22. September - Siehe, ich will an die (falschen) Propheten die ihr eigenes Wort führen...
- Axel Nickolaus

- 22. Sept. 2022
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Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die ihr eigenes Wort führen und sprechen: »Er hat's gesagt.« 32 Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die falsche Träume erzählen und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losem Geschwätz, obgleich ich sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe und sie auch diesem Volk nichts nütze sind, spricht der HERR.

Wer kann überhaupt predigen, wenn er nicht ein Gesandter ist? Wer aber ist ein Gesandter, der nicht das Wort Gottes bringt? Wer aber kann Gottes Wort bringen als der, der Gott gehört hat? Sollte man aber auch jemand einen Gesandten nennen, der nichts anderes als seine Träume, menschlichen Wertvorstellungen und seine philosophische Theorie dem Volk vorträgt? Ja, ein Dieb ist er, ein Mörder, ein Verderber und Würger der Seelen, der nicht gesandt ist, sondern kommt im eigenen Interesse. Das spüren die besorgten und empfindsamen Gewissen sehr wohl. Denn so oft Gottes Wort gepredigt wird macht es fröhliche, weite, ruhige Gewissen; denn es ist ein Wort der Gnade und Vergebung, obendrein ein gutes und süßes Wort. Wenn man aber Menschenworte predigt, macht das nur ein trauriges, ängstliches und unruhiges Gewissen. Denn es ist ein Wort des *Gesetzes, der Strafe und der Sünde, das anprangert was der Mensch nicht getan hat und doch tun sollte.
*Gesetzes: Die Gebote, die Mose von Gott empfangen hat und die kein Mensch ganz erfüllen kann. Es braucht Gottes Gnade.
Foto: Matthew Ball