Gott der Vater Teil 1
- Axel Nickolaus

- 24. Sept. 2023
- 22 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Nov. 2023

Prolog:
Vaterschaft ist ein Begriff, der in den letzten beiden Jahrhunderten immer weiter in den Hintergrund gedrängt wurde. Wenn wir uns hier auf die Suche nach einem Vaterbild machen, dann scheint es zunächst wichtig zu realisieren, dass wir nicht nur in einer sogenannten "vaterlosen Gesellschaft" leben. Vielmehr zeichnete sich die Entwicklung dahin lange schon vorher ab. Angefangen von der "Aufklärung", die den himmlischen Vater, als Schöpfer weit weg in die Ferne rückte, um IHN dann im 19. Jahrhundert gänzlich zu leugnen. Es war vor allem die Evolutionstheorie Darwins, die dem Marxismus die ideologische Triebkraft verlieh. Eine Theorie, die die Existenz Gottes infrage stellte, kam den Linken gerade recht. Obwohl Darwin die Begeisterung Marx' nicht geheuer war, nahm der revolutionäre Kommunismus die Evolutionslehre gerne auf. Eine politische Kraft des Materialismus entstand, der mehr als 100 Millionen Menschen zum Opfer fielen, die aber auch das Vaterbild gründlich erschütterte. Man sprach vom Patriarchat, das es galt, zu überwinden. Hier begründete sich ein Vaterhass, der im Westen von der Psychotherapie um Sigmund Freud sein Gegenüber fand. Wenn wir uns heute fragen, warum Vaterschaft und väterliche Sorge so geringe Bedeutung vornehmlich in westlichen Gesellschaften haben, dann mag dies darauf zurückzuführen sein, dass der Same schon lange vor den beiden Weltkriegen gelegt wurde. Väter, die ihre Familien verlassen und Männer, die gesellschaftlich immer weniger Männlichkeit zeigen, daran haben wir uns gewöhnt. Stattdessen haben wir es mehr denn je mit jungen Männern und Vätern zu tun, die selbst an dem Verlust ihrer Väter leiden. Der Begriff der "Vaterwunde" aus der christlichen Männerbewegung seit der 90er-Jahre bezeichnet nicht nur ein schwindendes Gottesbild, sondern auch den Verlust einer Identität als Vater und Mann. Die 'Auswirkungen für Familien und Frauen sind verheerend. Viele junge Frauen halten heute nach einem Mann Ausschau, der bereit ist, seinen Stand als Mann einzunehmen und bereit ist, verlässlich als Vater Verantwortung zu übernehmen. Nicht die angepassten Männer, die sich selbst als Feministen bezeichnen sind gefragt, sondern Männer nach Gottes Herzen. Ganz unbestreitbar hat die vaterlose Gesellschaft auch Auswirkungen auf Kirchen und Gemeinden. Mehr denn je begegnen uns dort alleinstehende Frauen, die nach einem gläubigen Mann Ausschau halten. Mit dem schwindenden Vaterbild, fehlen auch hier Persönlichkeiten, die aus einer gesunden Vaterbeziehung stammen. Männer, die bereit sind, nach der Bibel zu leben und ein Gegengewicht zur vaterlosen Gesellschaft um sie herum bilden.
