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31. Oktober - So halten wir es nun, dass der Mensch gerecht werde, ohne des Gesetzes Werke

  • 31. Okt. 2022
  • 1 Min. Lesezeit

So halten wir es nun, dass der Mensch gerecht werde, ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben


So hoch der Himmel über der Erde ist, so weit soll auch das Gesetz von der *Rechtfertigung geschieden werden. Und bei der Rechtfertigung soll nichts gelehrt, geredet und gedacht werden als allein das Wort der Gnade, welches sich in Christo erweist. Das Gesetz dient und hilft gar nicht zur Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, auch nicht in kleinsten Teilen. Wenn es richtig verstanden wird, dann macht es verzagt und richtet Verzweiflung an; wird's aber nicht richtig verstanden, so macht es Heuchelei. Ebenso das Evangelium, wenn es nicht recht verstanden wird, so erzeugt es selbstherrliche, rohe Menschen; wenn es recht verstanden und geglaubt wird, so macht es fromme, gottselige Leute. Die christliche Gerechtigkeit, ist unser einzige Schutz, nicht nur gegen alle Gewalt und List der Menschen, sondern auch gegen die *Pforten der Hölle. Durch sie werden wir gerecht und selig durch den Glauben an Christum, ohne alles Hinzufügen irgendwelcher Werke. (Römer 4/5: Dem aber, der nicht mit Werken umgeht (oder durch die Werke selig werden will), glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht. Dem wird sein Glaube (das ist, die durch den Glauben ergriffene Unschuld und Gerechtigkeit Christi) angerechnet zur Gerechtigkeit.)

*Rechtfertigung: Vor Gott rein und gerecht dastehen durch das Blut Jesus Christi und die Vergebung, die er bewirkt hat.

*Pforten der Hölle: Die verschiedenen Versuchungen dieser Welt, die dem Menschen den Weg in die Unterwelt bereiten.

Foto: Ben White

 
 
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