11. Mose: Gottes Knecht und Freund
- Axel Nickolaus

- 10. Dez. 2022
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Jan.

*1686 - ✞ 1566 v.Chr.Vom Auszug aus Ägypten bis zum gelobten Land
Seit der Zeit Josefs in Ägypten sind einige Generationen vergangen. Die Juden haben sich stark vermehrt und bald war die lebensrettende Geschichte der Juden in Ägypten vergessen und man sah nur noch billige Sklaven in ihnen. Gleichzeitig hatten die Juden die Götterwelt der Ägypter übernommen und waren vom Gott ihrer Väter abgefallen. Die Versklavung der Israeliten war somit eine Zucht Gottes, damit die Juden sich an IHN erinnerten und um Hilfe schrien. Keiner sollte sagen können, der Gott Israels hätte Sein Volk in der Fremde falschen Göttern überlassen. Da hatte Gott Erbarmen mit Seinem Volk und suchte sich einen Anführer, der die Israeliten aus der Sklaverei führen sollte.
Um die Ausbreitung der Juden einzudämmen, sollten nach einem Gebot des Pharao, alle männlichen Nachkommen nach der Geburt getötet werden.
Die Mutter von Mose sieht sich bald gezwungen, ihr Kind auszusetzen und dem Nil zu überlassen. Die Tochter des Pharao findet Mose und nimmt ihn in die Königsfamilie auf. Mose erfährt die beste Ausbildung und wächst als Prinz von Ägypten auf.
Mose ist seine Herkunft aber nicht verborgen und so setzt er sich für einen Sklaven ein und erschlägt den Sklaventreiber.
1646 v.Chr. Mose muss fliehen und gründet unter einem Wüstenvolk eine Familie.
Nach vierzig Jahren begegnet ihm Gott in einem brennenden Dornbusch und fordert ihn auf, sein Volk aus Ägypten herauszuführen.
Mose geht nur widerwillig darauf ein und Aaron, sein Bruder, soll ihm als Redner zur Seite gestellt werden.
Mose kehrt nach Ägypten zurück und fordert vom Pharao die Freigabe seines Volkes, der Juden. Er beruft sich auf die Vollmacht des Gottes mit Namen Jahwe (Ich bin) und setzt den Pharao mit immer heftigeren Plagen unter Druck. Die Naturkatastrophen zielen auf die Naturgötter der Pharaonen und entlarven einen nach dem anderen als machtlos.
1606 v.Chr. Nach der schlimmsten Plage, bei der alle erstgeborenen männlichen Nachkommen der Ägypter von einem Engel getötet werden, gibt der Pharao auf und lässt Israel samt Besitz und nachgezahltem Lohn in die Wüste ziehen.
Zuvor bekam Mose den Auftrag von Gott, dass jede jüdische Familie ein Opferlamm schlachten und mit dem Blut die Türpfosten bestreichen sollte. Der Todesengel würde an den Häusern der Israeliten vorbeigehen und nicht die Erstgeburt töten wie bei den Ägyptern. Auch hier wieder ein Zeichen, dass die Bewahrung vor Gottes Zorn nur durch ein Blutopfer geschieht. Dieses wird zu Jom Kippur bis heute gefeiert. Das Lammopfer war notwendig, weil auch die Juden sündig waren, (siehe Einleistung) und der Racheengel auch ihre Söhne getötet hätte. Vor Gott waren die Juden nicht besser als die Ägypter. Allein die Tatsache, dass es um Gottes Ehre ging und ER einen Heilplan für die ganze Welt mit dem jüdischen Volk verfolgte, war hierbei ausschlaggebend.
Bald darauf reut es den Pharao, die Juden ziehen gelassen zu haben und setzt ihnen mit seiner Streitmacht nach.
Nachdem Mose, mit Hilfe Gottes, sein Volk trocken durch das Schilfmeer geführt hat, brachen die Fluten über die Verfolger zusammen und brachten das ägyptische Heer samt Pharao um. Bis heute ist diese Schmach im Bewusstsein der Ägypter verankert.
Gott hat seinem Volk ein fruchtbares Land versprochen und begleitet es durch die Wüste, des Nachts mit einer Feuersäule und tagsüber in einer Wolke.
