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12. Israel im Alten Testament

  • 10. Dez. 2022
  • 7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 24. Jan. 2025



Israel in der Weltgeschichte

Im Mittelpunkt des Alten Testaments steht Israel, das zwölfstämmige Volk Gottes, das Volk, dem sich der Schöpfergott JHWH offenbart hatte. Die Geschichte der Juden ist auf das Erscheinen des Messias Jesus Christus, dem Sohn Gottes ausgerichtet, jenem König, der einmal die Weltherrschaft am Ende der Tage oder am Ende der Endzeit übernehmen wird. Gleichzeitig bildet die über zweitausendjährige Geschichte Israels eine Parallele zur Geschichte der ganzen Menschheit. Heilsgeschichtlich bestehen zwischen Israel und den Nationen zwar unterschiedliche Zielsetzungen, aber dennoch beschreibt das Alte Testament auch viele Gemeinsamkeiten. Gemeinsamkeiten, die sich aus der Beziehung zwischen Gott und Mensch, zwischen Schöpfer und Geschöpft, zwischen Richter und Verurteilten, zwischen Retter und Sünder ergeben. So ist Israel ein Spiegel für das Aufbegehren der gesamten Menschheit gegen Gott seit der Vertreibung aus dem Paradies. Wenn die Christenheit sich ein Bild vom Handeln Gottes unter den Menschen machen will, dann braucht sie nur das Geschichtsbuch der Juden, das alte Testament zu studieren. Mit einem Unterschied. Während der Gott des Alten Testaments seine Gerichte über Israel und die benachbarten Völker bis zur totalen Vertreibung oder gar Vernichtung verhängte, geschieht dies heute nicht im vollen Ausmaß. Mit dem Opfertod Jesus Christi am Kreuz von Golgatha im Jahre 32 n.Chr. und dem Beginn der Gemeinde zu Pfingsten befindet sich die Welt in der Gnadenzeit. Einer Epoche von annähernd 2000 Jahren, die darauf ausgerichtet ist, dass sich möglichst viele Menschen zu Jesus Christus bekehren und ihre persönliche Rettung vor dem ewigen Tod annehmen. Um dies zu ermöglichen hält der Geist Gottes auf Erden das Böse noch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zurück. Viele Prophetien des Alten- und Neuen Testaments verweisen aber auch auf ein endzeitliches Geschehen, das dieser Erde noch bevorsteht. Eine Zeit höchster Not bis hin zur drohenden Selbstvernichtung. Es wird die Zeit Israels sein in der Drangsalszeit, wo sich das Schicksal der Völker in Jerusalem entscheiden wird.



2006 v.Chr. bis -1v.Chr. 
(Das Jahr 0 gibt es in der Zeitrechnung nicht.)
Israel, Unterwegs mit und ohne Gott

Schon 14 Jahre nach dem Tod von *Josua verfällt das Volk in Aberglauben und wendet sich immer wieder vom Gott ihrer Urväter ab. In der Zeit bis zur Verschleppung nach Babylon im Jahre 586 v.Chr. und der Zerstörung des ersten Tempels sendet Gott viele Propheten, die die israelischen Herrscher vor Gottes Zorn warnen. In der Regel werden diese Boten irgendwann umgebracht, um von den nachfolgenden Generationen als anerkannte Propheten in die hebräische Bibel aufgenommen zu werden. (Hinterher ist der Mensch immer schlauer). So wechseln sich sieben Zeiten des Abfalls und der Rückkehr zu Gott in den folgenden Jahrhunderten ab. Die moderne Bibelforschung hat sich mit den überlieferten Zeitangaben immer wieder schwergetan und Ungenauigkeiten unterstellt. Die beruht aber darauf, dass geschichtliche Nachforschungen nicht möglich waren oder einfach versäumt wurden. So hat sich beispielsweise herausgestellt, dass Zeiten, in denen Abraham nicht Gottes Willen folgte und ER nicht zu ihm sprach, als verlorene Jahre nicht in der Geschichtsschreibung mitgezählt wurden. Hier die wichtigsten geschichtlichen Stationen des israelischen Volkes.


  • 2006 Einsetzung Isaaks als Alleinerbe des Segens, der Abraham versprochen wurde.

  • Vier Generationen lang, für 215 Jahre, war Israel in Ägypten, seit Jakob dort eingetroffen war.

  • 1606 Auszug Israels aus Ägypten mit allem Habe unter Führung von Mose und einer Abfindung für die unbezahlte Sklavenarbeit.

