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4. August - Wer glaubt, der flieht nicht.

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Der Glaube ist ganz anders als der freie Wille. Lieber, versuche es und setze deinen freien Willen ein, wenn Pest, Krieg und Armut kommen. Bei einer Seuche kannst du vor Furcht kaum etwas anfangen. Bei Inflation denkst du ständig daran, wo soll ich Essen hernehmen? Das sind die großen Taten, die unser freie Wille beschert. Aber dagegen ist der Glaube, die Frau Domina, die Regentin, die Herrscherin. Auch wenn der Glaube nur schwach und klein ist, so steht er dennoch und lässt sich nicht gleich zu Tode erschrecken. Er hat wohl große, gewaltige Probleme vor sich, wie man in der Schrift und an den Jüngern sieht. Wellen, Wind, Meer und allerlei Unglück treiben alle auf den Tod zu. Wer sollte in solcher Not und tödlicher Gefahr nicht erschrecken und erblassen? Aber der Glaube, wie schwach er auch ist, steht wie eine Mauer und legt sich mit dem Riesen Goliath an, wie der kleine David. Das bedeutet, gegen Sünde, Tod und alle Gefahren bestehen. Ausgesprochen tapfer kämpft er, wenn es ein starker, vollkommener Glaube ist; ein schwacher Glaube kämpft auch gut, aber nicht so mutig.


Foto: Rod Long

 
 
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