Bekehrung und Taufe
- Axel Nickolaus

- 31. Mai 2023
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Sept. 2023

Taufsprüche
Gebet vor der Taufe (Yola)
Wir wollen nun Gottes heiligen Namen anrufen, um so zu seiner Ehre, zur Stärkung unseres Glaubens und zur Auferbauung seiner Gemeinde dieses Sakrament zu empfangen:
Allmächtiger, ewiger Gott! Du bist es, der nach deinem gerechten Urteil die ungläubige und verstockte Welt mit der Sintflut bestraft hat. Aber den gläubigen Noah und seine Familie, acht Seelen, hast du in deiner großen Barmherzigkeit gerettet und bewahrt. Du bist es, der den verstockten Pharao mit all seinem Heer im Roten Meer hast ertrinken lassen. Aber dein Volk Israel hast du trockenen Fußes durch das Meer hindurchgeführt. Dadurch wurde die Taufe bereits angedeutet. Indem wir uns auf deine grundlose Barmherzigkeit berufen, bitten wir dich, dass du diesen Täufling in Gnaden annimmst und ihn durch deinen Heiligen Geist in deinen Sohn Jesus Christus einfügst, sodass er in Christi Tod begraben wird und mit ihm zu einem neuen Leben aufersteht. Gib, dass er in der Nachfolge Christi jeden Tag sein Kreuz freudig trägt und seinem Herrn und Heiland in wahrem Glauben, fester Hoffnung und ganzer Liebe nachfolgt. Schenke, dass er so dieses Leben, das doch nichts anderes ist als ein fortwährendes Sterben, einmal durch deine Verheißungen getröstet verlassen kann. Gib, dass er am Jüngsten Tag vor dem Richterstuhl Christi, deines Sohnes, mit Freimütigkeit erscheinen kann, durch ihn, unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist als der eine Gott lebt und regiert in Ewigkeit.
Amen.
Taufbekenntnis mit Axel
Geliebter Bruder (Schwester) in Christus!
Du möchtest die Taufe als ein Siegel deiner Zugehörigkeit zur Gemeinde Gottes empfangen. Damit deutlich wird, dass du die christliche Lehre, in der du unterwiesen worden bist, angenommen hast und durch Gottes Gnade entsprechend leben möchtest. So antworte vor Gott und seiner Gemeinde auf die folgenden Fragen aufrecht:
Erstens:
Glaubst du an den einzig wahren Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, der Himmel und Erde mit allem, was darin ist, aus nichts erschaffen hat (Mt 3,16–17; 1Mo 1,1; Hebr. 11,3), erhält und so regiert, dass nichts, weder im Himmel noch auf Erden, ohne seinen Willen geschieht? (Mt 10,29).
Zweitens:
Glaubst du, dass du in Sünde empfangen und geboren bist (Ps 51,7), dass darum Gottes Zorn auf dir lastet, und dass du von Natur aus unfähig zu Gutem und allem Bösen zugeneigt bist? (Röm 7,18) Bekennst du, dass du in Gedanken, Worten und Werken die Gebote des Herrn übertreten hast? Tust du wegen dieser Sünden aufrichtig Buße?
Drittens:
Glaubst du, dass Jesus Christus wahrer und ewiger Gott ist und bleibt (Röm 9,5) und dass er durch seine Geburt von der Jungfrau Maria wahrer Mensch geworden ist (Hebr 2,14; Lk 1,35)? Glaubst du, dass dir Jesus Christus von Gott dem Vater als Erlöser geschenkt worden ist? Bekennst du, dass du durch diesen Glauben Vergebung der Sünden in seinem Blut empfängst und dass du durch die Kraft des Heiligen Geistes ein Glied Jesu Christi und seiner Gemeinde geworden bist? (1Kor 1,8–9)
Viertens:
Bekennst du allen Artikeln des christlichen Glaubens, wie sie im Apostolischen Glaubensbekenntnis zusammengefasst sind? (2Tim 3,16) Willst du im Leben und im Sterben standhaft im Bekenntnis dieser Lehre bleiben und alle Ideen, die dieser Lehre widersprechen, zurückweisen? (Mt 24,13; 2Tim 4,3–5) Versprichst du, in Gemeinschaft mit der Gemeinde treu das verkündete Wort zu hören und das Heilige Abendmahl zu empfangen? (Hebr 10,24–25)
Fünftens:
Erklärst du, dass du von Herzen begehrst, gottesfürchtig zu leben und die weltlichen Begierden abzulegen und zu verleugnen, so wie es Gliedern Christi und seiner Gemeinde entspricht? (Ps 119,10; 1Joh 2,15–17) Willst du christliche Ermahnungen bereitwillig annehmen? (Hebr 13,17)
Dion, was ist hierauf deine Antwort? Antwort: Ja.
