Theologie und Ausbildung
Die theologische Lehre und Ausbildung ist in unseren Breiten immer an ein Universitäts- oder Seminarstudium und wenn möglich an einen Abschluss gebunden, obgleich es in Gottes Reich eine solche Qualifikation gar nichts gilt. Soweit ein Theologiestudium auf den persönlichen Glauben an Jesus Christus begründet ist, kann es demnach nur darum gehen, Jesus ähnlicher zu werden. In diesem Fall gilt:
Jesus war kein anerkannter Rabbiner oder Schriftgelehrter.
Jesus konnte auf keine Ordination oder Amtseinführung verweisen, außer durch Gott Vater selbst. Matth. 17/5
Jesus hatte seinen Titel Sohn des Menschen als angekündigter Messias durch Gott selbst erhalten. Er kam ihm als Mensch und wahrer Gott zu, weil er bereit war, den Willen des Vaters zu tun.
Jesus wurde durch keine Gemeinde oder Interessengruppe "gewählt". Gemeindeleiter sollten auch heute, laut Paulus, nicht gewählt, sondern vom Heiligen Geist den Ältesten offenbart werden.
Jesus ernannte und berief seine Jünger (Studenten) Kraft seiner Autorität und suchte sich Männer, die lernbereit und demütig waren (bis auf einen, Judas Ischariot).
Jesus stützte sich nicht auf weltliche Titel und Anerkennung von Menschen, sondern stellte seine Berufung durch gute Werke unter Beweis
Ihr aber lasst ihr euch nicht Rabbi nennen! Denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder. 9 Ihr sollt auch nicht ⟨jemanden⟩ auf der Erde euren Vater nennen; denn einer ist euer Vater, ⟨nämlich⟩ der im Himmel. 10 Lasst euch auch nicht Meister nennen; denn einer ist euer Meister, der Christus. 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein.
Jesus ermahnt seine Jünger, sich nicht mit geistlichen Titeln anreden zu lassen. Für die Christenheit bedeutet dies, nicht einen Magister oder Doktortitel in Theologie anzunehmen, denn Doktor bedeutet Lehrer. Es gibt für Christen nur einen Lehrer und das ist Christus. Ebenso geziemt es sich nicht für Christen Vater genannt zu werden. Der Titel Papst (Vater) wäre somit unchristlich, ebenso gilt dies für Bischöfe anderer Kirchen. Sie alle nehmen in Lehre und Amtstitel einen höheren Stand ein, der ihnen gar nicht zusteht. Demgegenüber ist der Titel Vater für die leiblichen oder auch adoptierten Kinder völlig legitim und normal.
Matth 23/12 Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.
Hier zählt eher, wie sehr man in aller Demut und Absonderung (nicht der Eitelkeit und Anerkennung der Welt folgend) zunächst für sich zur Erkenntnis der Wahrheit kommt und sich wahrhaftig durch Buße und Umkehr bekehrt, also Kind Gottes, wiedergeboren wird. Danach steht die Nachfolge Christi im Leben im Mittelpunkt, die entscheidende Voraussetzung, um überhaupt das Wort Gottes zu verstehen und in ihm zu wachsen. In diesem Studium geht es nicht nur um reine Wissensvermittlung, sondern um eine Wechselbeziehung zwischen Glaube und den guten Werken, die Gott den Theologen vorbereitet hat. Im Judentum war ein Rabbi, ein Schriftgelehrter, für seine Jünger nicht nur Vermittler von Wissen, sondern auch Vorbild mit seinem ganzen Leben. Auch im privaten Leben, in der Familie und im gesellschaftlichen Auftreten hatte der Theologe Vorbildfunktion. Wer also in diesen edlen Stand der Weisheit und Erkenntnis gelangen will, der muss sich selbst zunächst als unwürdig begreifen und bereit sein, sein Leben ständig von Gott reinigen zu lassen. Dann erst wird der HERR dem Menschen Aufgaben und Schulen zeigen, wo er wirken kann.
Jer 9/24 sondern wer sich rühmen will, der rühme sich des, dass er mich wisse und kenne, dass ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übet auf Erden.
Demnach stellt ein Doktor- oder Professorentitel in Theologie eine Überheblichkeit und Amtsanmaßung vor dem HERRN dar, Ist doch Jesus allein Meister und Professor an Weisheit und Erkenntnis.
Luk 6/40: Ein Jünger ist nicht über dem Lehrer; jeder aber, der vollendet (im Himmel) ist, wird sein wie sein Lehrer.
Für die gläubige Welt gilt deshalb, du kannst dich bekehren und Jesus nachfolgen, aber wir alle sind vor Gott gleich und weiterhin Schüler. Obwohl es welche gibt, die begabter und welche in der Lehre weniger begabt sind. Bis sich schließlich im Himmel einmal unser Wissen vervollkommnen wird.
Mar 9/35: Wenn jemand der Erste sein will, dann soll er der Letzte von allen und der Diener aller sein.
Wenn jemand also ein Amt in der Gemeinde anstrebt oder innehat, sei es als Lehrer, Evangelist oder Hirte und nennt sich Pastor (Hirte), Diakon oder Bischof, dann bleibt er dennoch vor Gott mit seinen Brüdern gleich. Obwohl er mehr Verantwortung und mehr Autorität der Gemeinde gegenüber hat.