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23 Januar - Wir aber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen...

  • 23. Jan. 2023
  • 1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Jan. 2023

Wir aber, die wir stark sind, sollen die Schwächen derer tragen, die nicht stark sind, und nicht Gefallen an uns selber haben


Nur ungern will man die Schwächen des anderen akzeptieren, sondern ein jeder verlangt vom anderen, dass er perfekt funktioniert. Da denken und reden sie dann übereinander, geben gute Ratschläge, nur damit man seine Ruhe hat und sich nicht weiter mit dem Schwachen abgeben muss. Wer kann, der ignoriert und hält sich's vom Leib. Stellt sich dann als Gutmensch dar und spricht, es ginge ihm um den sozialen Frieden, der in Gefahr ist, wenn man sich mit bösen Leuten abgibt. Vielmehr sollte man sich nur mit guten, gottesfürchtigen Menschen einlassen, wie man selbst. Diese selbstgerechte Einstellung regiert am meisten in denen, die glauben, anderen etwas vorauszuhaben. Obendrein, wenn man selbst ein anständiges Leben führt und dadurch Erfolg hat. Sie blasen sich auf und brüsten sich; was nicht so denkt wie sie, das muss verschwinden, das wird verurteilt, das verachten sie. Sie selbst aber sind das unschuldige Kätzlein im Hause.



Foto: Ehimetalor Akhere Unuabona

 
 
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