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Die Entrückung der Gemeinde

  • 16. März 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 17. Juni 2024



Teil I



Die Entrückung wird nicht heimlich geschehen, Jesus wird nicht wie ein Dieb in der Nacht kommen. Vielmehr wird es ein Tag großer Freude für die Erlösten sein.


Kaum ein Thema ist heute unter Theologen so unklar, ja umstritten, wie der Zeitpunkt der Entrückung. Bei strenger Chronologie anhand der Schrift kann aber die Entrückung nur vor der Drangsalszeit stattfinden. Viele Gläubige leiden förmlich unter der Angst, durch die schlimmste Zeit der Weltgeschichte gehen zu müssen, weil die Visionen der Offenbarung und der Propheten so plastisch vor ihnen stehen. Kaum jemand scheint in der Lage zu sein, diesen Irrtum auszuräumen und den Brüdern und Schwestern Frieden über diese Zeitepoche zu geben.


Der Grund ist die Ersatztheologie, die mit Beginn der Konstantinischen Wende 380n.Chr. die Gemeinde in der Nachfolge Israels verortet hat. Ein weitreichender Fehlschluss, der dazu führte, dass zahlreiche Prophetien für Gottes irdisches Volk, Israel, nicht mehr richtig zugeordnet wurden. Israel, Jerusalem, Zion, die 144000 aus der Offenbarung, alles und noch mehr stand jetzt für die Gemeinde. Israel wurde wegen seiner Verwerfung des Messias aller Verheißungen beraubt. Die Folge war, dass zwischen Gemeinde, dem himmlischen Volk Gottes, und dem jüdischen Volk nicht mehr richtig unterschieden werden konnte. Nicht Israel, sondern die Gemeinde musste nun durch die Große Drangsalszeit gehen, die letzten dreieinhalb Jahre vor der Rückkehr Jesu, die u.a. in der Offenbarung beschrieben wird. Die zeitliche Zuordnung

  • zur Entrückung,

  • zum 1000-jährigen Friedensreich,

  •  zur Wiederkunft Christi in Macht und Herrlichkeit

  • zum Endgericht und

  • dem Kommen des himmlischen Jerusalems

geriet durcheinander. Durch die Reformation und den Buchdruck im 16. Jahrhundert wurde die Bibel für die Masse der Gläubigen zwar wieder verfügbar, aber wichtige Erkenntnisse um Entrückung, Drangsalszeit und die Wiederkunft Christi blieben weiterhin von der "Ersatztheologie" verdunkelt.  Wenn noch in den ersten Jahrhunderten der Gemeinde die Entrückung zum HERRN Trost und eine freudige Erwartung für leidende Christen war, geriet dies für lange Zeit in Vergessenheit.


Erst mit der letzten großen Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert in Nordeuropa und Nordamerika gelangte die Entrückung wieder in den Fokus. Große Bevölkerungsmassen in unterschiedlichen Ländern kamen zum Glauben, 1865 wurde die Heilarmee gegründet, durch die ganze Scharen sich bekehrten. Der Weckruf-Der Bräutigam kommt-,  im Gleichnis von den 10 Jungfrauen steht für diese Zeit. Die gesamte Christenheit, Gläubige und Scheinbekehrte waren bis zu diesem Zeitpunkt "eingeschlafen". Man wachte auf, befasste sich neu mit den Prophetien und den Verheißungen für Israel, jedoch hatten nicht alle so viel Heiligen Geist -das Öl in ihren Lampen-, um die Bedeutung des Gleichnisses zu erkennen. Man führte die Lehre von der "Vorentrückung" (Dispensationalismus) ein, die man vor allem auf J. N. Darby (* 18. November 1800 in London; † 29. April 1882) zurückführte. Dies ohne zu realisieren, dass die Entrückung schon in der ersten Christenheit klar verstanden worden war, wie oben bereits erwähnt und unten weiter ausgeführt. Es war keine neue Lehre. Damals, vor annähernd 2000 Jahren, rechnete man ständig mit der Entrückung, weil ja klar war, dass keiner wissen konnte, wann diese stattfinden würde. Dass sie aber stattfinden würde, bevor die letzten großen Katastrophen hereinbrechen würden, das war klar. Paulus an die Thessalonicher:


1Thess 4,17  danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen (den Verstorbenen) entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; (Jesus kommt nicht auf die Erde) und so werden wir allezeit (auch bei Seiner Wiederkunft auf die Erde) beim Herrn sein. 18 So ermuntert nun einander mit diesen Worten!


Fortsetzung folgt.


Foto: Creative Christians


 
 
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