top of page

15. September - Der Herr warf unser aller Sünde auf ihn.


ree

Diese Worte sind mit großem Engagement gesetzt. Auf dass unser Gewissen geschützt, sicherer und unverzagter sei und nicht besorgt und ängstlich durch den Gedanken an irgend eine Sünde ist. Dies ist der wohlgefällige Wille Gottes im Himmel, dass dir dein erschrockenes Gewissen weder Grauen noch Leid verursachen soll. Als ob Gott (der Vater) es anders mit dir meinen könnte und anders beabsichtigen würde als unser Herr Christus. Als könnte er dich wegen der Sünde töten, die Christus auf sich geladen und weggenommen hat. Nein, liebes Gewissen, du sollst es glauben, der Herr und Vater im Himmel, dein Gott hat dasselbe gnädige Herz und freundliche Absichten dir gegenüber, wie der Sohn Gottes es hat. Nämlich, dass dich Christus erlösen und von allen Sünden frei machen soll. Welcher Gott wäre das, der dich wegen deiner Sünde verklagen könnte, als Gott im Himmel selbst; der dein Herr ist und vor dem du dich so sehr fürchtest. Der aber deine Sünde nicht auf dir sitzen lässt, sondern auf Christum legt gegen alle Rechte und Gesetze von Mose und den anderen. Demnach droht Mose dem Sünder, dass jeder wegen seiner Sünde und Übeltat sterben müsse. Genauso wie vor den weltlichen Gerichten deine Vergehen dich belasten. Wenn wir aber vor Gott gerecht werden sollen, dann gehören unsere Sünden nicht mehr uns, sondern Christi.


Foto: Kat J.


 
 
bottom of page