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8. Abraham

  • 27. Dez. 2024
  • 4 Min. Lesezeit


2111 – 1936 v.Chr.

Der erste Bund zwischen Gott und Mensch

Abram, wie Abraham zu Beginn hieß, war ein gottesfürchtiger Mann und lebte im Land Ur, einer sehr wohlhabenden Stadt im heutigen Irak. Er kannte den Gott Noahs und vertraute IHM. Als Gott ihn aufforderte, seine Heimat zu verlassen, um ins gottlose Kanaan zu ziehen, gehorchte er und war bereit zu vertrauen, denn er sollte alles hinter sich lassen. Allerdings hielt sich Abram nicht immer an die Anweisungen Gottes und so nahm er auch Familie mit. Dieser Ungehorsam Abrahams wirkte sich immer wieder nachteilig aus. Doch das konnte Gottes Pläne nicht aufhalten und so war Abraham der Erste, bei dem die Schrift von Glauben redet.


Der Bund der Beschneidung, den Gott mit Abraham schließt, begründet sich allein auf den Zusagen Gottes. Abraham wird von jeder Verpflichtung ausgenommen, weil Gott schon jetzt weiß, dass Abrahams Nachfahren Gott untreu werden. Der HERR geht also einen einseitigen Bund mit dem Mann aus Kaldäer ein, nach dem der Mensch eigentlich nur Nutznießer sein kann. Solange die Nachfahren Abrahams Gott treu bleiben und von bösen Wegen umzukehren, kann dem zukünftigen Volk nichts geschehen. Gott verspricht Abraham zahlreiche Nachkommen, wobei ER auch von einem ganz bestimmten Nachfahren spricht: Seinem Nachkommen.  Hier kündigt sich die Geburt von Jesus an, der die Verheißung erfüllen wird, dass durch Abraham alle Völker gesegnet werden: durch seinen Nachkommen, den Messias aus dem jüdischen Volk.


  • Gott kündigt Abram an, dass seine Nachkommen so zahlreich sein werden wie die Sterne am Himmel.

  • Gott verspricht Abrams Nachkommen das Land zwischen dem Nil in Ägypten und dem Euphrat im heutigen Syrien.

  • Wegen einer Hungersnot flieht Abram gegen den Willen Gottes nach Ägypten und wird dort sehr reich. Er gibt seine wunderschöne Frau Sarah (60) als Schwester aus, um nicht ermordet zu werden. Eine Halbwahrheit, denn Sarah ist wirklich seine Halbschwester aber auch seine Frau.

  • Als der Pharao, der Sarah begehrt, die Lüge Abrams aufdeckt, stellt er ihn zur Rede und macht Abram schwere Vorwürfe. Ein Hinweis auf die hohe Ethik des Ägypters, der vor Hurerei und Ehebruch zurückschreckte.

  • Abram kehrt schließlich nach Kanaan zurück. Durch seinen Ungehorsam hat Gott lange Zeit geschwiegen. Nun geht die Geschichte mit Gott weiter.

  • Gott nennt Abram jetzt Abraham (Vater der Menge an Völkern) und schließt einen Bund mit ihm, für dessen Einhaltung Gott allein die Verantwortung übernimmt. Es ist der Bund der Beschneidung.

  • Gott führt die Beschneidung (der männlichen Vorhaut) ein, die die Notwendigkeit von Erlösung für das zukünftige Volk vor Augen führen soll.

  • Abram zieht mit einer kleinen Privatarmee aus, um gegen Könige zu kämpfen und seinen Neffen, Lot, aus einer Gefangenschaft zu befreien und erzielt einen unbeschreiblichen Sieg. Glauben bedeutet auch, zur rechten Zeit zu kämpfen.

  • Abraham wird von Melchisedek, dem damaligen König von Salem dem späteren Jerusalem, geehrt. Abraham spendet ihm den zehnten Teil seiner Kriegsbeute. Abraham erkennt, dass der kanaanitische König Melchisedek den Gott Abrahams kennt und verehrt. Als König steht Melchisedek höher als Abraham, und so ist es an ihm, den Kanaaniter mit Gaben zu ehren.