Oliver, was ist hierauf deine Antwort? Antwort: Ja.
Unser barmherziger Gott schenke dir seine Gnade und seinen Segen zum Vollbringen dieses heiligen Vornehmens, durch unseren Herrn Jesus Christus. Amen.
Vollzug der Taufe
Der Bruder nennt den vollständigen Vor-und Nachnamen des Täuflings und spricht, während er das Taufwasser über ihn gießt:
Dion Uta Gundula Kolwe, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt 24,19).
Oliver Mathews ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
Dankgebet mit Christine
Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, wir danken dir und loben dich, weil du uns durch das Blut deines geliebten Sohnes Jesus Christus alle unsere Sünden vergeben hast. Du machst uns durch deinen Heiligen Geist zu Gliedern deines eingeborenen Sohnes und hast uns so als deine Kinder angenommen.
Wir bitten dich durch deinen geliebten Sohn, dass du Dion und Oliver durch deinen Heiligen Geist fortwährend leitest, so dass sie christlich und gottesfürchtig leben und in dem Herrn Jesus Christus wachsen. Gib, dass sie so deine väterliche Güte und Barmherzigkeit erkennen und bekennen. Schenke es, dass sie gehorsam unter unserem einzigen Lehrer, König und Hohenpriester Jesus Christus leben, damit sie gegenüber der Sünde und dem Teufel gewappnet sind und bestehen. Damit sie dich und deinen Sohn Jesus Christus und den Heiligen Geist, den einzig wahren Gott, in Ewigkeit loben und preisen. Amen.
Lied: z.B. Ich bin getauft auf deinen Namen
Ende der Taufhandlung
Mit der Bekehrung eines Menschen sind verschiedene Dinge verbunden, die in der Taufe bestätigt werden.
Erkennen des Schöpfergottes an der Natur und erkennen der eigenen Schuld nach dem Gewissen. Errettung durch das Ewige Evangelium, die Verehrung Gottes als Schöpfer (Alttestamentlich)
Taufe (durch Beschneidung) als Sündenbekenntnis und Bekehrung zum Gott Israels. Vor Pfingsten 32n.Chr.. (Alttestamentlich)
Hören und verstehen des Evangeliums des Heils oder auch der Gnade, nach Pfingsten 32.n.Chr. (Neutestamentlich)
Bekennen, dass Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Menschen, für mich persönlich gestorben und von den Toten auferstanden ist. (Neutestamentlich)
Bekennen der eigenen Schuld im bisherigen Leben vor Gott und der Gemeinde. (Neutestamentlich) Matth 3/21 In jenen Tagen aber kommt Johannes der Täufer und predigt in der Wüste von Judäa 2 und spricht: Tut Buße! Denn das Reich der Himmel ist nahegekommen.
Damit erfolgt die Wiedergeburt (aus Wasser und Geist) : Errettung von Sünde, Hölle, Tod und Teufel ins Ewige Leben.
Empfangen des Heiligen Geistes, *Versiegelung mit dem Heiligen Geist. (Neutestamentlich)
Bestätigung in der Taufe.
Hinzufügung in den Leib Christi als Teil der weltweiten Gemeinde des HERRN. (Neutestamentlich)
Bereitschaft in einer persönlichen Beziehung zu Jesus zu leben, sich von ihm immer wieder reinigen und führen zu lassen.
Eintritt in die von Gott gestiftete Gemeinde und Teil des Leibes Christi werden.
Das Wort Gottes weiterhin mit Freuden studieren und mit anderen teilen.
In Gottesfurcht verharren, was so viel bedeutet, wie ständig auf die Gnade Gottes zu *hoffen.
