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Elia

  • 1. Nov. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Nov. 2024

Nach dem 1. Buch der Könige ab 16/28 stammt Elija aus Tischbe im Ostjordanland, das zum Nordreich Israel gehörte. Er wird daher als Tischbiter bezeichnet, das heißt, er gehört zu den Israeliten ohne Grundbesitz.

Elia lebte zur Zeit von König Ahab im 9. Jahrhundert v.Chr. Abab war einer der schlimmsten Könige Israels, in dessen Regierungszeit der Götzendienst einen Höhepunkt erreichte. Die Tempelprostitution gehörte dazu, vor allem aber wurde Baal (Herr), der Gott der Kanaaniter verehrt. Insofern war das Volk zwischen der Überlieferung von JHWA, Jachwe, dem Gott ihrer Väter Abraham, Isaak und Jakobs und dem Aberglauben der Heiden um sie herum aufgespalten. Der Aberglaube an die Götterwelt Baals beinhaltet zahlreich Parallelen zum Dreieinen Gott Israels, so wie auch die Bezeichnung für Gott den wahren Gott aber auch den Götzen meinen kann. Erst durch ein genaues Betrachten des einen und des anderen Erscheinungsbildes ergibt sich der Unterschied zwischen Satan und dem wahren Gott. Elia swarf seinem Volk am Berg Karmel vor," auf beiden Beinen zu hinken." Ahab wollte den unbequemen Elia beseitigen, was ihm nicht gelang, weil Gott seinen Propheten in einen mächtigen Dienst berufen hatte. Acht Wundertaten sollte Eli vollbringen, so konnte er es für dreieinhalb Jahre nicht regnen lassen oder aber Feuer (Blitze) vom Himmel herabsenden. In der Regel bezogen sich die Zeichen und Wunder des Elias auf Eigenschaften des Götzen Baal, der aber seine von Menschen zugesprochene Macht gegen Elia nicht beweisen konnte. Auch heute erkennen viele aus den Naturreligionen, dass ihre Götter, ähnlich wie zur Zeit der Baalspriester, gar keine wirklichen Götter sind und keine Macht haben. Elia war es, der Macht vom Gott Israels erhielt. Wir erahren im Buch der Könige, dass neben Elia weitere Propheten, die nicht an Baal glaubten von einem bediensteten gottesfürchtigen Mann am Hof Ahabs versteckt wurden. Elia war also nicht der Einzige, wie er fälschlicherweise behauptete, der an dem einzig wahren Gott festhielt. Diese Sünde eines sonst treuen Gefolgsmann-Gottes wurde später im NT erwähnt. Die Geschichte Elias wurde von Samuel aufgeschrieben und enthält zahlreiche Bezugspunkte zur gesamten Heilsgeschichte über die Jahrtausende. Elia war also unangreifbar und dies erinnert an die zwei Zeugen in der Offenbarung, die ebenfalls dreieinhalb Jahre in der Großen Drangsal in Jerusalem erscheinen und ebenfalls große Wundertaten vollbringen werden.


Am Berg Karmel kam es dann zur entscheidenden Machtprobe zwischen Elia und dem König Ahab. Elia schlug vor, vor der Volksversammlung jeweils einen Opferaltar aufzubauen ohne ihn anzuzünden. Es sollten die Priester Baals durch Anruf ihres Gottes Feuer vom Himmel herbeirufen, um das Brandopfer anzuzünden. Nachdem die Baalspriester vom Morgen bis zum Abend über 9 Stunden zu ihrem Gott geschrien hatten, immer und immer wieder versuchten ihren Gott mit Wiederholungen zu zwingen, sich die Haut ritzten und sich schlugen passierte nichts. Baal war auch der Gott der Naturgewalten und des Berges und doch hatte dieser keine Macht. Daraufhin ließ Elia noch zusätzlich Wasser über sein Opfer gießen und sprach dann ganz unaufgeregt ein kurzes Gebet, ohne sich groß zu wiederholen. Danach sandte Gott einen Blitz vom Himmel, der alles zusammen "aufleckte". Nach diesem eindeutigen Gottesbeweis pries das Volk den wahren Gott Jahwe und hielt die falschen Propheten fest, die fliehen wollten. Am nahen Bach schlachtete Elia dann die 450 Baalspriester. In Richtung Mittelmeer über die Ebene Harmagedon blickend, sah er nun dicke Regenwolken herbeikommen, worauf nach dreieinhalb Jahren es begann zu regnen. Seine Pferde antreibend, wollte Ahab sich im Ort Jesreel vor dem Regen in Sicherheit bringen, doch Gott gab Elia übermenschliche Kraft, der zu Fuß vor seinem König herlief.


In der Folge erfahren wir, wie mächtig die heidnische Frau von Ahab Ilsbel war, die über den Tod ihrer Baalsprieser so wütend war, dass sie jetzt ihrerseits Elia umbringen lassen wollte. Der Prophet war darüber so erschüttert, dass er zum Berg Horeb floh, um sich dort zu verstecken und auszuruhen. Gott begegnete ihm dort auf verschiedenen Art und Weise und versorgte Elia mit Brot und Kuchen. Schließlich wurde Elia in einem feurigen Wagen in den Himmel entrückt, ohne zu sterben. Nicht ohne seinen Nachfolger Elisa zu berufen, der sich doppelt so viele Wundergaben, wie sein Vorgänger, von Gott erbat, und sie auch bekam. Elia ist der einzige Prophet, der nicht umgebracht wurde und nicht eines natürlichen Todes starb. In der Folge gilt "Elia" unter anderem als Wegbereiter des erwarteten Messias. Elia und Mose waren es dann auch, die mit Jesus auf dem Berg der Verklärung zusammentrafen. Bis heute halten orthodoxe Juden traditionell an einem Festtag nach Elia Ausschau, ohne dass er bisher wieder bei ihnen in Erscheinung getreten ist.


Grafik von Schnorr v. Carolsfeld: Elia besteigt den feurigen Wagen, um in den Himmel entrückt zu werden. Elisa beobachtet es.















 
 
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