  • Gott verspricht Abraham einen Sohn durch seine Frau Sarah, die schon im hohen Alter von 90 Jahren gar keine Kinder mehr bekommen kann.

  • Abraham beherbergt drei Engel, die auf dem Weg nach Sodom sind, um diese Stadt und vier weitere wegen ihrer Perversionen zu zerstören. Abraham verhandelt mit Gott, wenn es nur 10 Gerechte in der Stadt gäbe, dass Sodom, in dem sein Neffe Lot lebte, nicht mit Feuer überschüttet würde.

  • Die Engel treffen in Sodom auf Lot, der sie freundlich aufnimmt. Doch die Stadtbewohner wollen die Fremdlingen vergewaltigen, aber Lot schützt sie. Letztendlich muss Lot mit seiner Familie die Stadt verlassen, weil nun Feuer vom Himmel fallen wird. Auf der Flucht dreht sich die Frau von Lot, gegen den Rat der Engel um und erstarrt angesichts der Zerstörung zur Salzsäule. Die Töchter Lot's treiben später mit dem betrunkenen Vater in den Bergen Inzucht.

  • Abraham hört auf den Rat Sarahs und zeugt mit einer ägyptischen Nebenfrau einen Sohn, den er Ismael nennt. Hagar macht sich über die kinderlose Sarah lustig und würdigt sie herab. Sahra schickt sie als ihre Herrin fort.

  • In der Wüste begegnet Gott Hagar und tröstet sie. ER kündigt ihr an, dass ihr Sohn einmal sehr wild sein und viele Nachkommen haben wird. Heute berufen sich arabische Völker auf Ismael, den sie als rechtmäßigen Erben von Urvater Arbrahm betrachten. Der Islam geht hier von einer Fehleinschätzung aus, denn Gott (im Arabischen Allah) hatte nicht Ismael, sondern Issak, seine Verheißungen zugesprochen.

*Isaak 2011 v.Chr.
  • Im Alter von über 90 Jahren gebiert Sarah Isaak, den von Gott versprochenen Stammvater Israels.

  • Der jüngere Isaak wird von seinem älteren Bruder Ismael gehänselt.

  • Gott stellt Abraham auf die Probe und fordert ihn auf, seinen Sohn zu opfern. Vertrauensvoll zieht Abraham mit Isaak los, um ihn an einem bestimmten Ort zu opfern. Wohl wissend, dass Gott ihm zugesagt hat, aus ihm, diesem Sohn, ein großes Volk zu erwecken.

  • Im letzten Augenblick greift Gott ein und Abraham opfert statt seines Sohnes einen Widder.

  • Gott belohnt die Treue Abraham und kündigt an, aus ihm eine große Nation zu machen, ihn zu segnen und seinen Namen groß werden zu lassen. Wieder ist es der bedingungslose Glaube Abrahams, der ihn, trotz seiner Fehler, vor Gott gerecht werden lässt. Seine Nachkommen sollen so zahlreich wie die Sterne am Himmel sein.

  • Nachdem Sarah stirbt, heiratet Abraham noch zweimal und stirbt im Alter von 175 Jahren und wird von seinen Söhnen Isaak und Ismael begraben. Einhundert Jahre, seitdem er sich mit Gott auf den Weg gemacht hatte.

Weitreichende Prophezeiungen begleiten die Geschichte Abrahams. Wie oben schon ausgeführt, fordert Gott Abraham auf, seinen Sohn Isaak, gezeugt mit seiner jüdischen Frau Sarah, als Opfer darzubringen. Abraham folgt der Aufforderung Gottes im festen Glauben, dass ein Wunder passieren und Isaak nicht sterben oder wieder lebendig werden würde. Im letzten Moment ruft Gott Abraham an und fordert ihn auf, einen Bock statt des Sohnes zu opfern. Gott hat seinen Freund Abraham spüren lassen, was es bedeutet, einen Sohn zu opfern. Zweitausend Jahre später wird Gott selbst seinen Sohn opfern, durch den Opfertod Christ am Kreuz, am gleichen Ort, genannt Golgatha.

 

 
 
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