Bekehrung und Taufe
- 9. Dez. 2024
- 13 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 4. Jan.

Mit der Taufe bestätigt ein Mensch seine Bekehrung und gibt Gott das Versprechen auf sein Gewissen zu achten. Der Weg zur Taufe ist in der Regel:
Erleuchtung, Gott erkennen und Jesus Christus als seinen HERRN annehmen. Erkenntnis der Wahrheit in Jesus Christus.
Bekehrung vom bisherigen Weg, Bekennen der Sünden, (soweit zurzeit bewusst).
Empfangen des Heiligen Geistes.
Taufe. Der Täufling wird in den Tod Jesus Christus hinein getauft, wird mit IHM begraben und durch die Herrlichkeit Gott des Vaters zu einem neuen Leben auferweckt.
Bekehrung als Erkennen der eigenen Verlorenheit, Bekenntnis der Sünden vor der Gemeinde und Empfangen des Geistes Gottes.Jak 4/8 Naht euch Gott! Und er wird sich euch nahen. Säubert die Hände, ihr Sünder, und reinigt die Herzen, ihr Wankelmütigen! 9 Fühlt euer Elend und trauert und weint; euer Lachen verwandle sich in Traurigkeit und ⟨eure⟩ Freude in Niedergeschlagenheit! 10 Demütigt euch vor dem Herrn! Und er wird euch erhöhen..
Bekehrung ist ein einschneidender Vorgang im Leben eines Menschen. Es geht nicht nur, um eine rationale Erkenntnis im bisherigen Leben in Sünden verbracht zu haben. Es geht auch darum, wie Jakobus sagt, über sich selbst zu weinen, seine ganze Verlorenheit zu erkennen. Weiterhin bewusst zu werden, was es Jesus dem HERRN gekostet hat, mich armen Menschen aus dem Tod ins Leben zu retten.
Hio 33/ 29 Siehe, das alles tut Gott zwei- oder dreimal mit einem jeden, 30 dass er sein Leben zurückhole von den Toten und erleuchte ihn mit dem Licht der Lebendigen.
Gott gibt hier Hiob zu verstehen, dass ER bis zu dreimal einem Menschen die Chance gibt, sein Leben zu retten. Dreimal will ER ihm begegnen, beispielsweise durch einen Missionar oder durch einen Kirchenbesuch oder einen Bibelvers, sodass eine Frau oder ein Mann sich zum lebendigen Gott bekehrt. Wenn für einen Ungläubigen jemand betet, kann es sogar sein, dass diese Frist verlängert wird und eine vierte oder fünfte Chance sich einstellt, bevor jemand endgültig verloren geht. Somit kann es also sein, dass ein Mensch lebt, aber dennoch schon verloren ist, endgültig aber mit dem Tod. Am Beispiel des Pharaos, der das jüdische Volk nicht ziehen lassen will, erleben wir sechs Chancen, den lebendigen Gott zu erkennen. Bei jeder Plage ist der Pharao zwar tief betroffen von der Macht Gottes, aber dennoch will er nicht Gottes Willen tun. Jedes Mal, wenn die Plage vorüber ist oder nachlässt, verhärtet der Herrscher sein Herz neu und gibt Israel nicht frei. Ab der sechsten Plage ist die Geduld am Ende. Fortan bis zur letzten Plage verhärtet Gott das Herz des Pharao seinerseits. Wie wir nachlesen können, endet die Geschichte für das Volk der Juden mit einer Befreiung, für Ägypten aber in einer Katastrophe. So gibt es im Hinblick der Bekehrung ein Zuspät. So wie auch nach der Entrückung der Gemeinde wird es ein Zuspät für all diejenigen geben wird, die sich nicht bekehren wollten, obwohl sie eine Bibel zur Hand hatten oder das Evangelium gehört und verstanden hatten.
