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6. November - Du sollst nicht begehren...

  • 6. Nov. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.



In diesen zwei Geboten wird selbst die Verlockung die unüberwindliche Begierde, die in unserer Natur steckt, verurteilt. Damit ist die Wurzel des bösen Gedankens, im eigensinnigen Herzen, durch das sechste und siebte Gebot verboten. Die ersten Regungen angesichts verführerischer Angebote, schmeichelhafter Worte und sexueller Handlungen werden als Zündstoff und Ursprung verdammt. Denn wir müssen rein werden, ehe wir ins Himmelreich kommen. Damit auch keine böse Regung oder die Wurzel, die zum Bösen neigt, in uns ist. Sondern eine vollkommene Gesundheit des Leibes und der Seele, damit wir von allen Lastern frei sind. Was aber trotzdem in diesem Leben nicht geschieht und auch nicht in unserer Gewalt ist. Denn wer mag sich rühmen, dass er ein reines Herz habe? Wer mag das grimmige Feuer der Lust auslöschen, das so tief in unseren Gliedern steckt? Wie auch der heilige Paulus (Römer 7) über das *Gesetz der Glieder und das Gesetz der Sünden klagt. Wir zähmen unsere Ohren, Augen und alle Sinne von innen und von außen, damit die Sünde in uns nicht herrsche, aber die böse Lust kann keiner dämpfen. Darum sind es diese zwei Gebote, die von keinem Menschen, wie heilig er auch sein mag, einigermaßen erfüllt werden können. Die Frommen erfüllen alle anderen Gebote, denn sie dämpfen die bösen Werke, Worte und den Eigensinn. Aber hier in diesen zwei Geboten bleiben sie arme und verdammte Sünder. Da ihnen die böse Lust des Fleisches und der Reiz an anderen Dingen eingepflanzt ist erfüllen sie nichts von diesen Geboten. Also sündigen sie alle, und mangeln des Ruhm’s Gottes. (Römer 3/23)


*Gesetz der Glieder..der Sünden: Die bei der Geburt von Adam ererbte Sünde. 


Foto: Deinis Graveris

 
 
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