Am Berg Sinai schließt Gott mit Mose einen Bund für sein Volk, die 12 Stämmen Israels und empfängt die Zehn Gebote. Da es um den Bund zwischen dem Volk Israel und Gott geht, führt Mose zwei Steintafeln mit sich, eine Kopie für Gott. Der neue Bund ist der Bund des Schabbats, (Friedensbund).
Das Gesetz stellt einen Spiegel dar, weil es zeigt, dass kein Mensch ihm gerecht werden kann. Alle haben gesündigt und erlangen nicht das Heil. (Paulus im Brief an die Römer)
Das Gesetz ist ein Riegel, weil es dazu anhält, die Ordnungen Gottes zum Wohle des Menschen einzuhalten.
Das Gesetz ist ein Siegel Gottes, weil man Gott selbst daran erkennen kann.
In seiner Abwesenheit hatten sich aber schon die Israeliten von Gott abgewandt und selbst einen goldenen Stier als Götzen geschaffen.
Gott bestraft sein Volk für den Abfall durch eine tödliche Krankheit, aber Mose gelingt es den hereinbrechenden Zorn zu mäßigen. Eine Schlange aus Metall soll Mose errichten, damit alle, die die Strafe Gottes getroffen hat, durch den Anblick der Schlange gerettet werden. (Ein Bild für den kommen Retter)
Mose empfängt eine Reihe von Gesetzen und Anordnungen Gottes, die das Volk sicher begleiten sollen.
Das erste Volk, das sich den Juden in den Weg stellt, sind die Amalekiter, Verwandte von Ismael, dem späteren Philistervolk. Sie werden von Israel geschlagen, weitere Konflikte folgen. Amalek gilt bis heute als der Inbegriff der Judenfeindschaft und wird in okkulten Kreisen verehrt.
Schließlich kommt das versprochene Land am gegenüberliegenden Ufer des Jordan in Sicht. Kundschafter berichten von herrlichem Reichtum, aber auch von Riesen, die das Land bewohnen. Obwohl Gott dem Volk das fruchtbare Land versprochen hat und seine Macht unter Beweis gestellte, bekommt die Mehrheit Angst und will das gelobte Land nicht einnehmen.
Vierzig Jahre lässt Gott nun sein Volk in der Wüste umherirren, bis die treulose Generation ausgestorben war. Zu den getreuen Überlebenden gehört Josua, der jetzt als Heerführer mit der neuen Generation über den Fluss setzt. Die dort ansässigen Völker hatte grausame Bräuche und brachten Menschenopfer dar und so hatte sie Gott in die Hände der Israeliten gegeben, die sie nun vertrieben und umbrachten.
Weil Mose Gott einmal nicht treu gewesen war, durfte er nicht ins gelobte Land hinübergehen.
1566 v. Chr. hält Mose eine seiner Abschiedsreden (5.Mose 28/64), wo er den Leidensweg seines Volkes vorher sagt. Die Vertreibung in alle Welt und die Verfolgung und auch den Holocaust. Und so starb Mose im Alter von 120 Jahren am Berg Nebo in Ostjordanien, wo Gott seinen Freund Mose selbst begrub.
Im selben Jahr zieht Israel in Kanaan ein und nimmt das Land in Besitz, das Gott ihm versprochen hat.
Hinterlassenschaft Moses sind die fünf Bücher Mose mit der Schöpfungsgeschichte, den Urvätern, dem Gesetz Gottes und dem Buch Hiob. Mose schrieb die Frühgeschichte der Menschheit nach Überlieferungen und inspiriert vom Heiligen Geist auf. Demnach sind alle Texte der Bibel von Gott eingegeben und von IHM selbst autorisiert. Daneben gibt es viele Dokumente, die die Heilige Schrift begleiten und in einen geschichtlichen Zusammenhang stellen. Die jüdischen Gelehrten kannten klare Regeln, wonach sie Schriften und prophetische Texte als von Gott inspiriert erkennen konnten. Andere Texte, wie beispielsweise die Geschichte der Makkabäer gelten als nicht von Gott inspiriert und sind in den Apokryphen zu finden.
Foto: Bill Gullo