Allein die Erleuchtung, das Erkennen Jesu Christi reicht zur Rettung nicht. Es braucht eine echte Umkehr.Luk 3/21 Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft war und betete, dass der Himmel geöffnet wurde 22 und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel kam: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
Mit der Taufe von Jesus wird der Sohn Gottes in Seinen Dienst eingesetzt, eine Salbung, die IHN als den erwarteten Messias ausweisen soll.
Wenn durch eine Predigt oder das Wirken eines Missionswerkes Bekehrung geschieht, dann ist dies noch kein Beweis, dass hier gläubige Christen am Werk sind. Allein durch die Kraft Seines Wortes, durch die Verkündigung der Bibel, kann Gott Bekehrung schenken. Das Zitieren von Bibelsprüchen ist noch kein Beweis für Glauben, hat aber in sich Wirkung und Kraft, sodass andere dadurch zum Glauben kommen können oder im Glauben gestärkt werden. Ob ein Pastor oder eine Missionarin wirklich gläubig sind, zeigt sich ihrem Verhältnis zu Gottes Wort und wie ihr Leben darauf ausgerichtet hat. So kann auch ein liberaler Theologe biblische Wahrheit verkünden, ohne selbst daran zu glauben und danach zu leben.
Welche Chance hat ein Mensch in heutiger Zeit, sich zu bekehren und sein Leben in die Hände Gottes zu geben? Abgesehen davon, dass es im Alter immer schwieriger wird, weil Gott vielleicht schon zu oft vergeblich an die Tür geklopft hat und Verstand und Lebenslust mittlerweile nachgelassen haben. Glücklich, wer in früher Jugend mit Kirche, christlicher Jugendgruppe oder gläubigen Verwandten in Berührung gekommen ist. Es kann Senioren helfen, das Evangelium noch rechtzeitig zu verstehen und anzunehmen. Überdies scheint es auch für andere Altersgruppen Hürden zu geben, um sich zum lebendigen Gott und Retter zu bekehren. Oftmals sind es die eigenen Eltern, die in den ersten Lebensjahren den Glauben in ihren Kindern zerstören, indem sie das nachplappern, was die Welt ihnen vorgibt. Geschweige denn schon selbst in okkulten Praktiken und Abhängigkeiten verstrickt sind: (Schamanismus, Synkretismus, Yoga etc.) Später in der Schule erfahren die jungen Menschen, dass jeder für sein Glück selbst verantwortlich ist und es keine "absolute" Wahrheit gibt.
Die Verwirrung in vielen Kinderherzen ist groß, wenn dann doch wieder von klaren Regeln die Rede ist, sei es im Bereich der Gender-Ideologie oder bei der beruflichen Ausrichtung nach der Evolutionslehre. Der Anpassungsdruck schon in den Schulen ist groß, durch Lehrer, aber auch durch Mitschüler. Später in der Ausbildung werden eine junge Frau und ein junger Mann bald feststellen, dass Fragen nach dem Sinn des Lebens und dem, was unsere Kultur Jahrtausende geprägt hat, kaum mehr verstanden werden. Bald darauf folgt dann die Einbindung in Beruf und Familie, in der kaum mehr Zeit zur Besinnung auf die grundlegenden Fragen des Lebens bleibt.
Für viele geht es hier um einen Überlebenskampf, der sich nicht selten an hochgesteckten Zielen einer Konsumgesellschaft orientiert, auch in christlichen Gemeinden. Wer sich in dieser Situation damit outet, sich bekehrt zu haben und sich ungeteilt zur Bibel bekennt, läuft in Gefahr, Job, Ansehen, Freunde, ja auch Familienmitglieder zu verlieren. Ganz abgesehen davon, dass auch in vielen Kirchengemeinden wahrhaft Gläubige auf wenig Gegenliebe stoßen. Demnach scheint es immer aussichtsloser, dass sich überhaupt noch ein Mensch zum Gott der Bibel bekehrt und sich taufen lässt. Und doch sind es immer wieder Einzelne, die das Evangelium verstehen und sich auf den Weg der Nachfolge begeben. Auf wunderbare Art und Weise von Gott geleitet und befreit von aller Welt Verführung und der ungezügelten Lust des Fleisches.
