28. Januar - Ich aber will in dein Haus gehen....
- 28. Jan. 2023
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Ich aber darf in dein Haus gehen durch deine große Güte und anbeten vor deinem heiligen Tempel in deiner Furcht.

Zwei Dinge muss man in diesem Leben einüben, die Furcht und die Hoffnung. Das sind zwei Wasserquellen, die oben und unten fließen, wie in Richter 1/15 geschrieben steht. Die Furcht kommt aus der Drohung Gottes. Aus der Ahnung seines furchtbaren Gerichts, vor dem niemand rein, niemand frei von Sünden, niemand ohne Verdammnis ist. Die Hoffnung geht aus der Verheißung und der freundlichen Barmherzigkeit Gottes hervor, veranschaulicht beispielsweise in Psalm 25/6: Gedenke Herr an dein Erbarmen und deine Barmherzigkeit, die von Anbeginn der Welt da gewesen sind. Vor diesem Angesicht Gottes kann aber niemand unrein, ungerecht und ohne Seelenheil sein. Zwischen diesen beiden Gegensätzen muss man alle Zeit bleiben und niemals zur einen oder zur anderen Seite abweichen. Gleichsam wie zwischen einem oberen und unteren Mahlstein.
Foto: Gabriel Encev