Die Botschaft, dass es keinen Gott gäbe, führte in einen Materialismus, der nicht nur die Abtreibung als Befreiung der Frau feierte, sondern auch mithilfe der Psychotherapie Freunds und anderer Philosophen in einen Vaterhass mündete. Die vom Sozialismus eingeführte Legalisierung von Abtreibung hat bis heute zu einer Milliarde Abtreibungen weltweit geführt. Kaum hört man von Vätern, die sich für das Leben ungeborener Kinder einsetzen und einer Abtreibungsmaschinerie ins Räderwerk fallen. Die Abschaffung des Patriarchats sieht auch keinen Platz mehr für die geistige Verantwortung und Leiterschaft von Vätern vor, so wie sie die Bibel den Männern auferlegt. Wo Gott der Vater als Schöpfer abgelehnt wird, da schwindet auch die Bedeutung von Männlichkeit. Als Liebhaber, Samenspender und Mitarbeiter im Haushalt mag es noch einen Platz für sie geben, aber nicht im Rahmen einer Schöpfungsordnung. So erleben wir seit der 68. Bewegung eine Neuauflage des Sozialismus, dem Neo-Marxismus, der sich jetzt nicht mehr an die Arbeiter wendet, sondern an eine revolutionäre Jugend, in der Gefühle und Drogen ein Gegengewicht zum gescheitertem Rationalismus der Vergangenheit darstellen. Ein Rationalismus, der sich von Gott losgesagt hatte, und der zwei Weltkriege hinter sich her zog, konnte keine Zukunftsgrundlage mehr bieten. Aber statt der Rückkehr in die liebenden Arme eines Gottes, der sich als Vater in Seinem Sohn Jesus Christus offenbart hatte, setzte die Neue Linke den Atheismus mit seinem Vaterhass weiter fort. Das die "sexuelle Befreiung" schließlich auch die Auflösung von Familie, massenhafte Abtreibung und die Vermarktung der Frau nach sich zog, ist nur nachvollziehbar. Wo Vaterschaft nicht mehr stattfindet und junge Männer ewig auf der Suche nach väterlicher Anerkennung und männlicher Identität sind, da führt dieser Mangel zwangsläufig in Mangelerscheinungen und Ersatzbefriedigungen. Sei es in die Sucht nach Anerkennung im Beruf, sei es in wechselnde Beziehungen zu Frauen oder eine Anerkennung und Liebe durch andere Männern. Wir ahnen, dass Männer, die auf der Suche nach wahrer Freundschaft sind, zwangsläufig in den Dunstkreis von Homosexualität geraten. Während es noch in südlichen und fernöstlichen Ländern ganz normal ist, wenn Freunde sich umarmen und körperlichen Kontakt suchen, so scheuen Männern im Westen diese Nähe. Und unter Christen? Sind nicht auch christliche Männer von dieser Verunsicherung betroffen? Oder trägt jeder den Jünger Johannes im Herzen, der Lieblingsjünger Jesu hatte scheinbar kein Problem damit, an der Brust seines HERRN zu liegen. Männerfreundschaft pur, könnte man sagen. Kaum jemand schien daran in den letzten zweitausend Jahren Anstoß zu nehmen, die Bibel blieb da eindeutig: Joh 13/23 Einer von seinen Jüngern, den Jesus liebte, lag zu Tisch an der Brust Jesu.
Damals im Judentum, zu Jesu Zeiten war es undenkbar, dass Männer eine erotische Beziehung eingingen, wie im römischen Reich drumherum. Mose hatte praktizierte Homosexualität nach Gottes Willen mit Todesstrafe belegt, aber das war nicht der eigentliche Grund, warum junge Männer ungehemmt ihre Freundschaft zeigen konnten und sich sicher gegenüber anderen Absichten waren. Während es in der Öffentlichkeit nicht toleriert war, wenn sich Frauen und Männer, verheirate oder nicht, nahe kamen, sich berührten oder gar küssten, war es bei Männern ganz anders. Es gab keine sexuelle Zweideutigkeit, Männer konnten sich Freundschaften hingegen, so wie sie es an ihren eigenen Väter beobachtet hatten. Freundschaften, die einander stützten, beistanden und oftmals auch im Glauben stärkten. Heute erleben wir im Westen eine massive Verunsicherung, die bis in Gemeinden hinein reicht. Wer würde sich an der Brust eines Pastors oder Ältesten wohl wühlen? Und doch müssen Männer sich körperlich spüren, um Nähe und Sympathie auszudrücken. Was allenfalls noch im Fußball frei von Diffamierung ist, scheint in anderen Lebensbereichen kaum mehr Ausdruck zu finden. Die Freundschaft zum eigenen Geschlecht basierend auf einer gesunden Vaterbeziehung.