Altes Testament
Ursprünglich waren es die Überlieferungen von Adam und Noah her, die ihre Nachkommen an ihren Ursprung im Paradies und den Schöpfergott erinnerten. Später ging dieses Wissen mehr und mehr verloren, doch erkannten die ersten Völker Gott in der Natur und an der Weite des Himmels, anhand einer Schöpfungsordnung in der Tier- und Pflanzenwelt oder aber an den Abläufen der Jahreszeiten. Seit Anbeginn der Schöpfung pflanzt Gott jedem Menschen Gewissen ein, eine Richtschnur, um Gut und Böse, Richtig und Falsch, Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Es sind vor allem die "Glaubenshelden" des Alten Testaments die ohne eine direkte Offenbarung Gottes eine Vorstellung von Gott hatten. Für sie galt:
Erkennen des Schöpfergottes und Anerkennen der eigenen Schuld nach dem Gewissen. Errettung durch das Ewige Evangelium, die Verehrung Gottes als Schöpfer (Alttestamentlich)
Taufe im Judentum durch Beschneidung als Zeichen dafür, dass der Mensch Vergebung und Erlösung braucht und dabei Blut vergossen werden muss. Es geht hier um die Zeit vor Pfingsten 32n.Chr.. (Alttestamentlich)
Dann die Vorbereitung im Judentum auf das Kommen des Messias durch den Johannes des Täufers. Matth 3/21 In jenen Tagen aber kommt Johannes der Täufer und predigt in der Wüste von Judäa 2 und spricht: Tut Buße! Denn das Reich der Himmel ist nahegekommen. Hier geht es um eine symbolische Reinigung in der Taufe, um für das Kommen des Erlösers Jesus vorbereitet zu sein.
Neues Testament
Die Taufe ist die Verpflichtung zu einem guten Gewissen.
1.Pet3/21 ... die Taufe – nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches, sondern die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen – durch die Auferstehung Jesu Christi.
Mit der Bekehrung eines Menschen zu Jesus Christus sind verschiedene Dinge verbunden, die in der Taufe mit einem Versprechen bestätigt werden. Hier geht es um das Versprechen, sich ständig durch Buße, Beichte und Umkehr, um sein gutes Gewissen zu bemühen. Gott ist es dann, der die Reinigung von Sünden durch ein gutes Gewissen bestätigt.
Hören und verstehen des Evangeliums des Heils oder auch der Gnade, nach Pfingsten 32.n.Chr. (Neutestamentlich)
Bekennen des Dreieinen-Gottes, drei Personen in einer Gottheit, Matth 28/19 und tauft sieauf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
Bekennen, dass Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Menschen, für mich persönlich gestorben und von den Toten auferstanden ist. (Neutestamentlich)
Bekennen der eigenen Schuld im bisherigen Leben vor Gott und der Gemeinde. (Neutestamentlich) Das stolze, rebellische Wesen des Menschen wird vor der Taufe herausgefordert. Der Mensch wendet sich von seinem sündigen Wesen ab, in dem er von seinem bisherigen Weg umkehrt und sich von seinen Sünden reinigen lässt, durch das Blut Jesu Christi und Vergebung empfängt.
Damit erfolgt die Wiedergeburt (aus Wasser (Geburtswasser, Fruchtwasser und Heiligem Geist) : Errettung von Sünde, Hölle, Tod und Teufel ins Ewige Leben.
Empfangen des Heiligen Geistes, *Versiegelung mit dem Heiligen Geist. (Neutestamentlich)
Bestätigung in der Taufe.
Hinzufügung in den Leib Christi als Teil der weltweiten Gemeinde des HERRN, (Neutestamentlich)
Bereitschaft in einer persönlichen Beziehung zu Jesus zu leben, sich von ihm immer wieder reinigen und führen zu lassen.
Eintritt in die von Gott gestiftete Gemeinde und Teil des Leibes Christi werden.
Das Wort Gottes weiterhin mit Freuden studieren und mit anderen teilen.
