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Die Psalmen der Endzeit


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Nach der Entrückung der Gemeinde wird Israel durch die Drangsalszeit gehen. Demzufolge konzentriert sich die Heilsgeschichte am Ende der Tage auf das jüdische Volk. In prophetischer Vorausschau durchlebt das jüdische Volk diese tiefsten Ängste der großen Drangsalszeit, ohne genau zu wissen, wann es geschehen wird. Aber auch die Gemeinde kann in ihrer Zeit diese Ängste durchmachen und vor Gott bringen.


Jes 10/20 An jenem Tag wird es geschehen: Da wird der Rest Israels, und was vom Haus Jakob entkommen ist, sich nicht mehr länger auf den stützen, der es schlägt, sondern es wird sich auf den HERRN, den Heiligen Israels, stützen in Treue. 21 Ein Rest wird umkehren[13], ein Rest Jakobs, zu dem starken Gott.


Jes 37/31 Und was vom Haus Juda entkommen, was übrig geblieben ist, wird wieder wurzeln nach unten und Frucht tragen nach oben. 32 Denn von Jerusalem wird ein Rest ausgehen und das Entkommene vom Berg Zion. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird das tun.


Die Psalmen handeln von diesem endzeitlichen Geschehen, weil die ganze Hoffnung der Israeliten auf das Kommen des Messias als Retter und Weltherrscher liegt. In dieser Erwartung werden sie wieder einmal einem falschen Messias verfallen und sich auf den stützen, der sie verrät. Gemeint ist der Antichrist, (das Tier aus der Erde), der von Jerusalem aus regieren wird. Doch am Ende wird es von dort eine Erweckung geben und die Wiederkehr Christi in Macht und Herrlichkeit. Eine Hoffnung, auf die sich auch die Gemeinde stützen kann, weil sie im Tausendjährigen Friedensreich zusammen mit Israel regieren wird. Dazu wird es aber nur kommen, wenn ein Überrest Israels den HERRN anruft: Gelobt sei der da kommt, im Namen des HERRN. Vorerst werden Zweidrittel des jüdischen Volkes im Lande umkommen durch den Angriff vom König des Nordens. Der Überrest, wird in höchster Not zu Jesus schreien, so wie beispielsweise die Hugenotten in der Reformationszeit in Frankreich wussten, dass nach der Finsternis das Licht kommt.

Traurige Berühmtheit hat diese Bartholomäusnacht erlangt, in der am 23./24. August 1572 tausende Hugenotten in Paris und anderen Orten niedergemetzelt wurden. Zu den Opfern zählte auch der Anführer der Hugenotten, der Admiral Gaspard de Coligny, sowie ein Großteil des reformierten Adels. (Aus Deutsche Hugenottengesellschaft)


Ps 112

1 Halleluja! Glücklich der Mann, der den HERRN fürchtet, der viel Gefallen an seinen Geboten hat! 2 Seine Nachkommenschaft wird mächtig sein im Land. Das Geschlecht der Aufrichtigen wird gesegnet werden. 3 Vermögen und Reichtum wird in seinem Haus sein, und seine Gerechtigkeit besteht ewig. 4 Den Aufrichtigen strahlt Licht auf in der Finsternis. Er ist gnädig und barmherzig und gerecht. 5 Gut ⟨steht es um den⟩ Mann, der gütig ist und leiht! Er wird seine Sachen durchführen nach dem Recht. 6 Denn in Ewigkeit wird er nicht wanken, zu einer ewigen Erinnerung wird der Gerechte sein. 7 Er wird sich nicht fürchten vor böser Nachricht. Fest ist sein Herz, es vertraut auf den HERRN. 8 Beständig ist sein Herz, er fürchtet sich nicht, bis er heruntersieht auf seine Bedränger. 9 Er streut aus, gibt den Armen. Seine Gerechtigkeit besteht ewig. Sein Horn ragt auf in Ehre. 10 Der Gottlose wird es sehen und sich ärgern, mit seinen Zähnen wird er knirschen und vergehen. Das Begehren der Gottlosen geht verloren.


Schea-Israel, der gläubige Überrest, wird in der Zeit des Antichristen erwachen, durch die Drangsalszeit hindurchgehen und am Schluss ins messianische Königreich eingehen.


Aus größter Not und Chaos in die größte Ordnung und Freude.





Foto: František Čaník

 
 
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