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Glaubensfragen

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Mühselig und Beladen? (alte Fassung)



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 Math 11/28 Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben.


Wenn ein Gottesdienst damit beginnt, dann entsteht leicht der Eindruck, Jesu sei so etwas wie ein Lebenshelfer oder ein Berater. Ein Therapeut, der dazu da ist, die Glieder einer Gemeinde auf ihren eignen Wegen und selbst gewählten Lebenszielen Hilfe zukommen zu lassen. Geht man aber davon aus, dass der Heilige Geist selbst in den Gläubigen Wohnung gemacht haben soll, bräuchte man nicht erst zu Jesus zu kommen, ER wäre doch längst in den Gläubigen aktiv. (Später mehr dazu)


Geschichtlich gesehen, wendet sich Jesus in Matthäus 11/28 an Ungläubige, einer Stadt, die an Sünde schwer zu tragen hat, denn der Titel des Textabschnitts lautet:


Weheruf über unbußfertige Städte –Jesus als Retter der Unmündigen und Bedrückten.


Hier haben wir es mit Leuten zu tun, die Jesus noch gar nicht kennen. Solchen, die ihren eigenen Zielen und Begierden folgen, in Sünden leben, ohne jemals vom Heil des Lebens, vom Evangelium gehört zu haben. Jene Gute Nachricht, die rettende Botschaft, die wir Christen unseren Nachbarn und Familien zukommen lassen sollten.


Wenn man einmal vom geschichtlichen Zusammenhang damaliger Zeit in Israel absieht, würde ein solche Aufforderung bedeuten, dass wir es mit einer Gemeinde zu tun haben, die vom Unglauben durchsetzt. Der Vers gilt dann Brüder und Schwestern, um bei Jesus erst einmal richtig anzukommen, ihr Leben wirklich in die Hände Jesu zu geben und mit der Nachfolge zu beginnen.


Weckruf an die Gemeinde


 Matth 16/24 Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach! 25 Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden.


Wir sehen, an seine Nachfolger richtet der HERR ein ganz anderes Wort. Hier geht es nicht mehr darum, Jesu kennenzulernen, die Befreiung von Krankheit und Sünde zu erfahren, sondern der Erwählung Taten folgen zu lassen. Bekehrte Christen laufen demnach nicht immer wieder zu Jesus hin, wenn sie "mühselig und beladen" sind. Wer entschieden hat Jesu nachzufolgen, ist IHM schon auf den Versen, mit IHM unterwegs. Alles, was Erlöste in diesem Leben hier auf der Erde begegnet, ist unter dem Aspekt der Gnade zu betrachten.


Fragen zur Nachfolge


Daher ist es erst einmal von entscheidender Bedeutung zu fragen, warum man mühselig und beladen ist oder warum ein Bruder oder eine Schwester Leid erfährt. Diese Frage kann vor allem im Gebet, aber auch in der Befragung der Betroffenen geklärt werden. Hier ein paar möglich Antworten:

  • Ich habe mich noch gar nicht richtig für Jesus entschieden und bewege mich in einer Art Niemandsland zwischen Sünde und Erlösung.

  • Ich habe mich zu Jesus bekehrt und mich taufen lassen, ohne für mein bisheriges Leben wirklich Buße und Umkehr getan zu haben.

  • Ich halte an alten Gewohnheiten, Süchten und Lebenszielen fest und bin nicht bereit, Jesus in alle Bereiche meines Lebens hineinleuchten zu lassen.

  • Ich bin nicht (immer) durch Buße und Umkehr bereit, mich von Jesus reinigen zu lassen, Vergebung zu empfangen und Vergebung auszusprechen. Wer in diesem Leben als Christ unterwegs ist, verunreinigt sich "im Staub der Straße" und braucht immer wieder Reinigung. Joh 13,8

  • Ich erfahre, dass Gott an einer bestimmten Stelle mit mir weitergehen will, aber Trägheit (des Fleisches) oder mangelndes Vertrauen in Gottes Beistand hindern mich.

  • Es fehlt mir an Mut, mit meiner Mühsal und meiner Last zu Geschwistern zu gehen und um Rat und Gebet zu bitten.

  • Ich selbst übersehe die Hilfsbedürftigkeit anderer und versäume das Gebot der Nächstenliebe.

  • Gott will mich auf Sünde in meinem Leben aufmerksam machen und mich zur Umkehr leiten.

  • Ich leide an Lasten, die andere auf mich legen und somit ihr Sklave werde.

  • Ich leide an Lasten, die ich mir selbst auferlegt habe, um vor Gott einen guten Eindruck zu machen. (Werkgerechtigkeit)


Wahre Nachfolge


Wahre Nachfolge bezieht das Leiden um Christi willen ein. Hierbei scheint es besonders wichtig zu sein, dass die Last, die ich auf diesem Weg empfinde, von Gott so auferlegt ist, weil Gott damit ein Ziel verfolgt. Leiden um des Leidens willen unbiblisch. Wenn wir aufhören, an uns selbst zu leiden und unsere selbst gewählten Ziele ablegen, dann erst hat der HERR versprochen, uns zu erquicken, uns zu trösten und uns in Nöten beizustehen. Demnach gilt für (noch) Ungläubige und Bekehrte:


alles was Gott tut, das tut ER für die Ewigkeit.

