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2. August - Christus ist die Versöhnung für unsere Sünden...

Und er selbst ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.


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Ich weiß sehr gut welchen Grund ich habe, wenn ich so ausdrücklich darauf hinweise, dass man Christum richtig und klar kennenlernen muss. Denn Christus ist keiner, der von unserem Eigentum etwas fordert, sondern er ist vielmehr ein Friedensstifter, der alle Sünder dieser Welt mit Gott versöhnt. Darum, wenn du ein Sünder bist, wie wir in Wahrheit alle sind, so stelle dir *bei Leib und Leben nicht vor, wie er auf dem *Regenbogen sitzt und Richter spielt. In diesem Fall wirst du erschrecken und verzweifeln müssen; sondern verstehe ihn in seinem rechten (menschlichen) Bild, dass du ihn als den Sohn Gottes und der Jungfrau Maria anschaust. In dieser Person ängstigt er niemand, er quält und straft nicht und fordert keine Rechenschaft über unser Leben, das wir so böse zugebracht haben. Sondern er ist eine Person, die die Sünde der ganzen Welt hinweggenommen hat, in dem er sie *durch sich selbst gekreuzigt und vernichtet hat.

*bei Leib und Leben: Redewendung aus dem 16. Jahrhundert, wenn man die körperliche Unversehrtheit und das Leben riskiert.

*Regenbogen: Anspielung auf die Zusage Gottes, die Menschheit nicht mehr ausrotten zu wollen, wie bei der Sintflut. Der Regenbogen ist das Zeichen dieses Bundes zwischen Gott und Mensch.

*durch sich selbst gekreuzigt: Jesus ging freiwillig ans Kreuz um den Opfertod zu sterben.

Foto: Thomas Schütze

 
 
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