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Beten aber richtig

  • 24. Juni 2025
  • 7 Min. Lesezeit


Beten ist eine verbindende Gemeinschaft in Gemeinden und Kirchen. Doch das Gebet richtet sich an Gott den HERRN, wir treten gemeinsam vor IHN und versuchen nicht, uns gegenseitig mit klugem Wort zu beeindrucken. Gebete zielen in der Regel auf eine Reaktion oder Antwort Gottes. Im schlimmsten Fall versuchen wir, Gott mit Lösungsvorschlägen zu versorgen: "Mach Tante Elli gesund". Wie wir mit ein wenig Gebetserfahrung einsehen müssen, geht es nicht darum, nach eigenem Wunschdenken zu beten sondern den souveränen Willen Gottes, seinen geheimen Ratschluss, einzubeziehen. Im besten Fall beten und bitten wir Gott um Gerechtigkeit, Weisheit, Gnade und Barmherzigkeit, machen uns mit leidenden Brüdern und Schwestern eins, auch mit jenen, die um ihrer eigenen Sünde willen leiden. Nicht um ihre Sünde zu rechtfertigen, sondern um uns mit ihnen als Mitleidende und Gnaden bedürftige zu solidarisieren. Wir erkennen die Gerechtigkeit Gottes an und sind bereit, Sünde zu bekennen und aufzudecken. Aber dennoch solidarisieren wir uns mit leidenden Brüdern (Schwestern sind auch Brüder im HERRN), weil wir ein Leib sind oder einer Glaubensgemeinschaft angehören.


Ein besonders heikler Punkt in der heutigen Gebetspraxis ist das Reden Gottes, die Antwort auf Gebet verstehen zu können und zu wollen. In der Regel wird Gebet heute als eine Art Kummerkasten verstanden, den Gott zu gewissen Zeiten öffnet und Wünsche in Erfüllung gehen lässt oder nicht. Man rechnet mit Wundern, die vom Himmel fallen, ohne zu bedenken, dass alles was Gott tut auf die Ewigkeit ausgerichtet ist, nämlich das Ziel verfolgt, dass Menschen in der Ewigkeit ankommen. Wie schon erwähnt, sollte Gebet nicht darauf ausgerichtet sein, dass Gott Wunder vom Himmel schickt, was sicherlich hier und dort tatsächlich geschehen kann. Der Beter oder derjenige für den gebetet wird sollte sich stets als Partner Gottes verstehen, bereit sein zur Veränderung im eigenen Leben und zum Dienst am anderen, soweit es Gottes Plan ist.


Beten und eine konkrete Antwort Gottes erwarten, ist die rechte Gebetshaltung. 

Dabei sollte unsere Erwartung offen sein, dass auch Gebetserhörung nicht so ausfällt, wie es nach dem Verstand zu erwarten wäre. Gebet kann auch eine subjektive Verschlechterung eines Zustandes zur Folge haben, denn Gott mutet es uns zu, durch Krisen ans Ziel zu kommen. Sei es, dass jemand im Angesicht des Todes sich noch rechtzeitig bekehrt oder als Christ Buße tut. Erst mit dem Tode kommen alle Gebete zu spät. Daher:


  • Beten, wie Jesus beten würde, beispielsweise mit einem Bibelvers auf den Lippen.

  • Beten in Wahrheit, vor dem Beten Sünden bekennen und Buße tun.

  • Beten ohne konkrete Ergebnisse von Gott zu erwarten

  • Beten mit der Erwartung, Gottes Willen und Handeln zu erkennen.

  • Beten mit dem Herzen eines vertrauenden Kindes: Unser Vater im Himmel.....





24 Denn Gott ist Geist; deshalb müssen die, die ihn anbeten wollen, ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.« .


Das Gebet ist die Grundlage der Kommunikation zwischen Mensch und Gott. Der Apostel Johannes verweist darauf, dass die Gläubigen nicht aus ihrer eigenen Weisheit drauflosplappern sollen sondern so, wie der Geist Gottes es eingibt. Ferner sollen Christen in Wahrheit anbeten, was bedeutet, dass wir unser Leben vor Gott "wahrhaftig" halten müssen. Wenn wir nicht bereit sind Gottes Willen zu tun, Sünden bekennen und Vergebung empfangen, im eigenen Leben bereit sein aufzuräumen und für Veränderung im Heiligen Geist bereit zu sein , so können wir auch nicht um etwas bitten.




