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5. August - Gott steht in der Gemeinde Gottes und ist Richter unter den Göttern.


Anmerkung Luthers: Unter Göttern sind die Personen in Politik und Gesellschaft zu verstehen, die im Namen Gottes Recht und Gerechtigkeit auf Erden verwalten sollen.


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Ein Prediger, durch welchen Gott die Entscheidungsträger eines Landes zur Ordnung ruft, soll in der Gemeinde einen starken Rückhalt haben. Stehen soll er, das heißt, unabhängig und selbstbewusst sein, aufrichtig und unparteiisch gegen die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft auftreten. Und dies in aller Öffentlichkeit vor Gott und den Menschen. Jetzt aber gibt es viele Bischöfe und Prediger, die nicht stehen und Gott treu dienen, sondern liegen oder sonst ihren Unsinn mit dem Gemeindeamt treiben. Das sind die faulen und unnützen Pastoren, die den Parlamenten und Gerichten ihre Verirrungen nicht vor Augen führen. Etliche sehen es gar nicht als ihre Aufgabe an, sondern liegen und schnarchen in ihrem Amt und tun nichts, was zu ihrer Verantwortung (vor Gott) gehört. Außer, dass sie wie Schweine den Raum füllen, wo sonst gute Prediger stehen sollten. Einige heucheln, schmeicheln und bestätigen die schlechten Götter in ihrer Willkür. Andere fürchten auch um ihr Ansehen oder haben gar Angst um Existenz und Einkommen. Diese alle stehen nicht und sind Christo nicht treu.


Foto: David Bayliss


 
 
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