich weist uns Jesus darauf hin, wenn wir so mit IHM verbunden bleiben, wissen wir worum wir bitten sollen.
Verloren gehen
Von Anfang an waren alle Menschen im Buch des Lebens eingeschrieben, denn Gott wollte, dass alle Menschen gerettet werden, niemand sollte verloren gehen. Am Ende der Zeit, wenn man die Bücher im Himmel dann aufschlägt, werden aber nicht mehr alle Menschen im Buch des Lebens zu finden. Sie sind verloren gegangen und Gott hat ihre Namen aus dem Buch gestrichen. Matth 27/4 bereut Judas seinen Verrat an Jesus, den er einst bekannt hatte und als seinen HERRN annahm. Er war ein Jünger und doch verriet er ihn, weil er sich nie wirklich bekehrt hatte. Zweifel und Trotz bestanden im Inneren weiter, wurden nicht ausgesprochen und vor Jesus gebracht. Und so bereute Judas zwar seine Tat, aber sein Stolz führte ihn nur in die Selbstverurteilung und nicht zu Jesus zurück, um Vergebung zu bitten. So erhält er einen satanischen Titel, wenn ihn die Bibel Sohn des Verderbens nennt. Insofern kann es Jünger geben, die wiedergeboren sind und welche, die es nicht sind und irgendwann dann abfallen. In Heb 6/4 geht es um die Menschen, die einmal erleuchtet worden sind. Die die Heiligkeit Gottes geschmeckt und den Heiligen Geist erfahren haben, die die himmlische Zukunft vor Augen hatten und dann doch nicht den entscheidenden Schritt zur Bekehrung machen, weiter sündigen und Gott den Rücken zuwenden. Von denen heißt es, dass sie nicht wieder neu einsteigen können, um gerettet zu werden. Sie gehen verloren. Demgegenüber diejenigen, die den notwendigen und entscheidenden Schritt der Bekehrung durch Buße für ihr bisheriges Leben und Umkehr vollzogen haben. Wenn sie sich an Gott versündigen, können sie doch wieder zurechtkommen durch Reue und Buße.
In Heb 6/ab 4 ermahnt der Apostel Paulus vor einer leichtfertigen Bekehrung, die nach der Erkenntnis Gottes nicht wahrhaftig auf Umkehr und Buße aufbaut. Demnach hat man nur einen Teil des Heiligen Geistes empfangen und nur die gute Gabe des Wortes Gottes geschmeckt, nicht aber wirklich zu sich genommen. Wer so durch die Gefahren des Lebens geht, ohne ständige Bußbereitschaft, der kommt an einen Punkt, an dem ihm seine Gotteserkenntnis nicht mehr helfen kann. Sooft man auch in Gottesdienste geht oder sich ins Bibelstudium vertieft, gute Werke tut und zu allen gut und nett ist, die große Gefahr liegt trotz alledem darin, vom Glauben abzufallen. Sei es durch falsche Lehren in den Gemeinden, sei es durch einen gottlosen Lebensstil oder mangelnder Nächstenliebe, die oftmals auf Egoismus aufbaut. Wer in diesem Zustand ohne Gewissensregung verharrt, kann den Weg zurück zu Gott nicht mehr erlangen. Es gibt für ihn keine Möglichkeit mehr durch Buße sich zu erneuern, er war nie wirklich wiedergeboren, er war nie wirklich Kind Gottes.
4 Denn es ist unmöglich, diejenigen, die einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und das gute Wort Gottes und die Kräfte des zukünftigen Zeitalters geschmeckt haben 6 und ⟨doch⟩ abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich den Sohn Gottes wieder kreuzigen und dem Spott aussetzen. 7 Denn ein Land, das den häufig darauf kommenden Regen trinkt und nützliches Kraut hervorbringt für diejenigen, um derentwillen es auch bebaut wird, empfängt Segen von Gott; 8 wenn es aber Dornen und Disteln hervorbringt, so ist es unbrauchbar und dem Fluch nahe, der am Ende zur Verbrennung führt.
