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4. Oktober - Unser täglich Brot gib uns heute.

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Das heilige Wort Gottes hat viele Namen in der Schrift, um seiner unzähligen Werte und Werke willen. Es heißt ein geistliches Schwert, mit dem man dem Teufel und allen geistlichen Feinden entgegen tritt. Es heißt ein Licht, ein Morgenregen, ein Abendregen, ein himmlischer Tau, Gold Silber, Arznei, Kleider, Schmuck und dergleichen mehr. Also ist es auch ein Brot, weil die Seele davon gespeist, gestärkt, groß und stark wird. Daher soll man nicht allein das bloße Brot darunter verstehen. Denn wie die Schrift durch das leibliche Brot ihren Ausdruck erhält, allerlei köstliche Speisen, wie immer sie sind, ebenso ist sie geistliches Brot, die allerlei zahllose Speisen für die Seele enthält. Denn vielerlei Seelen gibt es auf Erden und jede hat nicht immer das selbe Bedürfnis und die gleiche Fähigkeit. Und doch gibt das Wort Gottes allen und füllt jeden Mangel überschwänglich aus. Wenn die Speisen aller Könige, die je gewesen sind und noch sein werden, auf einem Haufen wären, so könnten sie nicht mit dem geringsten Wort Gottes verglichen werden, auch nicht nur ein bisschen. Darum nennt es der Herr Christus im Evangelium eine königliche Gesellschaft (Matthäus 22/2 ff) und durch Jesaja ein köstlich, erlesen und prächtiges Mahl. (Jesaja 25/6) Das Brot, das Wort und die Speise ist niemand anderes als Jesus Christus unser Herr selbst. Wie er sagt: (Johannes 6/51) Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgestiegen ist, das es die Welt lebendig mache,...


 
 
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