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15. Oktober - In deine Hände befehle ich meinen Geist.

  • 15. Okt. 2021
  • 1 Min. Lesezeit

Wenn uns Gott das Leben im Tode sehen ließe oder würde unserer Seele zeigen, wo sie hingehen sollte, wäre es nur ein Sprung über einen flachen Strom, da man auf beiden Seiten einen festen Grund und Ufer sieht und fühlt. Zeigte er ihr Ort und Raum, Weg und Weise wo sie sicher auftreten und bleiben sollte, so wäre der Tod nicht bitter. Aber nun zeigt er uns davon nichts und wir müssen vom vertrauten Grund und Ufer dieses Lebens hinüber springen in den Abgrund. Dorthin wo kein Fühlen noch Sehen noch Stehen noch Stöhnen ist, sondern wir können nur auf Gottes Beistand und Rettung vertrauen. So wie Jona aus dem Schiff ins Meer geworfen wird, wo er keinen Grund fühlt und von allen Menschen verlassen, dahin treibt. (Das heisst, Gott verheimlicht uns das Wissen über den Abgrund, in den es im Tode gilt hineinzuspringen.) Wenn ich dem Teufel auch schon im Rachen stecke, kann ich Gottes Wort ergreifen, komme wieder frei und muss dort bleiben, wo das Wort bleibt.


Foto: Oskar Keys

 
 
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