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5. Oktober - Ich rief in meiner Angst zu dem Herrn, und er antwortete mir.

  • 5. Okt. 2022
  • 1 Min. Lesezeit

Zum Herrn, zum Herrn, und sonst nirgends hin. Eben zu dem, der zürnt und straft und zu keinem anderen! Es muss aber ein solches Schreien sein, dem Gott antwortet.

Das ist nichts anderes, als mit rechtem Glauben des Herzens rufen. Welches sich in der Not so aufrichtet und zu dem zornigen Gott läuft und unter dem Zorn Gnade sucht. Unter dem Beistand des Geistes lässt es Gott strafen und darf sich dennoch zugleich an seiner Güte trösten. Da merke du, welch ein entschlossenes Profil das Herz haben muss, das von lauter Zorn und Strafe umgeben ist und doch keine Strafe noch Zorn fühlt, sondern Gnade und Güte sieht und fühlt. Das heisst, es will nicht sehen und fühlen, wenn gleich es auf's höchste sieht und fühlt. Will aber nur die Gande sehen und fühlen, wenn sie auch auf's tiefste verborgen ist. Siehe, eine solch großes Ding ist es, zu Gott zu kommen, dass man durch seinen Zorn, durch Strafe und Ungnade zu ihm durchbrechen muss. Wie durch lauter Dornen, ja lauter Spieße und Schwerter.


Foto: Road Trip with Raj

 
 
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