Mit dem Verlust von Vaterschaft geraten auch Männerfreundschaften ins Zwielicht. Kann ein Mann sich seiner Gefühle gegenüber Geschlechtsgenossen sicher sein? Schlummert nicht in jedem der Ödipuskomplex, der Hass auf den eigenen Vater? Im Herzen tragen viele Männer heute den tiefen Wunsch nach einem lieben Vater wie eine offene Wunde mit sich. Nur ein Mann kann dieses Vakuum füllen, wenn es heißt, "du bist mein geliebter Sohn." Wie groß mag dieses Verlangen unter jungen Männern sein, wie groß ist die Vatersuche auch unter jungen Frauen? Wenn ein junges Mädchen von ihrem Vater hören muss, du bist meine geliebte Tochter, meine Prinzessin, mein Augenstern...
Wer sich heute als Familienvater engagieren will, stößt zwangsläufig auf eine von Müttern und Frauen dominierte Familienpolitik, in der väterliche Verantwortung kaum mehr vorstellbar zu sein scheint. Ganz zum Leid vieler Frauen und Kinder, die in Zeiten der Orientierungslosigkeit und des gesellschaftlichen Zerbruchs nach einem männlichen Beistand verlangen. Wenn wir uns also hier auf die Suche nach dem Vaterbild Gottes machen, gilt es zunächst einmal zu überprüfen, welche Vatererfahrung wir selbst in der Jugend erlebt haben. Es gilt aber auch klar zu erkennen, wo überall väterliche Verantwortung fehlt, sei es in der Familie, im Betrieb, in der Gemeinde oder der Politik. Fragen wir mal in unserem Umfeld nach Menschen, die eine positive Vaterbeziehung erlebt haben, eine Vaterschaft, wie sie sich im Begründer westlicher Kultur offenbart hat, Jesus Christus.

1.Tim 1/17 Dem König der Zeitalter aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Joh 1/18 Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.
1.Tim 6/16 der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen.
Der heilige, unnahbare, ewige Gott wird durch Seinen Sohn Jesus Christus für Menschen sichtbar und kommt uns entgegen. Nicht dass irgendein Mensch zu Gott kommen könnte, eine unüberwindliche Kluft trennt den Menschen von der Heiligkeit Gottes. Seit der Ursünde, dem Sündenfall, ist der Mensch in Vergänglichkeit gestoßen, lebt in Sünde (Gottesferne) und häuft unablässig immer weitere Sünden auf sich. Während noch Adam und Eva im Paradies direkten Umgang mit ihrem Schöpfer hatten, wohnt ER nun zurückgezogen von der Menschheit in einem unzugänglichen Lichte. Jeder Versuch, in die Gegenwart Gottes zu kommen, würde mit dem Tod enden. Die Unreinheit des Menschen verträgt sich nicht mit der Heiligkeit Gottes, so wie Feuer sich nicht mit Wasser vermischen lässt. Es braucht einen Mittler zwischen Gott und Mensch.
Das Bemühen der Religionen durch Opfer und gute Taten zurück in den Himmel zu gelangen ist vergeblich. Obwohl die Vorfahren sich noch an einen Schöpfergott und die Sintflut erinner konnten, ist dieses Wissen im Laufe der Jahrtausende verloren gegangen und man hat sich eigene Götter gemacht. Die Menschheit wäre am Ende, wie auch das auserwählte Volk Gottes verloren gegangen ist. In Hos 1/9 befiehlt Gott dem Propheten Hosea (787-756 v.Chr) seinen Sohn Lo Ammi zu nennen, übersetzt: nicht mein Volk: . 9 Und er sprach: Nenne ihn Lo-Ammi; denn ihr seid nicht mein Volk, so will ich auch nicht der Eure sein.
Der Kontakt zwischen Gott und Menschheit war zu diesem Zeitpunkt abgebrochen, die Heilgeschichte seit Abraham und dem Auszug aus Ägypten beendet. Es gab kein Volk Gottes mehr, dem sich Gott zuwenden und offenbaren konnte. Für Israel sollte es nach dem Propheten Maleachi (4./5. Jahrhundert. v.Chr) keinen Boten mehr geben. Aber der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs hatte Verheißungen gegeben, die auf einen Messias hindeuteten, einen Gesalbten Gottes, der einmal die ganze Welt von ihren Sünden erlösen würde. So sandte Gott Seinen einzigen Sohn im Jahre -1 v.Chr. (Jahr 0 der Zeitrechnung) zur Erde und ließ ihn als Mensch geborgen werden.
