9. Juli - Wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
- Axel Nickolaus

- 9. Juli 2023
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Dieses Leben ist nichts anderes als ein Leben des Glaubens, der Liebe und des Kreuzes. Aber diese drei werden in uns niemals vollkommen. Christus allein ist die Sonne und uns als Beispiel gegeben, dem wir nachahmen müssen. Unter uns findet man einige, die schwach sind, andere, die stark sind und andere, die noch stärker sind. Die einen können wenig, die anderen viel leiden, aber alle müssen im Ebenbild Christo bleiben. Denn dieses Leben ist ein solcher Weg, auf dem man immer vom Glauben in Glauben fortfährt, von Liebe in Liebe, von Geduld in Geduld oder vom Kreuz ins Kreuz. Es geht nicht um *Gerechtigkeit, sondern Rechtfertigung, nicht um *Reinheit, sondern Reinigung. Wir sind noch nicht dahin gekommen, wohin wir sollen; wir sind aber auf der Bahn und auf dem Weg; darauf sind etliche schon weiter und weiter. Gott ist zufrieden, wenn er uns bei der Arbeit findet und in guten Versätzen. Wenn er will, so kommt er bald und stärkt den Glauben und die Liebe und versetzt uns in einem Augenblick aus diesem Leben in den Himmel.
*Gerechtigkeit: Der Mensch kann vor Gott nicht aus sich selbst heraus gerecht, ohne Fehler und Sünden dastehen. Daher muss ihn Gott von sich aus rechtfertigen, d.h. gerecht sprechen, schuldlos machen.
*Reinheit: Der Mensch kann sich selbst nicht reinigen, seine Sünde selbst abwaschen. Er muss sich von Gott reinigen lassen.
Foto: Mette Køstner