  • Vierzig Jahre irrt das Volk durch die Wüste, weil es nicht Gott vertraute und das gelobte Land aus Angst vor den Bewohnern nicht einnehmen wollte. Eine Generation musste erst sterben, bis die Nachkommen das Land Kanaan dann einnehmen durften

  • Innerhalb von sechs Jahren vertilgt Israel 7 Völker unter Führung von Josua, die schreckliche Gräueltaten verübten und Götzen anbeteten.

  • 1566 zieht Israel ins gelobte Land Kanaan ein.

  • Unter der Führung der von Gott eingesetzten Richter vergehen 450 Jahre.

  • 1096 Auf Wunsch des Volkes bekommt Israel einen König, von dem es regiert werden will. Saul wird vom Propheten Samuel gesalbt.

  • 1056 Wegen Untreue setzt Gott Saul ab. Der Prophet Samuel salbt David zum neuen König von dem Gott sagt: Ein Mann nach meinem Herzen. Aus Eifersucht verfolgt Saul lange Zeit David, der sogar zu den Feinden Israels fliehen muss. Schließlich kommt Saul während eines Krieges um und David kann seine Herrschaft beginnen. Auch unter David offenbaren sich Prophezeiungen auf den kommenden Messias Jesus Christus, der einmal als Sohn Davids direkt von ihm abstammen wird. Davids Leben ist gezeichnet von einer innigen Gottesbeziehung, aber auch von einem tiefen Sündenfall, als Ehebrecher und Mörder. Den Tempel, den David seinem Gott gerne bauen möchte, wird daher erst sein Sohn Salomo errichten können. Gott der HERR kündigt aber David an, dass ER ihm ein Haus bauen wird. Die Rede ist hier von einer Königslinie, die schließlich den Messias hervorbringen wird.

  • 1016 tritt Davids Sohn Salomo die Herrschaft als König über Israel an. Gott beschenkt ihn mit beispielloser Weisheit und es entsteht ein Weltreich, in das viele Könige pilgern, um Saloo kennenzulernen. Er errichtet Gott einen Tempel in Jerusalem, der an Pracht und Größer kaum übertroffen wird. Aber Salomo fällt vom Glauben ab, wird von seiner Frau zum Götzendienst verleitet, um dann am Ende in Bitterkeit über den Sinn des Lebens zu verfallen. Das Buch Kohelet der Bibel gibt darüber Auskunft. Wir können aber davon ausgehen, dass Salomo am Ende zu Gott zurückgefunden hat.

  • 976 Nach dem Tod von Salomo zerfällt Israel in ein Nordreich mit zehn Stämmen und ein Südreich mit zwei Stämmen, Benjamin und Juda. Könige, in neun Dynastien regieren.

  • 722 geht das Nordreich mit Jerusalem durch das Assyrische Reich unter. Das Südreich besteht mit allen Stämmen weiter, da schon vorher Mitglieder aller Stämme Israels nach Süden geflohen waren.

  • 586 werden Jerusalem und der Tempel von Nebukadnezar zerstört, die Schätze geplündert und Teile des Volkes nach Babylonien verschleppt. Gott hat sein Volk wieder einmal in die Hände fremder Mächte gegeben, um es zu züchtigen und zu strafen. Auf unvorstellbare Art und Weise war es vom Glauben abgefallen, hatte Unzucht getrieben, Götzendienst veranstaltet und sich an Armen und Schwachen vergangen.

  •  587/6 wurde der salomonische Tempel durch die Neubabylonier zerstört.

  • Ab 520 durften die Stadtmauer Jerusalems und der salomonische Tempel, durch einen Erlass des persischen Königs Artaxerxes, wieder aufgebaut werden. Es war die Zeit der Propheten Nehemia und Esra.

  • Schon bald wurde das jüdische Volk Gott wieder untreu und missachtete die Gesetze Mose, sodass Gott sie wieder in die Hände fremder Mächte gab.

  • Um 400 tritt der letzte Schriftprophet Maleachi auf prophezeit die zukünftigen Strafen über Jerusalem wegen seiner Perversionen und Untreue zu Gott.

  • 322 besiegte Alexander der Große die Perser und eroberte Judäa . 323 v. Chr. Nach Alexanders Tod entsteht das Diadochenreich, in dem vier Generäle Alexanders sich das Riesenreich teilen. General Ptolemäus herrscht über Israel und Ägypten.

  • 198 eroberten die Nachkommen von General Seleukos Nikator Judäa.

  • Der seleukidische König Antiochos III erobert Israel von Norden auf seinen Kriegszügen bis nach Ägypten.

  • Im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen kehrt Antiochos Epiphanes nach Jerusalem zurück und errichtet eine blutige Herrschaft gegen die Juden. Er schändet den Tempel zu Jerusalem mit einem Schwein und will das Volk vom Glauben an den Gott Israels abbringen.

