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7. Hiob


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Leiden zur Ehre Gottes

Wenige Generationen nach der Sintflut gab es immer noch Spuren einer Eiszeit. Die Gläubigen dieser Zeit hatten noch keine Propheten und bezogen ihr Wissen aus der Überlieferung von Noah. Hiob bewohnte einen Landstrich im Lande Uz, südwestlich von Damaskus und war wohl der vermögendste Mann der damaligen Welt. Seine Besitztümer waren unermesslich. Hiob war wohltätig, ein gottesfürchtiger und vollkommener Knecht, wie ihn Gott selbst nannte. Und so gefiel es Gott, Hiob auf die Probe stellen zu lassen, weil der Teufel an der Treue des Menschen Hiob zweifelte. Daraus entwickelte sich eines der bedeutendsten Glaubensbeweise der Geschichte. Der Teufel prognostizierte, dass Hiob nur so lange an Gott festhalten würde, wie es ihm gut ginge. Sobald sich der Segen über ihn aber in Unglück verwandelte, würde der gottesfürchtige Mann untreu werden. Auch heute halten viele nur am Glauben fest, solange es ihnen gut geht und die Kirche so funktioniert, wie man es erwartet. Aber Gottes Art ist es, den Menschen immer wieder auf die Probe zu stellen, will sehen, welchen Stellenwert der Glaube wirklich im Leben eines Christen einnimmt. So wie es auch im Vaterunser heißt und führe uns nicht in Versuchung, geht es um einen "Test", ob man in Not und Drangsal am Glauben festhält und auf IHN vertraut. Gott geht es dabei nicht um eine fromme Übung, um eine Art von tyrannischer Quälerei, um auch diese Fehleinschätzung noch zu erwähnen. Gemessen an dem, wovor Gott der Vater uns durch Seinen Sohn gerettet hat und dem, was im Himmel für die bereitet ist, die am Glauben bis zuletzt festen halten, handelt es sich auch bei Hiob um einen kurzzeitigen Schmerz. Vor der Ewigkeit kaum mehr als die Erinnerung an eine verbrannte Fingerspitze oder eine Beule am Kopf. Noah ist ein Beispiel dafür, wie jemand die Größe Gottes begriffen hat und darauf vertraut, dass alles zu einem guten Ende kommt, auch wenn das irdische Leben ihn an die Grenze des Erträglichen führt. Hier wird eine Leidensbereitschaft vorgeführt, die zu allen Zeiten ein leuchtendes Zeugnis für die Kraft des Glauben war und bis heute seine Nachahmer findet. Eine Gottergebenheit und Treue, die wiederum der Mensch aus sich selbst heraus kaum aufbringen kann, es ist Gottes Werk in uns.



  • Der Teufel, der nach seinem Sturz auf die Erde noch Zugang zum Himmel hatte, trat vor den Thron Gottes, um die Menschen wegen ihrer Sünden zu verklagen. Erst mit dem Opfertod von Golgatha durch Gottes Sohn Jesus Christus ist der Teufel endgültig "zu Boden geworfen" und kann die Brüder (die Gläubigen der Gemeinde, Männer und Frauen) nicht mehr vor Gott verklagen.

  • Gott macht ihn auf seinen treuen und vollkommenen Knecht Hiob aufmerksam.

  • Der Teufel meint, dass Hiob nur treu ist, weil ihn Gott mit so viel Reichtum segnet.

  • Gott ist herausgefordert und gibt dem Teufel Freiheit, Hiob zu plagen. Allein, Satan darf ihn nicht töten.

  • Durch eintretende Katastrophen verliert Hiob seinen Besitz und auch seine zehn Kinder kommen bei einer Geburtstagsfeier um. Alle wenden sich von Hiob ab. Aber er bleibt Gott treu, weil er bereit ist, nicht nur das Gute, sondern auch das Schlechte anzunehmen. Er vertraut darauf, dass Gott weiß was ER tut und warum.

  • Vier Freunde kommen, um Hiob zu trösten. Dieser Besuch läuft schief, weil drei der Freunde ihm schließlich sündiges Verhalten unterstellen, um die Strafen Gottes (wie sie meinen) zu erklären. Viele wahre Prophetien werden von den gläubigen Freunden ins Feld geführt, allerdings richten sie ihre Weisheit und Einsicht gegen den Falschen. Hiob braucht sich nichts vorzuwerfen.

  • Dies bringt Hiob dennoch an die Grenze seines Gottvertrauens, zumal auch seine Frau sich gegen ihn wendet und ihm nahelegt, sich umzubringen.

  • Schließlich ist es Elihu, der jüngste der Freunde, der die Dinge in der Diskussion zurechtrückt. Gott selbst steigt in die Diskussion ein und rehabilitiert Hiob vor seinen Freunden.

  • Gott führt Hiob Seine Größe und Allmacht vor Augen und stellt ihm Fragen, die niemand beantworten kann. Seine Schöpferkraft, die bis ins Innerste der Erde und über die Grenzen des Universums hinausgeht, wird vor den Augen Hiobs sichtbar. Das Buch Hiob enthält Erkenntnisse, die die Wissenschaft bis heute nur mühsam nachvollziehen kann, wie die Tatsache, dass das Universum sich ausdehnt. Hier bei Hiob ist die Rede davon.

  • Die drei Freunde hatten sich angemaßt, Gottes Verhalten aus ihrer eigenen Weisheit erforschen und erklären zu wollen und damit Gottes Zorn heraufbeschworen. Nachdem Hiob für die drei Freunde gebetet hatte, bleiben sie am Leben.

  • Und Gott schenkt Hiob völlige Wiederherstellung. Alle verlorenen Güter werden doppelt ersetzt und Hiobs Frau schenkt ihm wieder 10 Kinder. Nur zehn und nicht zwanzig? Ja, weil die ersten zehn ja noch da sind, im Himmel bei Gott.


Die Geschichte Hiobs gab den nachfolgenden Generationen bis heute ein Zeugnis für die Souveränität, Gerechtigkeit und Güte Gottes.


 
 
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