18. Dezember - ...dass man ihn nennen wird, Herr, der unsere Gerechtigkeit ist.
- Axel Nickolaus

- 18. Dez. 2022
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Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der HERR ist unsere Gerechtigkeit«.

Weil der Mensch von Natur aus im Zweifel ist womit er Gott gefallen kann, fehlt ihm das rechte *Herz zu Gott. Er bleibt schüchtern und flieht, kann sich nicht zu Gott umwenden und ihn anrufen und muss zuletzt in Gotteshass und Verzweiflung fallen. Denn wenn es zur richtigen Auseinandersetzung kommt und der Mensch vor Gericht steht, dann fühlt und sieht er, dass er mit Leben und Werken vor Gottes Zorn nicht bestehen kann sondern muss mit alledem in den Abgrund sinken. Wollen wir nun in solchen Nöten bestehen und unsere Verzweiflung überwinden, dann brauchen wir einen anderen Grund als unsere eigene Gerechtigkeit oder die Gerechtigkeit der Gesetze, die kein Mensch völlig erfüllen kann. Nämlich diese ewige Gerechtigkeit Christi, die an der rechten Seite des Vaters steht. Dort wo der Teufel sie nicht umstoßen und Gottes Gericht dich nicht anklagen kann. Mich kann der Teufel umstoßen, wenn er will, mit all meinem Leben und Werken wenn er mir Gottes Zorn und Gericht vor Augen führt. Er kann alles hinweg blasen, wie der Wind eine Feder. Aber wenn ich ihn von meinen Werken weg weise, zur rechten Hand des Vaters, da mein Herr Christus sitzt, der mir seine Gerechtigkeit schenkt, den wird er wohl unangefochten lassen müssen.
*Herz steht für das innerste Wesen des Menschen, wo Verstand, Wille, Gefühl und Geist zusammentreffen.Foto:Afif Kusma