Glaube aktuell: Ukraine -Vater vergib' ihnen...
An einen Bruder der Gemeinde.
Ich wollte Dir nochmal für Deinen Einsatz und Dein Gebet danken. Besonders für Deinen Hinweis auf Lukas 23/34: Vergib` denn sie wissen nicht was sie tun. Dieser Vers hat wohl mehr mit unserer heutigen Situation zu tun, als man ahnt. Hier betet Jesus für seine Folterknechte aber es geht hier nicht um eine Entschuldigung ihres Tuns sondern um eine Feststellung. An diesem Tag der Hinrichtung Jesu am Kreuz erfüllten sich viele Prophetien und Gottes Wille, dass sein Sohn für alle Menschen am Kreuz sterben sollte. Er, Gott Vater sendete seinen ganzen Zorn und Fluch auf das unschuldige Opferlamm um Dich und mich zu retten.
Aber die Folterknechte, die Römer wussten nicht, dass sie in diesen hohen Dienst gestellt waren. Sie wussten nicht, dass sie Handlanger für Gottes Pläne waren und somit im Bösen einen guten Dienst verrichteten. Jesus segnete sie dafür.
Was kann dies uns heute noch sagen?
Zum einen, dass Christen sich nicht auf Unwissenheit berufen können, wir sind nicht gottlose Heiden wie die Römer, die noch bekehrt werden sollten und von daher einen bestimmende „Sozialrabatt“ von Gott empfangen. Wir haben das Wort und den Heiligen Geist, der uns in alle Wahrheit einführen will. Von daher sollten wir Gottes Pläne kennen, Prophetien, die anderen, den Ungläubigen, verborgen sind. Krisen bedeuten demnach, im Wort Gottes noch intensiver zu forschen, um Antworten auf die gegenwärtige Zeit zu erhalten. Im Hinblick auf die aktuelle Weltlage und die Ukraine könnte das bedeuten, uns sollten die Pläne Gottes nicht verborgen sein. Die Schrift offenbart uns dies passend für jede Zeit bis zum Jüngsten Tag. Beispielsweise wenn Paulus uns ermahnt:
Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen -Mächte- der Bosheit in der Himmelswelt. Epheser 6/12 (Elberfelder)
Allein vor diesem Hintergrund ist es unsinnig sich der Welt gleichzumachen und dafür zu beten, dass Putin weg soll. Ja die Gefahr besteht, dass wir gegen Gottes erklärte Pläne anbeten, wie sie bspw. die Prophetien von Hesekiel, Daniel und der Offenbarung ankündigen. Auch die Juden des Alten Testaments beten eifrig aber sie ignorierten Gottes Prophetien, Warnungen und Willen und Er hielt sich die Ohren zu. Aber wir wissen, dass Gott mit dieser Welt einen Plan verfolgt, und das gewisse Dinge unter den Nationen geschehen müssen, bevor Jesus wiederkommt. Ganz abgesehen von der Erkenntnis, dass Jesus gegen die Römer kein einziges Mal gebetet oder gehandelt hat. Das Römische Reich gilt, der Bibel nach, als das brutalste Weltreich was es jemals gegeben hat. Ein unvorstellbares Terrorregime welches oben drein für kurze Zeit noch einmal erstehen wird. (Offenbarung) Russland kann dies nicht sein, weil es Russland zur Zeit Roms noch nicht gegeben hat und Rom nunmal seinen Festen Platz in Europa hat.
Was können wir also tun? Zu allererst für die Geschwister im Osten beten, damit sie unter dieser Prüfung nicht vom Glauben abfallen und bewahrt bleiben. Aber auch, dass Gottes Heilsplan zum Zug kommt und die Menschen in der Ukraine und Russland erkennen, wo Heil und Rettung ist, ja dass der Herr sich in dieser Krise verherrlicht. Auch wenn die Welt dafür blind ist, dafür, was Gott jetzt in diesem Augenblick tut und wir durch Medien kaum etwas davon erfahren werden. Beispielsweise, wie viele Menschen sich gerade jetzt bekehren oder zumindest bereit sind, das Evangelium zu empfangen.
So bleibt für Christen neben dem Gebet sicherlich auch ganz praktische Hilfe, wenn wir uns der Flüchtlingen annehmen, sie schützen, versorgen aber vor allem auch die Frohe Botschaft des Evangeliums bringen.
Meine persönliche Meinung ist es aber auch, dass gerade wir deutschen Christen dazu abgerufen sind Buße zu tun und Russland eins ums andere Mal um Vergebung bitten müssen. Denn wenn das größte Land der Welt so sehr gegen den Westen eingestellt ist und Unrecht verübt dann geht es hier auch um die Tatsache, dass wir Deutschen über 10 Millionen, Z e h n M i l l i o n e n russische Soldaten, Frauen und Kinder im Zweiten Weltkrieg umgebracht haben. Dies hat die deutsche Politik spätestens seit Putin verdrängt und jede Art von freundschaftlichem Vertrauen und politischer Verantwortung eingestellt. Wie einfach man sich doch seiner Schuld entledigen kann, wenn man von sich selbst weg auf andere zeigt und in einem Mann wie Putin einen Buhmann findet. Aber so soll es nicht für uns Christen sein, wir sollten in das Wolfsgeheul der weltlichen Welt nicht einstimmen. Sondern als Gerettete wissen, dass nicht nur wir sondern auch Russland und die Ukraine in der Zeit der Gnade leben, in der es vor allem darum geht zu retten, was verloren geht. Denn das Urteil ist längst gefällt.
Luther Christliche Wegweiser zum 14.April:
Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes,
Röm 12/2
Deswegen ist es notwendig für uns, aufzusehen, dass wir weder auf die Art und Weise der Welt noch unserer Vernunft und guten Meinung (der Medien) folgen. Sondern immer unseren Sinn und Willen hinterfragen und anders handeln und leiden, als Vernunft und Wille es vorgeben. Damit wir ja der Welt immer ungleicher und zu ihr ein Gegenüber sind, so werden wir täglich verändert und erneuert in unserer Wahrnehmung. So dass wir tagtäglich mehr von dem halten was die Welt und verdorbene Vernunft hasst und ablehnt. Damit wir (um der Wahrheit und Christi Willen) lieber arm, krank, verachtet, Narren und Sünder werden. Und zuletzt den Tod besser als Leben, Unvernunft besser als (weltliche) Weisheit, Schande eher als Ehre und Armut seliger als Wohlstand achten. All das, was die Welt nicht hat sondern vielmehr ganz anders orientiert ist. Im alten Denken unverändert verharrt, sich nicht erneuert, sondern verstockt und steinalt bliebt.