In Gottesfurcht verharren, was so viel bedeutet, wie ständig auf die Gnade Gottes zu *hoffen
Woran erkennt man wirklich Bekehrte?
Indem sie Werke der Liebe tun und Gottes Willen.
Indem sie begangene Sünden bekennen, bußbereit sind und sich immer neu durch Jesus reinigen lassen.
Indem sie Lust und Freude am Wort Gottes haben und bereit sind, sich unter SEIN *Joch zu demütigen.
Indem sie die Treue zu Gott und die Gemeinschaft mit den Heiligen (in der Gemeinde) über die eigene Familie und alles andere stellt.
Indem sie bereit sind alles zu opfern, auch das eigene Leben, wenn es der Glaube und die Treue zum Bekenntnis der Heiligen Schrift es erfordern.
Belohnung für den rechten Glauben?
Joh 14,27Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.
Hier sagt Jesus, dass ER uns den Frieden Gottes hinterlässt (durch seinen Opfertod am Kreuz). Aber der HERR gibt seinen Jüngern auch seinen Frieden in dieser Welt. ER hat die Welt überwunden, hat alles geduldig ertragen und gesegnet, wo man IHN missverstanden, abgelehnt und verflucht hat. Diesen göttlichen Frieden kann der Mensch nicht aus sich selbst holen, es muss ihm von Gott gegeben werden. Christen können dadurch Versuchungen widerstehen, weil sich nicht mehr Knechte der Sünde sein müssen. Sie haben aber auch in den Stürmen ihres irdischen Lebens eine *Hoffnung und einen Frieden, den die Welt nicht geben kann, noch kennt.
Luk 23/42 Und er sprach: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst! 43 Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.
Ein Christ, eine Christin kann sich darauf verlassen, dass seine/ihre Seele sofort mit dem Tod im Paradies bei Jesus sein wird. Diese Gewissheit gibt es nirgendwo anders. Ein Versprechen, dass Gott bei jedem Menschen einlöst, der IHM wahrlich treu bis ans Ende seines Lebens ist. So wie Jesus treu bis in den Tod am Kreuz war und der Vater IHN am dritten Tag auferweckt hatte. Der Körper wird später auferweckt, während die Seele, wie zuvor erwähnt, sofort in den Himmel gelangt. Das Paradies ist die ewige Glückseligkeit, unbeschreiblich und doch real, weil jeder Mensch schon jetzt danach sehnt.
Das Empfangen des Heiligen Geistes wird in der Schrift zeitlich unterschiedlich zugeordnet. So hören wir von Heiden, die sofort den Heiligen Geist empfingen, als sie das Wort Gottes hörten, noch vor der Taufe. Petrus im Hause von Cornelius, dem Römer: Apo 17/44 Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten.
Dann wieder erleben wir bei Juden, die sich bekehren, dass der Heilige Geist erst nach der Taufe über sie kommt. Und schließlich bei den Samaritanern, die erst einige Zeit nach der Taufe, den Heiligen Geist empfangen. Demnach ist das Empfangen des Heiligen Geistes davon abhängig, wie unbelastet Menschen den Glauben annehmen. Bilden sie sich etwa auf ihre Herkunft, ihre Bildung etwas ein, wie die Juden.? Oder andere, die meinen, den Juden etwas vorauszuhaben, wie die Samaritaner. Ihnen mussten erst in Jerusalem die Hände aufgelegt werden, ein sichtbares Symbol der Zusammengehörigkeit im Glauben mit den Juden.
* Versiegelung mit dem Heiligen Geist: Wer vom Heiligen Geist versiegelt wurde, kann nicht mehr vom Glauben abfallen. Es gibt aber auch Gläubige, die den Heiligen Geist empfangen haben, aber nicht wirklich damit versiegelt sind und somit wieder verloren gehen können. Siehe dazu Matth 7/22
* Joch, Nachfolge Christi sein, in eine Jüngerschaft eintreten und erkennen, SEIN Knecht zu sein.
