15. Gott wird Mensch
- Axel Nickolaus

- 9. Dez. 2022
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1v.Chr. - 32n.Chr.Die Frohe Botschaft wird verkündet.
Das Kommen Jesu vor 2000 Jahren wurde schon lange zuvor von den Propheten des Alten Testaments bis ins Detail angekündigt. Der gerechte und heilige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde, Jesus Christus, wurde in Menschengestalt als Kind in Betlehem von einer Jungfrau geboren. Er kam in diese Welt, um die zu retten, die sich retten lassen wollen. Die Liebe des Vaters trieb den Sohn Gottes dazu, sich wie ein Knecht kleinzumachen und sich für alle Menschen, als Opfer für ihre Sünden, ans Kreuz nageln zu lassen. Der Weg zurück zum Vater im Himmel wird für diejenigen frei, die Jesus Christus als ihren HERRN annehmen und bis zuletzt an Ihm im Glauben festhalten. Die Prophetie sagte auch voraus, dass der erwartete Messias von Seinem Volk den Juden abgelehnt und ermordet werden würde. Als Jesus dann in Person als wahrer Mensch und wahrer Gott ab dem Jahr 29 öffentlich auftrat, die gute Nachricht, das Evangelium verkündete und zahlreiche Wunderzeichen als Gottes Sohn tat, wurde ER dennoch von den Seinen verworfen und zum Tod verurteilte. Die Schriftgelehrten und Pharisäer waren blind, ihrer Sünden hinderten sie daran, in Jesus den erwarteten Retter zu erkennen. So kündigte der Prophet Daniel schon im 6. Jahrhundert v.Chr. an: Dan 9/ 26 : Und nach den 62 (Jahr-) Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und wird nichts haben (keine Hilfe finden). Die Zeitangabe stimmte, der Ort stimmte und doch erkannte niemand in dem Wanderprediger aus Nazareth den angekündigten Menschensohn.
Der neue Bund zwischen Gott und Menschheit
Seit der Vertreibung aus dem Paradies ist Gott immer wieder mit Menschen einen Bund eingegangen. Mit dem Volk Israel war es Abraham, der Stammvater des jüdischen Volkes. Später gab es einen Bund mit Mose durch das Gesetz vom Sinai und schließlich verkündete Jesus einen neuen Bund Matth 26/27 mit Israel, der in Seinem Blut begründet werden sollte. Die Gemeinde, die sich später in Jerusalem zu Pfingesten 32 n.Chr. begründete, ist der Nutznießer dieses Neuen Bundes in dem Juden wie Nichtjuden zum himmlischen Volk Gottes zusammenfinden.
Zeitablauf:
Mai 2 v.Chr. , Zeugung von Johannes dem Täufer, dem Wegbereiter Jesu. Empfängnis der Maria, 6 Monate später (Luk 1,26-38): ca. November 2 v. Chr.
-1 im August, Jesus, gezeugt vom Heiligen Geist, wird als Sohn der Jungfrau Maria, in ärmlichen Verhältnissen, in Betlehem geboren. Acht Tage später findet die Beschneidung statt.
Wie das Gesetz verlangt, bringen Josef und Maria 66 Tage nach der Geburt ihren erstgeborenen Sohn Jesus zum Entbindungsopfer und Darbringung des Erstgeborenen in den Tempel. Dort begegnet ihnen der greise Simeon und Hannah, gläubige Juden, die in Jesus den verheißenen Messias erkennen. Simeon segnet die Eltern, jedoch Jesus nicht, denn das Kind Jesus steht höher als Simeon.
Als Astronomen (die Weisen aus dem Morgenland, heutiger Irak) von weit her eintreffen und von der Geburt des Königs der Juden in Betlehem sprechen, sieht Herodes wieder einmal seinen Thron gefährdet und lässt alle neugeborenen Knaben in Betlehem ermorden. Gewarnt von einem Engel, fliehen Maria und Josef nach Ägypten.
Nachdem Herodes der Große einen fürchterlichen Tod erlitten hatte, kommt die Familie mit Jesu nach Nazareth (übersetzt Sprosshausen) zurück.
Frühjahr 12 n. Chr., der 12-jährige Jesus diskutiert mit jüdischen Gelehrten im Tempel am Passah-Fest (Luk 2,41-52):
29 Jesu beginnt seinen dreijährigen Dienst in Israel, während das Land von den Römern besetzt ist. Eines seiner ersten Wunder geschieht auf der Hochzeit zu Kanaan, wo ER Wasser zu Wein verwandelt.
Johannes der Täufer geht ihm voraus und bezeugt vor dem Volk, dass Jesus der angekündigte und erwartete Messias ist und ruft dazu auf, sich durch Buße und Umkehr auf den Heiland und Sein Reich vorzubereiten.
