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3. Oktober - Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht,...

Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.

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Es fliegen die Vöglein über uns zur Ehre Gottes, dass wir uns verneigen und sagen: Mein lieber, kleiner Herr Doktor, ich muss bekennen, dass ich die Kunst nicht kann, die du kannst. Du schläfst die Nacht über in deinem Nestlein ohne alle Sorge. Am Morgen fliegst du wieder los bist fröhlich und guter Dinge, setzt dich auf einen Baum und singst. Lobest und dankest Gott; danach suchst du dein Körnlein und findest es. Pfui, was habe ich alter Narr gelernt, dass ich's nicht auch so mache, der ich doch so viel Anlässe dazu habe? Daher: Das Vöglein lässt das Vorsorgen sein und verhält sich in diesem Fall wie ein lebendiger Heiliger. Denn es hat weder Äcker noch Scheunen, weder Schrank noch Keller, es singt, lobt Gott, ist fröhlich und guter Dinge.

 
 
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