Die Liebe des Vaters war von Anbeginn der Schöpfung so groß, dass ER schon im Voraus einen Plan hatte, um die verlorene Menschen, trotz ihres Abfalls, zu retten. Die Evangelien berichten davon und es ist Jesus Christus selbst, der sich immer wieder als wahrer Gott und wahrer Mensch auf Seinen Vater beruft. Sein Auftrag ist es, die Menschheit aus den Händen Satans zu reißen und zurück zum Vater zu führen. Wenn wir uns also auf die Suche nach Gott dem Vater machen, müssen wir schauen, was Sein Sohn über IHN offenbart hat, ja Jesus genau betrachten, seine Beziehung zu Seinem Vater studieren:
Joh 14/9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater?
Die Liebe des Vaters
1.Mos 22/9 Und sie kamen an den Ort, den Gott ihm genannt hatte. Und Abraham baute dort den Altar und schichtete das Holz auf. Dann band er seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben auf das Holz. 10 Und Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. 11 Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her zu und sprach: Abraham, Abraham! Und er sagte: Hier bin ich! 12 Und er sprach: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Jungen, und tu ihm nichts! Denn nun habe ich erkannt, dass du Gott fürchtest, da du deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast.
Es gibt kaum einen anderen Bericht, der das Herz des Vaters so offenbart wie diese Geschichte Abrahams. Den Schmerz, den ein Vater empfindet, wenn er den einzigen Sohn hergibt, scheint hier durch:
Wegen der Treue zu seinem Schöpfer ist Abraham bereit, sein Liebstes, seine ganze Hoffnung auf Fortbestand seines Samens zu opfern.
Wegen der Untreue der ganzen Menschheit ist Gott bereit, seinen einzigen Sohn, zu opfern.
An der Treue Abrahams (Vater vieler) bekommen wir eine Vorstellung von der Liebe Gottes, der Seinen einzigen Sohn dann wirklich, an gleichem Ort geopfert hat. Auf dem Felsen von Golgatha zeigt sich die vollkommene, überwältigende Liebe des Vaters. An der Geschichte Abrahams soll nur sichtbar werden, was Gott selbst dann 2000 Jahre später in die Tat umsetzten sollte.
Das reine Opfer
Für einen unsterblichen Gott ist es unmöglich, sich selbst als Opfer für andere darzubringen. Aber der menschgewordene Sohn Gottes, konnte Sein Leben hingeben. So wie die Opfertiere im Alten Testament fehlerfrei sein mussten, so musste auch das einmalige Opfer Jesus das reiste Opfer sein, frei von Befleckung, durch Sünde. Ein Opfer, durch das alle anderen Opfer überflüssig wurden. So heißt es, dass das Opfer Jesu am Kreuz:
einmalig (Jesus muss nicht irgendwann noch mal ans Kreuz, Sünden zu allen Zeiten sind eingeschlossen.)
allumfassend (jede Sünde kann vergeben werden.)
allgemeingültig (gilt für jeden Menschen, der sich zu Jesus bekehrt.)
Das vergossene Blut von Golgatha ist bildlich gesehen der Schutzanzug für uns Menschen, der uns vor dem Zorn Gottes schützt. Wenn wir als bekehrte Christen vor unserem Schöpfer stehen, dann kann und will Gott an uns nichts anderes sehen als das Blut Seines geliebten Sohnes.
Die Liebe des Sohnes
Joh 15/13 Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben hingibt für seine Freunde.
Gott Vater im Alten Testament
In der rabbinischen Literatur, den begleitenden Gebetsbüchern und Texten zur Torrah (Pentateuch) und den Büchern der Propheten wurde auf den dreifaltigen Gott hingewiesen.
Jes 63/16 Denn du bist unser Vater.