Jesus lässt sich von Johannes im Jordan taufen und der Heilige Geist kommt in Gestalt einer Taube über IHN und Gott selbst spricht vom Himmel: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
Jesus sammelt zwölf Jünger um sich und wird bald von weiteren Frauen und Männern begleitet und von Volksmengen verfolgt, die ihn erleben wollen.
Durch zahlreiche Reden und unzählige Wundertaten wird Jesus im Land bekannt und die geistliche Führung beginnt IHN auszuforschen.
Der Täufer Johannes beschuldigt König Herodes immer wieder des Ehebruchs, weil er seinem Bruder die Frau in Rom weggenommen hat. Herodes ist genervt und lässt Johannes einkerkern und am Ende, auf Wunsch seiner Frau, enthaupten.
Konfrontiert mit den Zeichen und Wundern Jesu, aber auch mit den Prophetien, die IHN eindeutig als Messias ausweisen, lehnen die Führer des jüdischen Volkes Jesus dennoch ab. Indem sie Jesus in aller Öffentlichkeit einen Dämon unterstellen, verliert das Volk seinen Heilanspruch. Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist geschehen. Jesus kündigt seinen Jüngern den Untergang des Tempels an und schildert in seiner "Endzeitrede" das Ende der ganzen Welt.
Jesus bekräftigt seine Messianität und greift die Pharisäer und Schriftgelehrten als Heuchler immer mehr an.
Obwohl sie ihn umbringen wollen, bleibt er unantastbar, seine Stunde ist noch nicht gekommen.
32 Vor dem Osterfest bereitet das Volk Jesu einen triumphalen Empfang in Jerusalem. Es ist Palmsonntag, der 10. im Monat Nissan und der 173880ste Tag nach dem Erlass des persischen Königs, Jerusalem wieder aufzubauen. (Daniel 9/25 spricht von den 7 und 62 Jahrwochen, bis der König in Jerusalem einreiten wird.) Jesus wird als der versprochene Erlöser gefeiert, um ihn, nur wenige Tage später, als Übeltäter zu verurteilen. Denn die Anführer, die Pharisäer und Schriftgelehrten, treiben das Volk dazu, sich gegen Jesus zu entscheiden.
Jesus bereitet seine Jünger auf seinen Opfertod vor, wird von einem seiner Jünger verraten und lässt sich schließlich verhaften und in einem Unrechtsprozess verurteilen.
Jesus wird von den Römern am Kreuz hingerichtet und erfüllt somit die Schrift mit den Vorhersagen der jüdischen Propheten.
Am dritten Tag steht Jesu, wie angekündigt, von den Toten auf und begegnet seinen Jüngern und zahlreichen anderen Augenzeugen.
Es ist ihm nun alle Macht, -als Mensch und Gott- im Himmel und auf Erden, von Gott dem Vater, gegeben. In den folgenden vierzig Tagen bereitet Jesus als Auferstandener seine Jünger weiter auf ihren Dienst vor und hinterlässt das Evangelium, die frohe Botschaft von der Erlösung aller Menschen. Sünde, Hölle und Tod sind besiegt und Satan, der Feind der Menschheit, ist zu Boden geworfen. Es wird ihm nicht mehr viel Zeit bleiben, bis er endgültig gerichtet würde. (Am Ende der Endzeit)
Bei seiner Himmelfahrt in Betanien kündigt Jesu den Jüngern das Kommen des Heiligen Geistes (den Vermittler) an, der die Gemeinde in alle Wahrheit leiten soll. Und ER erteilt seinen Jüngern den "Missionsbefehl", das Evangelium allen Völkern zu bringen.
Nachdem Jesus in den Himmel aufgehoben wurde, erschien ein Engel, der die Wiederkehr Jesu genau an diesen Ort, den Ölberg, prophezeite. Hier wird der Tag des HERRN angekündigt, die letzten sieben Jahre. Jene Epoche der Geschichte, in der der letzte Weltkrieg stattfinden wird. Erde und Himmel erleben große Katastrophen, die als Gerichte Gottes in der Offenbarung beschrieben sind. Bei Seiner Ankunft wird der Sohn Gottes, Jesus Christus dann die Kriege beenden und sein 1000-jähriges Friedensreich errichten.
Vorschau
Wie in Römer 11 beschrieben, werden die Juden bis zum Beginn der Drangsalszeit, den letzten 7 Jahren, von Gott verblendet werden. Das Evangelium und auch ihre eigene Bibel bleiben für die allermeisten von Ihnen unverständlich. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts bekehren sich dennoch immer mehr sogenannte Messianische Juden zu Jesus; in Israel geduldet, aber von orthodoxen Juden teils bedroht und verfolgt. Die Jesus-gläubigen Juden stellen eine Art Erstlingsfrucht dar, Vorboten einer späteren Bekehrung ganz Israels zu Jesus. Erst am Ende der Großen Drangsal, wenn Jesu in Macht und Herrlichkeit in Jerusalem und auf der ganzen Welt erscheinen wird, bekehrt sich dann der Überrest Israels zu Jesus.
Foto: Birmingham Museum