*hoffen, Hoffnung: Eine feste Zuversicht und ein Vertrauen darauf, dass das, was Gott angekündigt hat, auch in Erfüllung geht. Wenn eine werdende Mutter "in guter Hoffnung ist", bedeutet dies, dass sie wirklich gebären wird, weil die Zeichen eindeutig sind.
Taufsprüche und Taufhandlung
1.Apostelgeschichte 18,9-10
"Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht! Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden." X X
Erläuterungen
2.Apostelgeschichte 5,29b
"Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!"
Erläuterungen
3.Psalm 36,10
(Denn) Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
Erläuterungen
4.Markus 9,23
Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.
Erläuterungen
5.1 Petrus 5,7
Alle eure Sorgen werft auf Gott; denn Gott sorgt für euch.
Erläuterungen
6.Psalm 71,6
Auf dich habe ich mich verlassen vom Mutterleib an; du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen.
Erläuterungen
7.Psalm 56,11
Auf Gott hoffe ich und fürchte mich nicht; was können mir Menschen tun?
Erläuterungen
8.Ps 37,5
Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohlmachen. X
Erläuterungen
9.Psalm 17,8
Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel.
Erläuterungen
10.Johannes 15,12
Christus spricht: Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.
Erläuterungen
11.Johannes 11,25
Christus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben!
Erläuterungen
12.Matthäus 5,14+16
Christus spricht: Ihr seid das Licht der Welt. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. X
Erläuterungen
13.2 Korinther 3,5
Dass wir tüchtig sind, ist von Gott.
Erläuterungen
14.Psalm 119,105
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
Erläuterungen
15.Sprüche 2,6
Denn Der HERR gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und Einsicht.
Erläuterungen
Gebet vor der Taufe
Wir wollen nun Gottes heiligen Namen anrufen, um so zu seiner Ehre, zur Stärkung unseres Glaubens und zur Auferbauung seiner Gemeinde dieses Sakrament zu empfangen:
Allmächtiger, ewiger Gott! Du bist es, der nach deinem gerechten Urteil die ungläubige und verstockte Welt mit der Sintflut bestraft hat. Aber den gläubigen Noah und seine Familie, acht Seelen, hast du in deiner großen Barmherzigkeit gerettet und bewahrt. Du bist es, der den verstockten Pharao mit all seinem Heer im Roten Meer hast ertrinken lassen. Aber dein Volk Israel hast du trockenen Fußes durch das Meer hindurchgeführt. Dadurch wurde die Taufe bereits angedeutet. Indem wir uns auf deine grundlose Barmherzigkeit berufen, bitten wir dich, dass du diesen Täufling in Gnaden annimmst und ihn durch deinen Heiligen Geist in deinen Sohn Jesus Christus einfügst, sodass er in Christi Tod begraben wird und mit ihm zu einem neuen Leben aufersteht. Gib, dass er in der Nachfolge Christi jeden Tag sein Kreuz freudig trägt und seinem Herrn und Heiland in wahrem Glauben, fester Hoffnung und ganzer Liebe nachfolgt. Schenke, dass er so dieses Leben, das doch nichts anderes ist als ein fortwährendes Sterben, einmal durch deine Verheißungen getröstet verlassen kann. Gib, dass er am Jüngsten Tag vor dem Richterstuhl Christi, deines Sohnes, mit Freimütigkeit erscheinen kann, durch ihn, unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist als der eine Gott lebt und regiert in Ewigkeit.
Amen.
Taufbekenntnis
Geliebter Bruder (Schwester) in Christus!
Du möchtest die Taufe als ein Siegel deiner Zugehörigkeit zur Gemeinde Gottes empfangen. Damit deutlich wird, dass du die christliche Lehre, in der du unterwiesen worden bist, angenommen hast und durch Gottes Gnade entsprechend leben möchtest. So antworte vor Gott und seiner Gemeinde auf die folgenden Fragen aufrecht:
Erstens:
Glaubst du an den einzig wahren Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, der Himmel und Erde mit allem, was darin ist, aus nichts erschaffen hat (Mt 3,16–17; 1Mo 1,1; Hebr. 11,3), erhält und so regiert, dass nichts, weder im Himmel noch auf Erden, ohne seinen Willen geschieht? (Mt 10,29).