Teil2 (teils Wiederholungt)


Gebet ist keine Arbeit sondern Beziehungpflege.
Am Beispiel von Abraham sehen wir, dass es darum geht zu wissen, wann es um Beten geht und wann wir kämpfen müssen.

Sieben Voraussetzungen, damit Gebet erfolgreich sein kann.


  1.  In Jesus bleiben Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden. (Joh 15/7) Wiedergeboren sein und somit Geistestaufe empfangen zu haben bedeutet, in Seinem Namen beten zu können. Ein Gebet in Jesu Namen abzuschließen ohne den Willen Jesu zu kennen ist falsch.

  2. Nach seinem Willen bitten. Dies bedeutet Sein Wort zu studieren u n d durch Gutes tun die Menschen zu beeinflussen. Aber nicht "gleichförmig" der Welt sein, nicht nach ihren Werten leben. Besonders von der Sünde Abstand nehmen, damit wir Gottes Willen überhaupt erkennen können. nicht "gleichförmig" der Welt sein, nicht nach ihren Werten leben.

  3. Betet im Namen Jesu. Ich sage euch die Wahrheit: Wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es euch geben. 24 Bisher habt ihr euch nicht auf mich berufen, wenn ihr etwas von Gott erbeten habt. Bittet ihn, und er wird es euch geben. Dann wird eure Freude vollkommen sein.« Joh 16/23 (Gewisse Vollmacht, wie sie die Apostel hatten stehen uns heute nicht mehr so ohne weiteres zur Verfügung, wie sofortige Krankenheilung und Totenerweckung. Wenn dies heute dennoch geschieht handelt es sich um Gnade Gottes. Er ist souverän und kann jeder Zeit alles tun). Aber dennoch gilt: Ich bitte, weil ich weiss, was Jesus vom Vater erbitten würde. Daher muss ich ständig in der Bibel studieren, damit ich weiss, was ich beten soll.

  4. Betet mit Motivation.  Und wenn ihr ihn bittet, wird er euch doch nichts geben. Denn ihr verfolgt üble Absichten: Es geht euch nur darum, eure selbstsüchtigen Wünsche zu erfüllen. 4 Ihr Treulosen! Ist euch denn nicht klar, dass Freundschaft mit der Welt zugleich Feindschaft gegen Gott bedeutet? Jak 4/3. Hat dein Gebet egoistische Motive um dir vielleicht Arbeit und Sorgen zu ersparen? Z.B. bei Krankenheilung müssen wir auch davon ausgehen, dass Gott andere Pläne hat als schnell gesund zu machen.

  5. Beharrlich beten.  ..und siehe, eine kanaanäische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, schrie und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen. 23 Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn und sprachen: Entlass sie! Denn sie schreit hinter uns her. 24 Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 25 Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! 26 Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden[4] hinzuwerfen. 27 Sie aber sprach: Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde[5] von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen. 28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an. (Matth 15/22-28) Mit Ausdauer beten bedeutet, solange beten bis Erhörung eintritt.

  6. Demütig beten. Wir fordern nicht, wir flehen. Dazu aus Jesaja: Gönnt euch keine Ruhe und gönnt auch Ihm keine Ruhe, bevor das Reich Gottes nicht gebaut wird. (Jes 62) Aus dem Dominikanerorden: "Bete so, als wenn alles in der Welt von deinem Gebet abhängt und arbeite so, als wenn alles in der Welt von deiner Arbeit abhängt." Gebet steht demnach in einer Wechselbeziehung zu deinem Handeln.

  7. Bußfertig beten.  Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören; sondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört. (Jes 59/1) Hier hört Gott nicht, weil die Menschen nicht in der Heiligung stehen, also mit ungeklärter Sünde behaftet sind.

  8. Gehaltserhöhung erwarten und sich darüber austauschen. Gebetserhörung kann auch bedeuten, dass Gott dich beauftrag Seinen Willen zu verkündigen. Es ist dann an den Betroffenen, dies im Geist zu prüfen.



