24. Februar - Ich danke dir, dass du mich *demütigst und hilfst mir.
- 24. Feb. 2023
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Das ist ein fröhlicher Vers, der mit Lust singt: Bist du nicht ein merkwürdiger, liebevoller Gott, der du uns so eigenartig und freundlich regierst? Du erhörst uns, wenn du uns erniedrigst. Du machst uns gerecht, wenn du uns bewusst machst, Sünder zu sein. Du führst uns in den Himmel, wenn du uns die Hölle spüren lässt. Du gibst uns den Sieg, wenn du uns scheitern lässt. Du machst uns lebendig, wenn du uns töten lässt. Du tröstest uns, wenn du uns trauern lässt. Du machst, dass wir singen, wenn du uns weinen lässt. Du machst uns stark, wenn wir leiden. Du machst uns weise, wenn du uns zu *Narren machst. Du machst uns reich, wenn du uns Armut sendest. Du machst uns zu Herren, wenn du uns dienen lässt, und dergleichen unzählige Wunder mehr. Die in diesem Vers enthalten sind und von der Christenheit gelobt werden.
*demütigst: Im Urtext heiß es hier "dass du mich erhört hast und hast mir geholfen" Luther deutet den Vers hier ganz offensichtlich um, damit das Folgende deutlicher wird.
* Narren: Ungebildete, die nicht ernst zu nehmen sind und die sich (scheinbar) unvernünftig oder komisch verhalten. Im Mittelalter war es aber auch der Narr, der ungestraft dem Herrscher die Wahrheit sagen durfte, weil er ja ein Narr war und nicht ernst genommen werden musste.
Foto: Dave Moreno