Zweitens:
Glaubst du, dass du in Sünde empfangen und geboren bist (Ps 51,7), dass darum Gottes Zorn auf dir lastet, und dass du von Natur aus unfähig zu Gutem und allem Bösen zugeneigt bist? (Röm 7,18) Bekennst du, dass du in Gedanken, Worten und Werken die Gebote des Herrn übertreten hast? Tust du wegen dieser Sünden aufrichtig Buße?
Drittens:
Glaubst du, dass Jesus Christus wahrer und ewiger Gott ist und bleibt (Röm 9,5) und dass er durch seine Geburt von der Jungfrau Maria wahrer Mensch geworden ist (Hebr 2,14; Lk 1,35)? Glaubst du, dass dir Jesus Christus von Gott dem Vater als Erlöser geschenkt worden ist? Bekennst du, dass du durch diesen Glauben Vergebung der Sünden in seinem Blut empfängst und dass du durch die Kraft des Heiligen Geistes ein Glied Jesu Christi und seiner Gemeinde geworden bist? (1Kor 1,8–9)
Viertens:
Bekennst du allen Artikeln des christlichen Glaubens, wie sie im Apostolischen Glaubensbekenntnis zusammengefasst sind? (2Tim 3,16) Willst du im Leben und im Sterben standhaft im Bekenntnis dieser Lehre bleiben und alle Ideen, die dieser Lehre widersprechen, zurückweisen? (Mt 24,13; 2Tim 4,3–5) Versprichst du, in Gemeinschaft mit der Gemeinde treu das verkündete Wort zu hören und das Heilige Abendmahl zu empfangen? (Hebr 10,24–25)
Fünftens:
Erklärst du, dass du von Herzen begehrst, gottesfürchtig zu leben und die weltlichen Begierden abzulegen und zu verleugnen, so wie es Gliedern Christi und seiner Gemeinde entspricht? (Ps 119,10; 1Joh 2,15–17) Willst du christliche Ermahnungen bereitwillig annehmen? (Hebr 13,17)
Dion, was ist hierauf deine Antwort? Antwort: Ja.
Oliver, was ist hierauf deine Antwort? Antwort: Ja.
Unser barmherziger Gott schenke dir seine Gnade und seinen Segen zum Vollbringen dieses heiligen Vornehmens, durch unseren Herrn Jesus Christus. Amen.
Vollzug der Taufe
Der Bruder nennt den vollständigen Vor-und Nachnamen des Täuflings und spricht, während er das Taufwasser über ihn gießt:
...Name, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Mt 24,19).
...Name ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
Dankgebet
Allmächtiger, barmherziger Gott und Vater, wir danken dir und loben dich, weil du uns durch das Blut deines geliebten Sohnes Jesus Christus alle unsere Sünden vergeben hast. Du machst uns durch deinen Heiligen Geist zu Gliedern deines eingeborenen Sohnes und hast uns so als deine Kinder angenommen.
Wir bitten dich durch deinen geliebten Sohn, dass du...Namen durch deinen Heiligen Geist fortwährend leitest, so dass sie christlich und gottesfürchtig leben und in dem Herrn Jesus Christus wachsen. Gib, dass sie so deine väterliche Güte und Barmherzigkeit erkennen und bekennen. Schenke es, dass sie gehorsam unter unserem einzigen Lehrer, König und Hohenpriester Jesus Christus leben, damit sie gegenüber der Sünde und dem Teufel gewappnet sind und bestehen. Damit sie dich und deinen Sohn Jesus Christus und den Heiligen Geist, den einzig wahren Gott, in Ewigkeit loben und preisen. Amen.
Lied: z.B. Ich bin getauft auf deinen Namen
Ende der Taufhandlung
Foto: Marcos Paulo Prado