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9. März - Ich gehe hinweg.


Das ist schrecklich, wenn er weggeht, denn er nimmt das ewige Leben, Seligkeit und alles, was Gott den Seinen geben will, mit. Und lässt hinter sich den Tod, Teufel, Sünde und alles Unglück zurück. Man sieht solches bei den Juden. Unter den Türken (in Kleinasien) ist er auch weg. Im Papsttum auch. Es bleibt nicht einer, der eine Seele erretten könnte. So sind wir mit unserer großen Undankbarkeit auch auf diesem Pfad unterwegs. Und wenn das Häuflein weg ist, der harte Kern ausgeschält, der jetzt noch seufzt, Lust und Liebe zum Evangelio hat? Dann wird man danach Prediger haben, die keine Seele erhalten, unterrichten oder trösten können. Es ist also schrecklich, wenn er sagt: Ich gehe weg. Denn es gehen mit ihm weg, Gotteserkenntnis, das Verständnis der Taufe und des Abendmahls. Sodass man gar nicht mehr weiß, was Gott, was Leben, Gerechtigkeit und Seligkeit ist, oder wie man von Sünden und Tod loskommen soll. Es geht alles mit weg und wird schlimmer. Wohl möglich so schlimm, wie es *vorher war.


* vorher: Bevor das Evangelium verbreitet worden war.

Foto: Motoki Tonn

Sprecherin: Yola Nickolaus


 
 
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