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13. Im Exil von Babylon

  • 31. Jan. 2025
  • 3 Min. Lesezeit


586 - 539 v.Chr.
Die Treue des Propheten Daniel und seine Visionen bis ans Ende der Welt.

Trotz der Warnungen durch die Propheten (Hesekiel, Jeremia..) verfiel Israel, wie schon so oft zuvor, dem Götzendienst und versündigte sich gegen die Gebote und Ordnungen Gottes. Es verfiel in Perversionen wie dem Menschenopfer und der Tempelprostitution. Wie schon durch die Propheten angekündigt, sollte das Land überfallen und das Volk Israel in die Gefangenschaft weggeführt werden. Wie zu allen Zeiten gab es Volksführer, die die Gefahr leugneten und die Zukunft rosarot ausmalten. Im Mittelpunkt dieser Geschichtsphase Gottes steht das Buch des Propheten Daniel, der mit in die babylonische Gefangenschaft geriet und dort weitreichende Prophetien von Gott empfing, Träume und Visionen, die über das erste Kommen des Messias, 600 Jahre später, hinaus, über die gegenwärtige Zeit bis in die Endzeit reichen. Die Zeit des zweiten Kommens Jesu in Macht und Herrlichkeit.


  • 605 Jojachin, der König von Israel, wird an einem Nasenring mit samt der jüdischen Elite nach Babel weggeführt. Sein Nachfolger, König Zedekia, wird ein Vasall der Babylonier, der einen Reststaat in Jerusalem zu verwalten hatte. Auch er ist gottlos und bricht sein Versprechen gegenüber Nebukadnezar, in dem er auf ägyptische Hilfe spekuliert. Die Ägypter kommen aber nicht zu Hilfe worauf die Babylonier ein weiteres Mal Jerusalem belagern, um sich an Zedekia zu rächen. Dieser gerät schließlich in Gefangenschaft, seine Söhne werden vor seinen Augen von den Babyloniern geschlachtet und er selbst geblendet nach Babel geführt. Gott straft den Wortbruch gegenüber dem König von Babel. Mit König Zedekia, endet die Königslinie Israels hier. Es sollte nach Zedekia nach Gottes Willen, keine Thronfolge mehr in Israel geben. Dennoch hatten die Propheten den Messias aus der Königslinie Davids angekündigt. Es sollte dennoch möglich werden.

  • 586 Höhepunkt der Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar, den Herrscher von Babylon. Der Tempel wird zerstört.

  • Daniel stammte aus einer adligen Familie in Israel, die sich nicht durch Götzendienst verunreinigt hatte. Nebukadnezar hielt nach der gebildeten Oberschicht Ausschau um von den Eliten des Judenstaates zu profitieren. So wurden Daniel und drei weitere Jünglinge aus dem Königshaus nach Babylon deportiert, um als geistige Elite am Hof Nebukadnezar ausgebildet zu werden. Voraussetzung, sie mussten schön an Gestalt sein und ohne Fehler.

  • Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie werden in der Sprache und Schrift der Kaldäer ausgebildet. Die Jünglinge um Daniel erhalten heidnische Namen babylonischer Götter, ihre jüdische Identität soll ausgelöscht werden.

  • Gott beschenkt die vier Jünglinge mit Weisheit und Erkenntnis.

  • Reinheit und Heiligkeit waren den Jünglingen (so um die 13 Jahre) wichtig und so weigerten sie sich, die Opfergaben der babylonischen Götter am Tisch Nebukadnezars mitessen zu müssen. Sie bestehen auf vegetarischer Ernährung und Gott führt es so, dass der Mundschenk sich darauf einlässt.

  • Als Einziger ist Daniel in der Lage, den Traum Nebukadnezars, von den kommenden Weltreichen, zu deuten.

  • In der Folge will sich Nebukadnezar in Form seines Standbildes verehren lassen. Die Weigerung Daniels führt dazu, dass er und drei seiner Freunde in den Feuerofen gesteckt werden. Gott greift ein und der Aufenthalt in der Feuerglut kann den Jünglingen nichts anhaben.

  • Der Hochmut Nebukadnezars wird von Gott bestraft. Er verfällt in Wahnsinn, in dem er sich für ein Tier hält, in der Wildnis lebt, von den Menschen ausgestoßen. Nach sieben Jahren schenkt ihm Gott Erkenntnis seiner Schuld und lässt ihn in Amt und Würden zurückkehren.

  • Der Enkel Nebukadnezars, Belsazar, kommt später an die Macht und missbraucht bei einer nächtlichen Orgie den geraubten Tempelschatz aus Jerusalem. Eine Schrift erscheint an der Wand und wieder ist es Daniel, der dem König den Inhalt deuten kann. Es ist sein Todesurteil, noch in derselben Nacht wird Belsazar von seinen eigenen Leuten ermordet, das Ende des babylonischen Reiches ist beschlossen. Schon steht das medo-persische Reich vor der Tür und übernimmt das babylonische Weltreich mit all seiner Intelligenz, so auch Daniel, der mittlerweile im Rang eines Ministers regiert.

  • Nach der Eroberung Babylons durch die Perser und Meder (heute Kurden), wird der Beamtenapparat von den neuen Herrschern geprüft und übernommen und auch Daniel kann nichts vorgeworfen werden, weil er den Babyloniern treu war. So wird ihm mit den anderen Fürsten Verantwortung über das neue Reich übertragen.

  • Der Hofstaat und die Fürsten ersinnen eine Intrige gegen den Juden Daniel, der daran gehindert werden soll, seinen Gott anzurufen. Daniel hält sich nicht an das Gebot, zuerst den König zu befragen und wird vom Herrscher Darius verurteilt, eine Nacht unter hungrigen Löwen zu verbringen. Doch Gott hält den Tieren den Rachen zu und so wird Daniel auch aus dieser Not gerettet. Ja, Darius selbst, der Daniel sehr mag, hofft, dass sein Freund Daniel die Nacht überlebt.

  • Daniel, (der Vielgeliebte) empfängt eine Vision zu den 70-Jahrwochen und den Geschehnissen bis zum zweiten Kommen des Messias in der Endzeit.

  • 539/538: Heimkehredikt des Kores. Der persisch/medische König gebietet den Juden in ihre Heimat zurückzukehren und den Tempel wieder aufzubauen. Der heidnische König wurde von Gott unter Druck gesetzt, dass er die Juden zurücksenden sollte.




Foto: Jeremy Bezanger

 
 
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