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8. Abraham

Aktualisiert: 21. Okt. 2023


2111 – 1936 v.Chr.

Der erste Bund zwischen Gott und Mensch

Abram, wie Abraham zu Beginn hieß, war ein gottesfürchtiger Mann und lebte im Land Ur, einer sehr wohlhabenden Stadt im heutigen Irak. Er kannte den Gott Noahs und vertraute Ihm. Als Gott ihn aufforderte, seine Heimat zu verlassen, um ins gottlose Kanaan zu ziehen, gehorchte er und war bereit, Gott zu vertrauen, denn er sollte alles hinter sich lassen. Allerdings hielt sich Abram nicht immer an alle Anweisungen Gottes und so nahm er auch Familie mit. Dieser Ungehorsam Abrahams wirkte sich immer wieder als Bremsklotz aus. Doch das konnte Gottes Pläne nicht aufhalten und so wurde Abraham der Erste, bei dem die Schrift von Glauben redet.


Der Bund der Beschneidung, den Gott mit Abraham schließt, begründet sich allein auf den Zusagen Gottes. Abraham wird von einer Verpflichtung ausgenommen, weil Gott schon jetzt weiß, dass Abraham und seine Nachfahren untreu werden. Der HERR geht also eine einseitige Verpflichtung ein, nach der der Mensch eigentlich nur Nutznießer sein kann, solange er bereit ist, seine Schuld einzugestehen und von bösen Wegen umzukehren. Gott verspricht Abraham zahlreich Nachkommen, wobei ER auch von "Seinem Nachkommen" spricht. Hier kündigt sich das Heil für alle Völker durch Jesus Christus an, der die Verheißung erfüllen wird, dass durch Abraham alle Völker gesegnet werden: Durch seinen Nachkommen, den Messias aus dem jüdischen Volk.

  • Gott verspricht Abrahams Nachkommen das Land zwischen dem Nil in Ägypten und dem Euphrat im heutigen Syrien.

  • Wegen einer Hungersnot flieht Abraham gegen den Willen Gottes nach Ägypten und wird dort sehr reich. Er gibt seine wunderschöne Frau Sarah als seine Schwester aus, um nicht ermordet zu werden.

  • Abram kehrt nach Kanaan zurück. Durch seinen Ungehorsam hat Gott lange Zeit geschwiegen. Nun geht die Geschichte weiter.

  • Gott nennt Abram jetzt Abraham (Vater der Menge an Völkern) und schließt einen Bund mit ihm, für dessen Einhaltung Gott allein die Verantwortung übernimmt. Es ist der Bund der Beschneidung.

  • Gott führt die Beschneidung ein, die die Notwendigkeit von Erlösung für das zukünftige Volk vor Augen führen soll.

  • Abram zieht mit einer kleinen Privatarmee aus, um seinen Neffen, Lot, aus der Gefangenschaft zu befreien und erzielt einen unbeschreiblichen Sieg.

  • Abraham wird von Melchisedek, dem damaligen König von Jerusalem, geehrt, und Abraham spendet ihm den zehnten Teil seiner Kriegsbeute.

  • Gott verspricht Abraham einen Sohn durch seine Frau Sarah, die schon im hohen Alter keine Kinder mehr bekommen kann.

  • Abraham beherbergt drei Engel, die auf dem Weg nach Sodom sind, um diese Stadt und 4 weitere wegen ihrer Gottlosigkeit zu zerstören. Abraham verhandelt mit Gott, wenn es nur 10 Gerechte in der Stadt gäbe, dass Sodom nicht mit Feuer überschüttet würde.

  • Die Engel treffen in Sodom auf Lot, der sie freundlich aufnimmt. Doch die Stadtbewohner wollen mit den Fremdlingen Unzucht treiben, aber Lot schützt sie. Letztendlich muss Lot mit seiner Familie die Stadt verlassen, weil nun Feuer vom Himmel fällt.

  • Auf der Flucht schaut sich die Frau von Lot um und erstarrt zur Salzsäule. Die Töchter Lot's treiben später mit dem betrunkenen Vater in den Bergen Inzucht.

  • Abraham hört auf den Rat Sarahs und zeugt mit einer Ägyptischen Nebenfrau einen Sohn, den er Ismael nennt.

*Isaak 2011 v.Chr.
  • Im Alter von über 90 Jahren gebiert Sarah Isaak, den von Gott versprochenen Stammhalter.

  • Der jüngere Isaak wird von seinem älteren Bruder gehänselt und so wird Ismael mit seiner Mutter Hagar fortgeschickt.

  • Gott stellt Abraham auf die Probe und fordert ihn auf, seinen einzigen Sohn Isaak zu opfern. Vertrauensvoll zieht Abraham mit seinem Sohn los, um ihn an einem bestimmten Ort zu opfern. Wohl wissend, dass Gott ihm zugesagt hat, aus ihm, diesem Sohn, ein großes Volk erwecken wird.

  • Im letzten Augenblick greift Gott ein und Abraham opfert statt seines Sohnes einen Widder.

  • Gott belohnt die Treue Abraham und kündigt an, aus ihm eine große Nation zu machen, ihn zu segnen und seinen Namen groß werden zu lassen. Seine Nachkommen sollen so zahlreich wie die Sterne am Himmel sein.

  • Nachdem Sarah stirb, heiratet Abraham noch zweimal und stirbt im Alter von 175 Jahren und wird von seinen Söhnen Isaak und Ismael begraben. Einhundert Jahre, nach dem er sich mit Gott auf den Weg gemacht hatte.

Weitreichende Prophezeiungen begleiten die Geschichte Abrahams. So wird die umherirrende Nebenfrau Hagar, die Mutter von Ismael, von Gott selbst in der Wüste getröstet. Gott kündigt an, dass ER ihren Sohn segnen und er ein Unruhestifter und Vater eines mächtigen Volkes werden wird. Aus den Islamitern wird einmal der Islam hervorgehen. Wie oben schon ausgeführt, fordert Gott Abraham auf, seinen Sohn Isaak, gezeugt mit seiner jüdischen Frau Sarah, als Opfer darzubringen. Abraham folgt der Aufforderung Gottes im festen Glauben, dass ein Wunder passieren und Isaak nicht sterben würde. Im letzten Moment ruft Gott Abraham an und fordert ihn auf, einen Bock statt des Sohnes zu opfern. Gott hat seinen Freund Abraham spüren lassen, was es bedeutet, einen Sohn zu opfern. Zweitausend Jahre später wird Gott selbst seinen Sohn opfern, durch den Opfertod Christ am Kreuz, am gleichen Ort, genannt Golgatha.

 
 
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