4. Kain erschlägt Abel
- 29. Nov. 2024
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Der erste Mord und was folgte.
Adam nannte seine Frau Eva (Männin) und zeugte mit ihr die ersten Kinder Kain und Abel. Nachdem Kain seinen Bruder aus Eifersucht erschlagen hatte, zeugten die Eltern ein weiteres Kind namens Set (Ersatz). In den folgenden Jahrhunderten, Adam wurde über 900 Jahre alt, entstanden weitere Kinder und Kindeskinder, die immer wieder untereinander heirateten. So entstanden bis zu Noahs Zeit etliche Völker und etwa eine Milliarde Menschen auf der Erde.
Adam und Eva gründen die erste Familie und müssen durch Feldarbeit und Jagd ihr Leben sichern. Allerdings verfügen sie vom Paradies her noch über Fähigkeiten, die heute kaum ein Mensch vorweisen könnte.
Die ersten beiden Söhne von Adam und Eva opfern Gott. Das Opfer von Abel wird von Gott angenommen, das von Kain nicht. Er missachtete, dass Gott nur blutige Opfer annahm. Ein Hinweis auf den späteren Opfertod Seines Sohnes Jesus am Kreuz.
Kain erschlägt seinen Bruder daraufhin aus Eifersucht und flieht aus der Gegenwart Gottes. Gott stellt den Mörder unter Schutz, keiner darf ihn umbringen. Kain wird Städtebauer und treibt die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung voran.
Von ihrem dritten Sohn, Set, (Ersatz) erwarten Adam und Eva nicht viel. Zu sehr sind sie bisher enttäuscht worden. Tatsächlich aber wird der Sohn von Set, Enosch (Mensch, in dem Sinne von der Nichtige, Schwache, Hinfällige, Sünder) zum Hoffnungsträger. Seine Sippe bleibt jedoch Gott treu und verkörpert den gläubigen Zweig der damaligen Menschheit. Zwar nicht begleitet von wirtschaftlichem Erfolg und kulturellem Wachstum, aber in Gottesfurcht und Erkenntnis. Auch im Christentum sind die wahren Gläubigen eher unscheinbar und führen ein stilles Leben.
Adam wird ca. 1000 Jahre alt und aus seinem und dem Samen seiner Kinder und Kindeskinder entstanden viele Völker. Wie schon angedeutet, stammt das Erbgut noch aus der Ewigkeit, dem Paradies und ist gesund und so gab es keine Probleme, wenn Nachfahren untereinander heirateten und Kinder bekamen.
Die Menschen merken, dass mit ihnen etwas nicht stimmt, denn immer wieder kommen Kinder auf die Welt, die offensichtlich das Böse in sich tragen. Aber auch im Erwachsenenzeitalter gibt es Menschen, die das Böse suchen und tun. Das Böse ist vererbbar. Die damaligen Völker gehen mit dieser Erkenntnis jedoch ganz unterschiedlich um. Die einen rufen Gott an in der Erwartung, dass ER sie durchs Leben führt, und die anderen konzentrieren sich auf weltliche Dinge und fallen vom Glauben an den Schöpfergott ab.
Foto:_ Miguele Bruna