Woran erkennt man wirklich Bekehrte?
Indem sie Werke der Liebe tun und Gottes Willen.
Indem sie begangene Sünden bekennen, bußbereit sind und sich immer neu durch Jesus reinigen lassen.
Indem sie Lust und Freude am Wort Gottes haben und bereit sind, sich unter SEIN *Joch zu demütigen.
Indem sie die Treue zu Gott und die Gemeinschaft mit den Heiligen (in der Gemeinde) über die eigene Familie und alles andere stellt.
Indem sie bereit sind alles zu opfern, auch das eigene Leben, wenn es der Glaube und die Treue zum Bekenntnis der Heiligen Schrift es erfordern.
Belohnung für den rechten Glauben? Joh 14,27Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Hier sagt Jesus, dass ER uns den Frieden Gottes hinterlässt (durch seinen Opfertod am Kreuz). Aber der HERR gibt seinen Jüngern auch seinen Frieden in dieser Welt. ER hat die Welt überwunden, hat alles geduldig ertragen und gesegnet, wo man IHN missverstanden, abgelehnt und verflucht hat. Diesen göttlichen Frieden kann der Mensch nicht aus sich selbst holen, es muss ihm von Gott gegeben werden. Christen können dadurch Versuchungen widerstehen, weil sich nicht mehr Knechte der Sünde sein müssen. Sie haben aber auch in den Stürmen ihres irdischen Lebens eine *Hoffnung und einen Frieden, den die Welt nicht geben kann, noch kennt. Luk 23/42 Und er sprach: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst! 43 Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein. Ein Christ, eine Christin kann sich darauf verlassen, dass seine/ihre Seele sofort mit dem Tod im Paradies bei Jesus sein wird. Diese Gewissheit gibt es nirgendwo anders. Ein Versprechen, dass Gott bei jedem Menschen einlöst, der IHM wahrlich treu bis ans Ende seines Lebens ist. So wie Jesus treu bis in den Tod am Kreuz war und der Vater IHN am dritten Tag auferweckt hatte. Der Körper wird später auferweckt, während die Seele, wie zuvor erwähnt, sofort in den Himmel gelangt. Das Paradies ist die ewige Glückseligkeit, unbeschreiblich und doch real, weil jeder Mensch schon jetzt danach sehnt. Das Empfangen des Heiligen Geistes wird in der Schrift zeitlich unterschiedlich zugeordnet. So hören wir von Heiden, die sofort den Heiligen Geist empfingen, als sie das Wort Gottes hörten, noch vor der Taufe. Petrus im Hause von Cornelius, dem Römer: Apo 17/44 Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. Dann wieder erleben wir bei Juden, die sich bekehren, dass der Heilige Geist erst nach der Taufe über sie kommt. Und schließlich bei den Samaritanern, die erst einige Zeit nach der Taufe, den Heiligen Geist empfangen. Demnach ist das Empfangen des Heiligen Geistes davon abhängig, wie unbelastet Menschen den Glauben annehmen. Bilden sie sich etwa auf ihre Herkunft, ihre Bildung etwas ein, wie die Juden.? Oder andere, die meinen, den Juden etwas vorauszuhaben, wie die Samaritaner. Ihnen mussten erst in Jerusalem die Hände aufgelegt werden, ein sichtbares Symbol der Zusammengehörigkeit im Glauben mit den Juden. * Versiegelung mit dem Heiligen Geist: Wer vom Heiligen Geist versiegelt wurde, kann nicht mehr vom Glauben abfallen. Es gibt aber auch Gläubige, die den Heiligen Geist empfangen haben, aber nicht wirklich damit versiegelt sind und somit wieder verloren gehen können. Siehe dazu Matth 7/22 * Joch, Nachfolge Christi sein, in eine Jüngerschaft eintreten und erkennen, Jesu Knecht zu sein.
*hoffen, Hoffnung: Eine feste Zuversicht und ein Vertrauen darauf, dass das, was Gott angekündigt hat, auch in Erfüllung geht. Wenn eine werdende Mutter "in guter Hoffnung ist", bedeutet dies, dass sie wirklich gebären wird, weil die Zeichen eindeutig sind.
Foto: Amonwat Dumkrut