Ich mache mir also bewusst, dass ich mit Gott unterwegs sein muss und es nicht allein an meiner inneren Überzeugung liegt gerettet zu sein. Weiterhin braucht es die Bereitschaft mich mit Sünde auseinanderzusetzen und mich von Gott führen und reinigen zu lassen. Es geht nicht darum sich zu fragen, wo noch Sünde in meinem Leben ist. Gott ist sehr gnädig und macht mich auf Sünde aufmerksam, wenn es an der Zeit ist sich damit auseinanderzusetzen. Denn ER will mit mir fortschreiten und dazu gehört im Leben aufzuräumen und sich von Hindernissen durch Buße und Umkehr zu trennen. Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist's aber, der mich richtet. 1. Kor 4/4 Sieben Bedingungen der Heiligung (Reinigung von Sünden) als eine Voraussetzung für Gebetserhörung.

  1. Falscher Umgang mit unserer Zunge. Wer sich gerne mitteilt ist auch in größerer Gefahr sich zu versündigen. In langen Reden ist auch schnell Verfehlung. Wenn jemand meint, er diene Gott, und zügelt nicht seine Zunge, sondern betrügt sein Herz, dessen Gottesdienst ist vergeblich. (Jak 1/26) Sanftmut, Güte und Selbstkontrolle sind Geistesfrüchte, die den behutsamen Umgang mit dem Wort einschließen.

  2. Der falsche Gebrauch unseres Geldes. Das Vermögen gehört dem HERRN. Die Frage ist, was können wir mit unserem Geld Gutes bewirken.

  3. Der falsche Umgang mit Sexualität. Ihr Männer ebenso, wohnt verständnisvoll ⟨mit ihnen⟩ zusammen als dem schwächeren, dem weiblichen Gefäß, und gebt ⟨ihnen⟩ Ehre als ⟨solchen⟩, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden! ( 1.Pet 3/7 ) Wir Männer sollen unsere Ehefrauen ehren als Miterben mit beidseitigem Verständnis.

  4. Unser Verhältnis zu unseren Geschwistern. Freuen wir uns auf die Gemeindeversammlung, kommen wir gerne mit den Gemeindemitgliedern zusammen, wie reden wir mit und über die anderen? Ist unser Herz rein von ungeklärten Vorwürfen und Verletzungen?

  5. Unser Verhältnis zu den Ungläubigen Nachbarn und Verwandten. Werden wir nur mit Heiligenschein gesehen, die nichts mit Ungläubigen zu tun haben wollen? Oder haben sie eine gute Meinung von uns?

  6. Unser Verhältnis zum Okkultismus. Ein weitverzweigtes Gebiet, das hier nur angerissen werden kann. Es geht um indirekte Einflüsse, hinter denen letztendlich Satan steckt und von denen wir uns radikal fernhalten müssen. (Spiritismus wie Karten legen oder Handlesen, Gesundheitsübungen wie Yoga, Musik mit dämonischen Inhalten, alternative Medizin wie Pendeln, Homöopathie oder andere Heilungsangebote aus dem fernöstlichen oder schamanischen Bereich. "Lieber krank sein als auf eine okkulte Art und Weise geheilt werden und geistlich belastet sein. (Martin Vedder).

  7. Unser Verhältnis zur Buße und Umkehr.  Als ich schwieg, zerfielen meine Gebeine durch mein Schreien den ganzen Tag. Denn Tag und Nacht lastete auf mir deine Hand; verwandelt wurde mein Saft in Sommergluten. Ich tat dir kund meine Sünde und deckte meine Schuld nicht zu. Ich sagte: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen; und du, du hast vergeben die Schuld meiner Sünde. Deshalb soll jeder Getreue zu dir beten, zur Zeit, da du zu finden bist; gewiss, bei großer Wasserflut – ihn werden sie nicht erreichen. Ps 32/3. David wollte erst sein Verhältnis zu Batseba vertuschen aber dann erlitt er unter seiner Sünde Höllenqualen.

Fazit: Gott erhört Gebete aber er will uns führen um seines Namens willen.





 
 
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