Auch in Heb 10/26-29 betont Paulus die Warnung an Gemeindemitglieder, die sich bisher nicht wirklich bekehrt haben. Jene haben die Wahrheit "nur" kennengelernt und sind jetzt in der Gefahr keine Vergebung ihrer Sünden zu bekommen. Wer nach Erkenntnis der Wahrheit bewusst sündigt, lästert Gott. Er zeigt damit, dass der Opfertod am Kreuz nicht ganz ernst zu nehmen ist und beleidigt den HERRN, der schon alles für ihn getan hat. So warnt auch Petrus in 2.Pet 2/20 auf drastische Weise: Denn es wäre ihnen besser, den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ⟨ihn⟩ erkannt haben, wieder abzuwenden ... Es ist ihnen aber nach dem wahren Sprichwort ergangen: Der Hund kehrt wieder um zu seinem eigenen Gespei und die gewaschene Sau zum Wälzen im Kot.
Gerettet bleiben
In 1.Pet 3/21 sagt der Apostel, dass man durch die Taufe errettet wird. Mit der Taufe gehe ich eine Verpflichtung mit Gott ein. Mein altes Leben ist vorbei, ich verpflichte mich ein gottesfürchtiges Leben zu führen und so zu leben, dass ich ein gutes Gewissen habe. Wenn man als Christ von einem falschen (gottlosen) Weg ablässt, rettet die Taufe -immer wieder-. So auch vom Rückfall ins alte leben. In Phi 2/12 betont Paulus, dass wir unsere eigene Rettung bewirken sollen. Dies meint eine aktive Mitarbeit, so wie wir ein Zeugnis für den Glauben in dieser Welt sein sollen. Ein Licht, wie die Sterne am Himmel, die Orientierung geben. In
Kol 1/22-23 verweist Paulus darauf, wie wichtig es ist an seiner Rettung festzuhalten: Ihr müsst jedoch im Glauben fest und unerschütterlich bleiben... Auch hier geht es nicht so sehr darum, sich selbst und anderen einzureden gerettet zu sein. Vielmehr geht es darum, dies anhand von Taten auch unter Beweis zu stellen. Denn es wird sich erst am Ende des Lebens herausstellen, ob ein Mensch wiedergebornen ist, wenn er am Ende das Ziel (mit Gottes Hilfe) erreicht. Die wahren Erlösten haben die Zusage, dass sie bis ans Ende durchgebracht werden. Damit sollen sie im Himmel dargestellt werden, wenn sie im Glauben verankert und nicht leichtfertig bleiben. Phi 1/6: Ich bin ganz sicher: Gott wird das gute Werk, das er bei euch angefangen hat, auch vollenden bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus kommt.
Gottes Haus sein
Wir sind Gottes Haus, ein Stein in seinem Bauwerk wenn wir bis zum Schluss durchhalten. Wir waren gar nicht Gottes Haus, wenn wir vom Glauben abfallen. Deshalb wird Gott über die falschen Gläubigen der Gemeinde Gericht halten wie es in 1Petr 4,17 heisst: Denn die Zeit ⟨ist gekommen⟩, dass das Gericht anfängt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was ⟨wird⟩ das Ende derer ⟨sein⟩, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen? Echte Wiedergeborne haben dies nicht zu befürchten.
Heilig sein
Heilig bedeutet herausgenommen zu sein, abgesondert von der gottlosen Welt und für Gott vorbestimmt. Aber es bedeutet noch nicht wiedergeboren zu sein und das Heil in der Tasche zu haben. So können auch ungläubige Familienmitglieder geheiligt sein, weil sie durch den Einfluss ihres gläubigen Mannes oder ihrer gläubige Frau zur Bekehrung geführt werden können.
