10. Josef und seine Brüder
- 24. Dez. 2022
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Die Heilsgeschichte Israels beginnt
Die Geschichte Josefs ist sehr beliebt und bekannt, in ihr befinden sich 300 Bilder, die auf den zukünftigen Messias, Jesus Christus, hinweisen. In Josef kann man also eine Parallele sehen, denn auch er wird von den Seinen abgelehnt und verworfen, aber Gott wendet das Blatt zum Guten für die ganze Welt. So wird auch das Unglück in Josefs Lebensweg immer wieder in Segen und Glück verwandelt.
Josef: 1860 -1750 v.Chr.
Josef ist der Lieblingssohn seines Vaters Jakob, was seine Brüder dazu treibt, eifersüchtig zu werden. In einem Traum sieht er voraus, wie seine Brüder sich vor ihm verneigen werden. Das reizt sie besonders und sie beschließen ihn zu töten.
Ruben ist es, der das Schlimmste verhindern kann und so wird Jakob als Sklave von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft.
Dem bestürzten Israel (dessen Vater Isaak war) wird eine Lüge über den Tod Josefs aufgetischt. Die Trauer Jakobs ist groß, war Josef doch der Sohn seiner großen Liebe Rahel.
Josef gerät in Ägypten in den Palast Potifars, wo er bald in hohe Verantwortung aufsteigt.
Die Frau Potifars stellt ihm nach und will ihn auf ihr Bett ziehen. Doch Josef bleibt Gott treu und kann sich befreien. Aus Rache beschuldigt die Zurückgewiesene Josef vor ihrem Mann und Potifar bleibt nichts anderes übrig als Josef den Sklaven dem Gefängnis zu überliefern.
1830 v.Chr.Im Gefängnis muss Josef lange Zeit aushalten, bis er wegen seiner Begabungen Träume deuten zu können, zum Pharao als Traumdeuter gerufen wird.
Was keinem möglich ist, Josef kann den Traum des Pharaos deuten, nach dem eine große Hungersnot über das Land kommen wird.
Der Herrscher von Ägypten erkennt den Segen, der auf Josef liegt und übergibt ihm die Regierung zur Rettung seines Landes. Josef ist jetzt 30 Jahre. *
Josef gelingt alles und er wird zum Mächtigsten neben dem Pharao. Er bewohnt einen Palast und gründet eine Familie.
Israel schickt seine Söhne los, um während der Hungersnot Nahrung in Ägypten zu kaufen. Benjamin, der Jüngste, bleibt beim Vater.
Die Brüder treten als Bittsteller vor den Stellvertreter des Pharaos, ohne ihren Bruder Josef zu erkennen.
Josef stellt sich misstrauisch und verlangt als Beweis ihrer Glaubwürdigkeit den jüngsten Bruder herbeizuschaffen.
Es zerreißt Israel das Herz, aber er muss dennoch seinen Josef-Ersatz Benjamin nach Ägypten gehen lassen.
Nachdem die Brüder erneut mit ihrem Jüngsten vor den Stellvertreter des Pharaos treten, gibt sich Josef überwältigt von Liebe für seine Familie zu erkennen und viele Tränen fließen. Ein Bild für die endzeitliche Versöhnung Jesus mit seinem Volk Israel.
Josef stattet sie mit allem aus und schickt sie zu Jakob seinem Vater zurück, nicht ohne eine Einladung an seine Familie.
1821 v.Chr. Jakob (Israel) macht sich mit seiner Familie nach Ägypten auf und es kommt zum Wiedersehen mit dem Tod geglaubten Sohn Josef.
Israel segnet den Pharao, denn es ist beiden bewusst, dass Jakob als der Ältere höher steht als der Pharao.
Bevor Jakob stirbt, verkündet er seinen Söhnen sein Erbe und die zukünftigen Verheißungen für die 12 Stämme Israels.
Die Geschichte Josefs ist sehr beliebt und bekannt. Wieder einmal geht der Segen des Erstgeborenen an einen jüngeren. Ruben, der älteste, fällt vor Jakob seinem Vater in Ungnade, weil er mit der Frau seines Vaters geschlafen hatte. Der Fluch des Vaters wird sich aber später in einen Segen verwandeln, weil Ruben seine Schuld einsieht und Gott weitreichende Pläne mit allen Stämmen Israels hat.
Bis zum Auszug unter Mose bleibt Israel 215 Jahre im Land Ägypten.
Foto: Johannes Schenk