19. August - Jesus sagt: Liebet eure Feinde...
- 19. Aug. 2023
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Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen,...

Hier müssen normale Christen und Personen, die ein Amt innehaben, unterschieden werden. Obwohl jeder für sich für Übeltäter und seine Verfolger beten soll, so muss es das Recht auf Strafe von Amts wegen auch geben. Es wäre nicht richtig, wenn man gerechte Strafe aus Barmherzigkeit aufheben würde. Denn das würde bedeuten, das Böse zu unterstützen, zu stärken und ihm Raum verschaffen. Als wenn ich zu unseren Feinden, die das Evangelium und die armen Gläubigen angreifen und mit Füßen treten, sagen würde: Liebe Leute! Gott belohne euch dafür, ihr seid fromme und heilige Mitmenschen u.s.w., oder wenn ich schweigen würde und sie anbeten oder die Füße küssen. Nein, lieber Bruder, so geht das nicht, deshalb heißt es: Ich bin ein Prediger, der soll Zähne im Maul haben, *beißen und salzen, und ihnen die Wahrheit sagen. Und wenn sie nicht hören wollen, die Leute öffentlich zurechtweisen, aus der Gemeinde aussperren, dem höllischen Feuer überlassen und *dem Teufel im Namen Gottes übergeben.
*beißen und salzen: Mit scharfen Worten Fehlverhalten öffentlich bloßstellen. Persönlich angreifen, wie mit Salz auf eine kranke Stelle einwirken, um einen Heilungsprozess in Gang zu setzen.
*dem Teufel übergeben: Der Apostel Paulus schreibt, Gemeindemitglieder dem Satan zu übergeben, damit sie aus dem Verkehr gezogen sind und keinen Schaden mehr unter den Gläubigen anrichten können. Aber auch, damit sie durch Strafe "gereinigt" und ihre Seelen gerettet werden. (Läuterung, nicht zu verwechseln mit den körperlichen Strafen der Inquisition. Paulus geht es nur um eine geistige Umkehr.Foto: Ryan Franco