11. August - So ist nun nichts Verdammliches in denen, die in Christo Jesus sind.
- Axel Nickolaus

- 11. Aug. 2023
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Die *Heiligen müssen sich zwar mit dem Teufel herumschlagen und mit dem Tod prügeln, aber zum Sieg in diesem Kampf ist es das beste, das Lied der Heiligen zu lernen und zu singen. Nämlich sich selbst verleugnen und an die rechte Hand Gottes hängen. So erlebt der Teufel sein blaues Wunder, wenn er *leeres Stroh zum Dreschen findet, nämlich wenn du sagst: Ich will nichts sein, all mein Vermögen soll der Herr sein. Wenn ich das tue, so bin ich ganz rein und ausgeleert von mir selbst und alledem, was mein ist. Und ich kann sagen: Was greifst du mich an, Teufel? Versuchst du gute Werke und meine Selbstgerechtigkeit vor Gott zu kritisieren, obwohl ich doch gar nichts mehr davon habe? Oder versuchst du meine Sünde anzuprangern, obwohl ich auch keine Sünde habe? Hier ist die Macht des Herrn, die magst du verklagen, bis du müde bist. Ich weiß weder von Sünde noch von selbst gemachter Heiligkeit. Nichts, nichts weiß ich, als von Gottes Kraft in mir. Was will der Teufel machen, wo er eine solch leer gefegte Seele findet, die weder auf Sünde noch auf Heiligkeit reagiert. Fällst du aber von diesem Bekenntnis ab, dass er dich in deinen Sünden oder ach so tollen Werken packt und du ihm zusehen und zuhören willst, so soll er dich fertig machen, wie er’s gerne haben will. So sehr, dass du Gott mit seiner rettenden Hand und alles vergisst und verlierst.
*Heiligen: Alle wahren Gläubigen.
*leeres Stroh: Wenn die Frucht schon geerntet ist und die Halme nichts mehr hergeben.
Foto: Callie Morgan