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20. November - Die göttliche Torheit ist weiser als die Menschen sind.

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Wenn Gott etwas befiehlt, sagt oder tut, so sollst du deinen Mund zuhalten und auf deine Knie fallen, weiter nichts sagen oder fragen sondern tun, was er von dir verlangt; ja du sollst es dir gefallen lassen, was er sagt oder tut. Denn Gott will von uns nicht belehrt werden, die wir von Natur Kinder des Zorns, Sünder und Lügner sind. Deshalb ist sein Rat, Wort und Werk viel zu hoch für uns, dass wir es verstehen könnten. Obendrein sind wir so blinde, hochmütige Narren, die sich nicht nur einbilden es zu verstehen sondern auch noch besser machen wollen. Weil wir von (menschlicher) Natur solch ein Unrat sind, sollten wir unsere Weisheit bei Seite legen und in Gottes Geboten leben und nach seinen Gedanken fragen: Wenn es mir unvernünftig erscheint, so hat es in Wahrheit keine andere Ursache, als dass ich unvernünftig und ein großer Narr bin. Der die göttliche Weisheit weder fassen noch verstehen kann, denn mein Unverstand und Blindheit hindern mich.


Foto: Krakenimages

 
 
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