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26. März - Enthaltet euch den fleischlischen Lüsten, welche wider die Seele streiten.

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Wenn der Mensch durch den Glauben sofort gerecht geworden ist, so ist er doch nicht ganz frei von bösen Trieben. Darum hat der *Geist täglich zu tun, damit er das *Fleisch zähmt und bremst, muss sich ständig damit rumschlagen und aufpassen, dass er den Glauben nicht abstößt. Darum betrügen diejenigen sich selbst, die meinen, sie haben den Glauben, womit es genügend sei und keine Gefahr, wenn sie dennoch sich des *Fleisches Lüste hingeben. Wo der Glaube fest verankert ist, da muss er den Leib angehen und am Zügel halten, damit er nicht tut, wozu es ihm gerade gelüstet. Doch darf man den Leib auch nicht schwächen und verderben. Gut ist es, wenn man fastet, aber richtig. So, dass man dem Körper nicht mehr Futter gibt, als er wirklich braucht, um die Gesundheit zu erhalten. So lässt man ihn arbeiten und wachsen. Aber nicht, damit der alte Esel übermütig wird und zum Tanzen aufs Eis geht, um sich ein Bein zu brechen. Sondern schön an der Leine bleibt und dem Geist folgt.

*Geist: Die Verbindung des Menschen zum Geist Gottes, der ihm Erkenntnis schenkt und ihn leiten will.

*Fleisch: Die körperlichen Begierden, die den Geboten Gottes widerstreben. (Unzucht, Völlerei, Trunksucht, Medienkonsum, Habgier...)

Foto: Sharon McCutcheon

 
 
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