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3. September - Herr hilf uns, wir verderben.

  • 3. Sept. 2022
  • 1 Min. Lesezeit

In dieser äußersten Not schimmert noch ein Fünklein des Glaubens hervor, der sich selbst nicht wahr nimmt, weil er spricht: Wir verderben. Denn wenn er sich selbst fühlen würde, so spräche er nicht: Wir verderben. Aber so fühlt er allein das Verderben und weiss nicht, dass er (der Glaube) noch lebt und brennt. Denn wenn er nicht leben noch brennen würde, so hätte er nicht einmal eine Empfindung. Aber schau, Christus verwirft nicht diesen Funken, sondern macht ihn so groß, dass eine Feuersbrunst daraus wird, wodurch Wind und Meer gestillt werden. So macht er es mit uns allen, wenn wir in Angst und Schrecken sind. Wenn wir nur seufzen, ächzen und wenigsten mit einer einzigen Regung des Herzen sagen: Herr Jesu Christe, hilf oder es ist um meine Seligkeit geschehen! Alsbald wird man eine Linderung spüren. Denn durch solche Seufzer wurde Christus bewogen, die Winde und das Meer zu bedrohen. Und also entsteht eine große Stille, es folgt Freude und Friede und danach Lob und Danksagung.


Foto: Matt Hardy



 
 
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