Sanft-Mut


Matth 11/29 Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und »ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen «; 30 denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.


Es reicht nicht, gelegentlich zu Jesus zu laufen, wenn die Last des Lebens mich niederdrückt. Hier lesen wir, wie wichtig es ist, dem HERRN zu folgen, ihn zu beobachten und von Ihm zu lernen, Ihm auf den Versen zu bleiben. Jesus beschreibt sein Wesen als sanftmütig. Leider hat dies dazu geführt, dass ganze Generationen von Männern in den Gemeinden lammfromm wurden und jeden Anschein von männlichem Profil vermieden. Obendrein trug der Zeitgeist und die damit verbundene Stellung in der Gesellschaft weiter dazu bei, dass der "Mut" der Männer weiter in den Hintergrund trat. Eine tragische Entwicklung, unter der vorwiegend Frauen leiden. Gemeinde wurde somit für Männer immer unattraktiver. Im Sog dieser Entwicklung übernahmen Frauen immer mehr Kirchenämter bis hin zur Ordination von Bischöfinnen und Pastorinnen. Was aber bedeutet Sanftmut im biblischen Sinne? Das Wortpaar Sanft und Mut weist auf zwei Eigenschaften hin, die sich vorbildlich in Jesus vereint haben. Denken wir an ein wilder Pferd, einen störrischen Hengst, voller Kraft und Freiheitsliebe, der von einem Cowboy eingefangen und gezähmt wird. Das Tier verliert durch seine "Zähmung" kaum an Kraft, aber lernt, seine Fähigkeit einem Herrn unterzuordnen. Er wird sanft-mütig, in dem es lernt, gehorsam zu werden. So lernt ein Schlachtross seine Schreckhaftigkeit abzulegen, und dem Kampf entgegenzustreben. Was für ein herrliches Bild für den geistigen Kampf, auf den uns der Apostel Paulus mit der Waffenrüstung des Heiligen Geistes zurüsten will. Im Hinblick auf den HERRN Jesus erleben wir den Herrscher der Heerscharen, den mächtigsten König des Universums, der mit Seinem Hauch ganze Armeen zu Boden wirft und dem Fürsten der Welt, Satan, überwindet. An Kraft und Autorität kommt Ihm nur der Vater gleich. Gleichzeitig erleben wir in Jesus aber auch das Lamm Gottes, dass sich hingebungsvoll dem Willen des Vater unterordnete, als es hieß....er eskein Raub.... Beides erleben wir in einer Person, Mut und Herrschaft, Demut und Dienst, beides zu seiner Zeit. IHM gilt es im rechten Bewusstsein nachzueinfern, denn auch die Erlöste nwerden einmal herrshen und Armeen besiegen, bis dahin gilt es die Gnadenzeit zu nutzen und möglichst viele Menschen druch saftmütiges Diensen zu Jesus zu bringen.


Abschließend noch eine Erinnerung an Joh 14,27:

Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch;...


Hier ist die Rede vom Frieden, der Ruhe im Sturm, dem Trost, den der HERR seinen Kindern zukommen lässt.

Als Erstes spricht Jesus vom Frieden mit Gott, den Seine Jünger durch die Erlösung von Sünde, Hölle, Tod und Teufel erworben haben. Das unruhige Leben auf der Suche nach Sinn und Hoffnung haben bekehrte Christen hinter sich gelassen. Diesen Frieden lässt Jesus seinen Nachfolgern, auch wenn ER nicht persönlich sichtbar anwesend ist und zum Vater im Himmel zurückkehrt. Aber Jesus verspricht auch, "meinen" Frieden gebe ich euch. Das ist der Frieden, den der HERR inmitten einer verdrehten Welt hatte. Wenn das Volk ihn bedrängte und IHN zum Brotkönig machen wollte, wenn die Juden, die Führer des Volkes Ihm Fallen stellten und Ihn umbringen wollten, wenn ER unter falscher Anklage stand und schuldlos verurteilt wurde. Ja, selbst wenn er sah, dass die Schar seiner Jünger und Jüngerinnen ihn verließ und nur ein kleines Häuflein blieb. Und schließlich auf Seinem Weg zum Kreuz, als alle Welt sich von Ihm abgewandt hatte, er ganz allein und von Gott verlassen am Kreuz hing, tat er nicht Seinen Mund auf, sondern blieb geduldig und ertrug alles, wie ein Lamm auf der Schlachtbank. Was immer Jesus dazu getrieben hat, die Gewissheit auf dem richtigen Weg zu sein und den Willen des Vaters zu tun, hat Ihm Frieden gegeben.


Dieses Vorbild soll uns ermutigen, das eigene Kreuz auf sich zu nehmen und Jesus nachzufolgen. Für die notwendige Wegzehrung wird ER schon sorgen, das hat ER versprochen. Selbst wenn uns dieser Friede Jesu immer wieder abhandenkommt, im Alltag, in einer von Gottlosigkeit und Sünde beherrscht Welt, dann brauchen wir mehr denn je Gemeinde und christliche Gemeinschaft und sollten nicht auf einen Jesus zulaufen, der schon längst in uns gegenwärtig ist, wenn es in dem Lied heißt:


Kämpft und siegt in uns!

Foto: Jemy Street


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