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30. Juli - Wer von Gott ist, der höhrt Gottes Wort;...

Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid.

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Dieses Wort redet Jesus so schlicht und einfach, dass niemand meint, sie enthielten so große Bedeutung. Aber wenn man sie recht anschaut und ihnen nachsinnt, was demnach von Gott ist und nicht von Gott ist, der wird zugeben müssen, dass es um eine große und bedeutungsvolle Sache geht, von dem Christus hier redet. Denn gewiss und wahr ist, man kann über einen Menschen nicht härter urteilen noch ihn heftiger angreifen, als wenn man sagt, er sei nicht von Gott. Wenn mich jemand einen Dummkopf oder Bösewicht nennt oder mich gar umbringen will, das ist nichts gegen dieses grauenvolle Elend, welches der Herr hier mit knappen Worten zusammen fasst. Wenn er zu den Juden spricht: Ihr seid nicht von Gott. Darum hängt an diesem Vers alles, damit wir Gottes Wort gerne hören und beharrlich daran festhalten. Denkt nur liebe Kinder, welchen Vorteil ihr davon habt. Wenn ihr wisst, ihr seid von Gott und habt den Teufel und die Hölle *überwunden und es soll euch weder die Sünde noch Gottes Gericht etwas anhaben können. Was euch außer dem an Müll noch begegnet, dem sollt ihr entfliehen können, wenn die *Welt durch die geringsten Ereignisse schon gestresst und verängstigt wird. Die Christen müssen zwar viel leiden, weil der Teufel und die Welt ihre erbitterten Feinde sind, deshalb auch Gesundheit, Leben, Besitz und Ansehen riskieren und aufs Spiel setzen. Wie können sie aber solch alles in Kauf nehmen und geduldig bleiben? Durch nichts anderes, als dass sie am Wort Gottes festhalten und sagen: Lass es kommen wie es kommt, ich bin nicht von dieser Welt, sondern von Gott,- onst würde die Welt anders mit mir umgehen. Es ist mir aber viel lieber, sie hasst mich und mutet mir einiges Leid zu, als dass sie mich lieb hätte und ich nicht von Gott wäre.


*überwunden: Z.B. Wenn man einer Versuchung nicht erliegt oder einem Angriff mit Geduld begegnet.

*Welt: Hier, die Menschen, die Gott nicht kennen oder den Glauben ablehnen oder verfolgen.

Foto: frank mckenna

 
 
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