  • 167 steht ein gläubige Priesterfamilie in Israel auf und beginnt einen Guerillakampf gegen die seleukidischen Besatzer. Ihr Anführer Judas Makkabäus erhält von Gott eine kleine Hilfe, und so gelingt es am Ende, die Hauptstadt Jerusalem zurückzugewinnen und die Besatzer zu vertreiben. Das Priestertum der Hasmonäer tritt auf den Plan.

  • 63 In der Nachfolge sind sich die jüdischen Könige nicht einig und so ziehen die Römer "als Friedensstifter" in Israel ein. Bald wird das Land dem römischen Reich einverleibt.

  • Von römischen Gnaden besteigt der Edomiter Herodes der Große den Thron zu Jerusalem und regiert als Nichtjude das jüdische Volk durch Gewaltherrschaft.

  • Um 15 treibt sein schlechtes Gewissen König Herodes dazu, den Juden eine Tempelrenovierung und Erweiterung anzubieten. Zunächst von den jüdischen Führern misstrauisch zur Kenntnis genommen, stimmten sie dann doch zu. In den nächsten Jahren erhält Jerusalem den prächtigsten Tempel mit Erweiterungen nach Norden und Süden. So kam es dazu, dass der spätere Kindermörder von Betlehem, dem HERRN des Tempels, Jesus Christus, dem Sohn Gottes, einen Tempel neu errichtete.

  • Obwohl geistlich vollkommen vom Weg abgekommen und von Gott in die Hände einer Besatzungsmacht gegeben, erstrahlt das Land in einer nie zuvor dagewesenen Größe und Pracht. Die religiöse Führung liegt in den Händen von Pharisäern, Sadduzäern und Essenern, denen es nur um ihren eigenen Machterhalt geht. Gott hat sich von Seinem Volk abgewandt, die ganze Welt ringsumher unterliegt dem brutalen römischen Weltreich, der Glaube an den einen wahren Gott liegt am Boden.

  • 0 (-1) In einem kleinen Dorf namens Betlehem wird der angekündigte Messias geborgen. Unbemerkt von den Mächtigen der Geschichte kommt der Schöpfer des Universum als Mensch zur Welt. Bevor ER die Weltherrschaft für immer übernimmt kommt Jesus als Diener und Knecht. Das Neue Testament beginnt hier.




In der Bibel heißt es immer wieder, dass Verstorbene zu ihren Vätern versammelt werden. Sie gelangen in den Scheol oder griechisch, in den Abyssos. Je nachdem, ob sie gerettet oder verloren gehen, gilt dieser Ort als paradiesischer Aufenthalt bis zur Auferstehung der Leiber von den Toten bei der Entrückung oder als Gefängnis zum Endgericht, wenn Jesus zum zweiten Mal wiederkommt, in Macht und Herrlichkeit und Gericht halten wird.


*Josua war der Nachfolger Moses, der über den Jordan mit dem Volk Israel ins gelobte Land ziehen durfte. Die dort ansässigen Völker hat Gott in die Hände der Juden gegeben, weil sie in Götzendienst und Perversionen lebten. Es war den Juden verboten, sich mit ihnen einzulassen, um nicht auch dem Götzendienst zu verfallen, somit ging es um Vertreibung und Ausrottung.


Die Propheten und Könige des Alten Testaments

Prophet des ungeteilten Israels: › Samuel Könige des ungeteilten Israels: › Saul › David › Salomo Propheten des Nordreichs/Israel:

› Schemaja › Jehu › Elia › Elisa › Jona › Amos › Hosea › Oded Könige des Nordreiches/Israel: › Jerobeam I. › Nadab › Baesa › Ela › Simri › Omri › Ahab › Ahasja › Joram › Jehu › Joahas › Joas › Jerobeam II. › Sacharja › Schallum › Menachem › Pekachja › Pekach › Hosea


Propheten des Südreichs/Juda: › Obadja › Joel › Jesaja › Micha › Nahmu › Hulda › Zephanja › Habakuk › Jeremia › Hesekiel › Daniel › Haggai › Sacharja › Maleachi Könige des Südreichs/Juda: › Rehabeam › Abija › Asa › Josaphat › Joram (Jehoram) › Ahasja › Atalja › Joas › Amazja › Ussia (Asarja) › Jotam › Ahas (Achas) › Hiskia › Manasse › Amon › Josia › Joahas › Jojakim › Jojakin › Zedekia Nach der 1. Rückführung (nicht mehr unbedingt Könige im herkömml. Sinn): › Serubbabel Nach der 2./3. Rückführung: › Esra › Nehemia




nach Daniel und Anette.de

 
 
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