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6. Dezember - Saget der *Tochter Zion, dein König kommt zu dir.

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Eile und zögere nicht! Er kommt nicht wie zu Adam, Kain, zur Sintflut, zu Babylon, zu Sodom und Gomorrah. Auch nicht wie er kam zum Volk Israel auf dem Berg Sinai; er kommt nicht im Zorn, will nicht mit dir abrechnen und deine Schulden einfordern. Er hat allen Zorn abgelegt; strahlende Sanftmut und Güte ist da. Er will sich mit dir auf den Weg machen, damit dein Herz Lust, Liebe und Zuversicht für ihn haben soll. Damit du dich immer mehr und mehr an ihn hältst und bei ihm Zuflucht suchst, in dem Maß, wie du dich zuvor vor ihm gefürchtet hast und geflohen bist. Es reicht nicht aus, dass uns Christus erlöst von der Tyrannei und Herrschaft der Sünde, des Todes und der Hölle und unser König wird. Vielmehr gibt er sich uns selbst hin, damit alles unser ist was er ist und hat, wie St. Paulus in Römer 8/32 sagt: Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschon, sondern für uns alles gegeben, wie sollte er nicht alle Dinge uns mit ihm gegeben haben? Also hätte die Gemeinde von Christum zweierlei Güter. Das erste ist der Glaube und der Geist im Herzen, davon sie rein und frei wird von Sünden. Das andere ist Christus selbst, damit sie auf die Gaben von Christo stolz sein kann. Als hätte sie sich alles zu eigen gemacht was Christus selbst ist und hat. Dass sie sich auf Christus als ihr Erbgut verlassen mag, wovon St. Paulus in Römer 8/34 sagt: Christus ist unser Mittler vor Gott. Ist er unser *Mittler, so nimmt er sich unser an, und wiederum nehmen wir uns seiner an, als des unseren.



* Tochter Zion: Das Volk der Juden.

*Mittler: (Paraklet) Der zwischen Gott und dem Menschen vermittelt, ein Fürsprecher.


Foto: Marcos Paulo Prado


 
 
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