19. November - Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?
- Axel Nickolaus

- 19. Nov. 2022
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Als Petrus, der durch Christi Kraft auf dem Meere ging, einen starken Wind sah, wurde er im Glauben schwach und verlor das Wort Christi, der gesagt hatte: Komm her! In dessen Kraft war er zwar aus dem Schiff ins Meer gesprungen aber er blieb nicht in dieser Kraft. Denn der Wind, den er sah, setzte ihm so heftig zu, dass er dadurch das gehörte Wort Kamm her! aus dem Sinn verlor. So dachte er nicht mehr an das Wort sondern an den Wind, den er sah. So fügt das Auge alle Zeit dem Gehör Schaden zu. Die sichtbaren Sachen heben das Wort und Dinge, die wir erkannt haben, auf. Solange Petrus das Wort Komm her! hörte und nicht sah wie ihn das Meer trug auf dem er ging, war er glücklich. Aber als er anfing den Wind zu sehen, da verlor er das Gehörte des Wortes Komm her und begann zu sinken. So geht es, kommt Christus in das Schiff, so wird es nicht lange still bleiben, es wird ein Unwetter kommen. Wenn du ein Christ sein willst, so stelle dich auf dieses Gewitter und diesen Unfrieden ein. Das geht nicht anders, wer in Christo gottselig leben will, sagt Paulus, der muss sich auf Anfeindung einstellen. Und je gewaltiger das Wort auftritt, desto zorniger und wütender wird darüber der Teufel samt seiner Bande.
Foto: Joshua Earle