Sünde zum physischen Tod
Apo 5/1-10 In der Apostelgeschichte berichtet uns Lukas vom Tod zweier Gemeindemitglieder, Hananias und Zafira, die sich versündigen. Sie belügen Petrus und die Geschwister und werden von Gott mit dem Tod bestraft. Hier geht es nur um einen physischen Tod, der vor allem für die Gemeinde ein Zeichen ist, wie ernst es Gott mit der ersten Generation der Urgemeinde nimmt. Ob das Ehepaar verloren geht oder nur hier auf der Erde bis zur Entrückung "aus dem Verkehr gezogen wurde", können wir nicht sagen. An einer anderen Stelle erfahren wir bei Paulus in 1. Kor 11/31-32 wie Menschen am Abendmahl unwürdig teilnehmen. Vermutlich geht es darum, das Leute das Sakrament als Festschmaus missbraucht haben und von Gott gezüchtigt wurden. Auch hier kann man nicht sagen, dass die mit Krankheit und Tod Bestraften sich am Ende der Zeiten vor dem großen weißen Thron verantworten müssen. Vielmehr heisst es, dass sie -nicht- mit der gottlosen Welt verurteilt werden sollen. In 1. Pet 4/18 heisst es, dass der Gerechte nur mit Not gerettet wird, also nur knapp der Verdammnis entgeht. Der Weg zum Heil ist steinig und Gott hat verschiedene Wege, wie er seine Kinder mit Erziehung (Zucht) ans Ziel bringt. Das stärkste Mittel scheint hier der vorzeitige Tod zu sein. Wenn man an die Heilsgewissheit nur oberflächlich "glaubt", dann sieht man die Erziehungswege Gottes nicht.
Überwinden
In Off 3/5 verkündet Jesus in den Sendschreiben immer wieder wie wichtig es ist zu überwinden. Ziel ist es in reinen Kleidern einmal vor Gott zu stehen und nicht aus dem Buch des Lebens gestrichen zu werden. Überwinden steht für Herausforderungen, die auf den Gläubigen zukommen und die letztendlich Gottes Erziehung zum Heil darstellen. Ob Teufel, Welt oder das eigene "Fleisch", all diese Nöte und auch Versuchungen stellen Gnadenbeweise Gottes dar, die den Gläubigen herausfordern am Glauben festzuhalten. Aber auch hier haben wir den Trost, dass wirklich Wiedergeborne nicht aus dem Buch des Lebens gestrichen werden können.
Rechtfertigung
Gott nimmt -alle- Sünden von mir weg, alle in meinem Leben. Jede einzelne Sünde hat Christus für mich getragen bevor ich sie überhaupt begangen habe.
Röm 8/1: Also ⟨gibt es⟩ jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Röm 8/33 verweist darauf, das keiner verurteilt werden kann, wenn Gott selbst gerecht spricht.
Röm 8/37 stellt noch einmal klar, dass Christen mehr als Überwinder sind, weil sie die Liebe Gottes erfahren haben.
1.Kor 1/8 sagt, dass Gott seine Kinder im Glauben festigt, damit sie untadelig (rein, ehrlich, aufrichtig) bleiben, bis zu dem Tag an dem Jesus wieder kommt.
1. Kor 15/51 Hier spricht Paulus davon, dass alle wahren Gläubigen einen neuen unvergänglichen Körper erhalten, die Verstorbenen zuerst und im gleichen Moment die Lebenden und zwar bei der "letzten Posaune". Hier geht es nicht um das Posaunen in der Drangsalszeit sondern die letzte Posaune, die zum Aufbruch ruft. (Wie im römischen Heer).
In Eph 1/13 verweist Pauls darauf, dass der Heilige Geist die Bekehrten versiegelt, sie können also nicht mehr vom Glauben abfallen. Vorausgesetzt man hat nicht nur das Evangelium gehört sondern ist auch gläubig geworden.
In Phi 1/6 ist Paulus zuversichtlich, dass das gute Werk des Heiligen Geistes, was in einem Bekehrten einmal begonnen hat, von IHM auch vollendet wird. Auf den Tag hin, an dem Jesus Christus wieder kommt.
In Kol 2/13 sagt Paulus, dass die Gläubigen in den Nationen (die Heidenchristen) mit Jesus aus dem (geistlichen) Tod auferweckt wurden und ihre Sünden vergeben sind.
