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20. Mai - Wer eine Frau ansieht...

Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.

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Wenn es nicht mehr Gebote gäbe, als die sexuelle Reinheit, so hätten wir allein daran genug zu schaffen. So ein gefährliches und wütendes Laster ist die *Unkeuschheit, die in allen Gliedern tobt. Im Herzen und in Gedanken, in den Ohren und im Gehör, im Mund mit Worten, in den Händen und Füßen, im Verhalten des ganzen Körpers. Es haben alle Heiligen darüber geweint. Wenn aber die sexuelle Enthaltsamkeit bestehen soll, dann führt es zu vielen anderen guten Werken. Zum Fasten und Maßhalten gegen Fress- und Drogensucht, zu geregelten Wach- und Schlafzeiten, gegen Faulheit und Herumhängen. So regt es zu Arbeit und Elan gegen Nutzlosigkeit an. Denn Fressen, Saufen, viel Schlafen, Nichtstun und Faulenzen sind Waffen der Maßlosigkeit. Dagegen ist die stärkste Wehr das Gebet und das Wort Gottes. Wenn die böse Lust sich regt, dann flieht der Mensch zum Gebet, um Gottes Gnade und Hilfe anzurufen, ebenso das Evangelium betrachtet und Christi Leiden anschaut.

Also sagt der 137. Psalm: Glücklich ist der, der die Jungen (Triebe) von Babylon ergreift und zerschmeißt sie am Felsen, während sie noch jung und im Anfang sind. Damit zu Christo, dem Felsen läuft, an dem sie zerrieben werden und vergehen.



* Keuschheit: Auf ein Ziel hin leben.

Foto: Taylor

 
 
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