2.Tim 1/12 handelt davon, dass der Apostel leidet und sich dessen nicht schämt, weil er weiss wofür: ..denn ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiss, dass er bewahren kann, was mir anvertraut ist, bis an jenen Tag. Auch hier geht es darum, bis zum Ende durchzuhalten im Vertrauen darauf, Gott wird sein gutes Werk in den Gläubigen selbst bewahren.
In Heb 10/14 verweist Paulus noch mal auf das einmalige Opfer Jesu, wodurch alle für immer Reinheit erlangen, die geheilt (ausgesondert) werden. Dadurch, dass Gott einem echt Bekehrten vergibt, stets er immer als vollkommen da. Immer fort in der Heiligung fortschreiten bedeutet, immer fort auf Probleme im Leben reagieren und diese in Ordnung bringen. Wenn man gerechtfertigt ist, soll man in der Rechtfertigung fortschreiten. Es geht um einen anhaltenden Prozess bis zum irdischen Lebensende. Paulus: Ihr seid Kinder des Lichts, bewegt euch hier auf der Erde auch wie Kinder des Lichts. Alles was heilig gesprochen ist, soll in der Heiligung fortschreiten. Die ersten Christen wurden im römischen Reich genannt: "Die auf dem Weg sind."
1.Joh 2/3-5 verweist darauf, dass wir Jesus nur wirklich kennen, wenn wir seine Gebote halten. Andererseits aber ein Lügner ist, wenn man seine Gebote nicht hält. Hier haben wir es mit Scheinchristen zu tun.
1 Joh 3/24: Und wer seine Gebote hält, bleibt in ihm und er in ihm; und hieran erkennen wir, dass er in uns bleibt; durch den Geist, den er uns gegeben hat. Erkennen ich den Heiligen Geist in einer Schwester oder einem Bruder und woran kann ich den Heiligen Geist erkennen?
1.Joh 2/5 gibt die Antwort wenn hier gesagt wird, dass ein wiedergeborener Christ Gottes Wort kennt und einhält aber auch mitdenkt. In ihm ist die Liebe Gottes vollendet. Ein Beispiel aus dem Alltag, das dies verdeutlicht: Die Mutter beauftragt ihr Kind während ihrer Abwesenheit am Abend die Wäsche von der Leine zu nehmen und ins Haus zu holen. Das Kind befolgt aber nicht nur stur eine Anweisung sondern hängt schon die Wäsche am Nachmittag ab weil es zu regnen beginnt.
Der Wiedergeborene bleibt nicht in der Sünde sondern reinigt sich.
Wer das Zeugnis des Geistes hat und bekennt (vor der ungläubigen Welt) dass Jesus Christus Mensch geworden ist.
In 1.Joh 4/6 erfahren wir, dass nur die wiedergeboren sind, die das Wort der Apostel verstehen.
1.Joh 4/7 : Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. Hier geht es nicht vordergründig um Sympathie für andere Menschen sondern tatkräftige Beweise der Nächstenliebe.
In 1.Joh 4/16 Hier geht es um die Liebe, die Gott für mich hat. In seiner Liebe zu bleiben ist weniger ein Grund sich wohl zu fühlen sondern Seinen Willen zu tun. Verbunden beispielsweise mit der Frage: Was will Gott in meinem Leben heute ändern?
In 1. Joh 5/5 wird betont, dass nur derjenige den Gefahren der Welt entkommt, der wirklich an Jesus Christus glaubt.
1.Joh 4/13 Wenn wir den Geist Gottes in uns haben und sein Wort aufnehmen und verstehen, dann sind wir gerettet.
1.Joh 5/18 Der wiedergeborne Christ hütet sich davor bewusst zu sündigen und grenzt sich gegen Versuchungen ab. Beispielsweise wenn man es ablehnt Schwarzarbeit zu dulden. Der Teufel flieht vor solchen Leuten heisst es.
2.Joh 9 zeigt wie wichtig es ist in Gottes Wort zu erforschen, damit man Jesus überhaupt kennt und in seiner Lehre bleibt. Jeder, der daran vorbei geht hat weder den Vater noch den Sohn. Anhand seiner Bibelkenntnis kann jeder Gläubige selber überprüfen, ob er gerettet ist.
Wer das Heil vom Verhalten des Erlösten abhängig macht, denkt katholisch. Durch den Glauben werden wir errettet und dann sollen die guten Werke folgen. Sie sind der Beweis des wahren Glaubens.
Schlussbemerkung:
Im Hinblick auf die Christenheit bedeutet das Thema "Verlorengehen" vor allem die eigene Not nicht mehr zu spüren. In der Offenbarung des Johannes im letzten Buch der Bibel beschreibt Jesus die Endzeitgemeinde, wo es unter anderem heisst: Du sprichst: Ich bin reich und habe mehr als genug und brauche nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß. Off 3 14-19 Wenn man den ganzen Abschnitt zur Gemeinde in Laodizäa anschaut wird bald deutlich, hier findet sich die Christenheit in den Wohlstandsregionen Westeuropas und Amerikas des 20. und 21. Jahrhunderts wieder. Umgeben von sozialer und gesundheitlicher Absicherung, einer Überflussgesellschaft, die scheinbar alle Wünsche erfüllt von Not und Gefahr zu sprechen scheint etwas weit hergeholt. Aber hier ist nicht das leibliche Ergehen angesprochen sondern das seelische in seiner geistlichen Bedeutung. Gemeint ist der innere Frieden, der Lebensinhalt und vor allem das Gewissen, der Umgang mit Schuld und Sünde. Ist es nicht so, dass wir es hier mit einer gewissen Taubheit zu tun haben? In der Gemeinde Christi wird vielleicht noch das Wort Gottes unverfälscht verkündet aber was ist, wenn viele es gar nicht recht verstehen und aufnehmen. Luther spricht davon, nur einen Schaum wahrzunehmen, wohinter sich die ganze Gefahr des Abfalls verbirgt. Es erreicht viele nicht mehr so recht, weil man ein anderes Evangelium gelernt haben, dass den Einzelnen schon vorzeigt in den Himmel entrückt hat. Die Bodenhaftung ist verloren gegangen, in dem der Glaube vor allem auf ein Wohlfühlen reduziert wurde. Hier aber erfahren wir von Bibelstellen, die eine ganz andere Sprache sprechen und die Generationen bis ins 20. Jahrhundert noch gelernt hatten, nämlich sich seiner Not bewusst zu sein. Nun aber entsteht manchmal den Eindruck, dass Bibelverse, wie das Gleichnis vom Weinstock,in dem die unnützen Reben in Feuer geworfen werden, gar nicht mehr begriffen, gespürt werden. Wie eine Zigarette, die man auf die Haut drückt aber gar keinen Schmerz spürbar wird. Man mag vielleicht noch die Not in der Welt durch Krankheit, Krieg und Naturkatastrophen wahrnehmen aber dem eigenen Verderben gegenüber taub zu sein. Ein beängstigender Zustand, bedeutet dies doch letztendlich sich in einem Zustand der Besinnungslosigkeit aufzuhalten, weit von der Gnade Gottes entfernt. Was aber täte Not, um diesem verhängnisvollen Zustand zu entrinnen? Nach 1.Petrus 5/8 geht es darum, dem Rachen des Teufels, in dem man schon steckt, wieder zu entkommen. Wenn es wirklich so ist, dann geht es vor allem darum wieder zur Bibel zurück zu kommen. Das Wort Gottes aufzunehmen und systematisch zu studieren. Die heilende Kraft der Bibel wird Christen für die Realität wieder empfänglicher machen und vor allem befreien, vor den Zwängen dieser Welt, die den modernen Menschen immer mehr anhängen und beherrschen. Die Prioritäten werden sich neu ordnen, wie in Johannes 8/32 wenn es heisst: und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.