Die Vorstellung von Gott dem Vater bot sich hier also schon an, obwohl es undenkbar war, von ABBA zu sprechen. Der vertraute Papa als Anrede im Gebet, so wie es uns Jesus lehrt, war für die Juden des Alten Testaments nicht vorstellbar. Aber die alten Rabbiner erkannten, dass der erhoffte Messias nicht nur Mensch, sondern auch Gott sein musste.
Schon in den Propheten ist immer wieder die Rede, dass Sein Volk, das Volk der Juden, IHN als Vater kennenlernen soll, doch sie hatten es nicht verstanden.
Weitere Bibelstellen, aus denen hervorgeht, dass schon das alte Judentum von Gott dem Vater eine Vorstellung hatte.
Väterlich vergebende Treue (Spr 3,12; 2 Sam 7,14 u.ö.);
väterlicher Rechtsbeistand (Ps 68,6)
männliche Fürsorge (Dtn 1,31; 8,5; Mal 3,17).
(Annette Böckler 2003)
Zur Zeit Jesu auf Erden gab es die Pharisäer und Schriftgelehrten, die dem jüdischen Volk vorstanden. Sie hatten sich zwar die Reinheit der überlieferten Schrift und des Glaubens vorgenommen, kannten aber immer wieder selbst ihre Bibel nicht. So beriefen sie sich auf Abraham als ihren Vater, was erst einmal vom Erbgut richtig sein mag. Überdies verstanden sie aber nicht, dass der Schöpfer des Himmels und der Erde ihr himmlischer Vater ist. Wenn Jesus sich mit Seinem Vater in Verbindung brachte, ärgerten sie sich darüber, weil sie Gott den Vater in den Schriften nicht erkannten, aufgrund ihrer Sünde und Blindheit. Aber Jesus war vom Vater gesandt...
....denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist. Luk 19/10
Der Vater sendet seinen Sohn, um die heimzuholen, die verloren ist. Damit waren auch die Pharisäer und Schriftgelehrten gemeint. Auch heute gibt es viele 'Theologen, Pastoren und Prediger, zu denen Jesus kommt, um genau diesen Auftrag zu erfüllen.
Nach Vorträgen von Bayless Conley, in leicht redigierter Fassung.
Jesus ist da zu Hause, wo das Haus seines Vaters ist.
Luk 2/49 Und er sprach zu ihnen: Was ⟨ist der Grund dafür⟩, dass ihr mich gesucht habt? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist? 50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen redete.
Schon als 12-Jähriger kennt Jesus das Haus seines Vaters, zu dem es ihn hinzieht. Nicht sein Stiefvater Josef ist hier gemeint, sondern der, von dem er ausgegangen ist und zu dem er einmal zurückkehren wird.
Luk 3/21 Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft war und betete, dass der Himmel geöffnet wurde 22 und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel kam: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
Nach dem Sündenfall vergaßen die Menschen ihren Schöpfergott immer mehr. Verfolgt man aber den Stammbaum von Jesus zurück, so führt er über Adam zu Gott. Adam war ein Sohn Gottes, weil Gott ihn selbst erschaffen hatte. Verfolgt man den Stammbaum von Jesus zurück, so führt er zu Adam, dem leiblichen Vater aller Menschenkinder. Und doch heißt es, dass Jesus frei von Sünde war. Die Erbsünde, die stets vom Vater auf den Sohn übertragen wird, und nicht von der Mutter, konnte Jesus nicht erreichen, weil Josef (sein Stiefvater) nicht sein leiblicher Vater ist. Jesus zieht es also zu seinem himmlischen Vater, der IHN auch gezeugt hat. Apo 13/33
Die Pharisäer und Schriftgelehrten beriefen sich auf Abraham als ihren Vater. Wenn Jesus sich mit dem himmlischen Vater in Verbindung brachte, ärgerten sie sich darüber. Aber Jesus war vom Vater gesandt...
10 denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist. Luk 19/10
Bekehrung als Rückkehr zum Vater
Joh 20/17 Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater.
Maria erkannte den Auferstanden Christus als ihren HERRN aber Jesus war bisher nicht in den himmlischen Tempel aufgestiegen, um dort sein Blutopfer darzubringen. Daher sollte sie IHN nicht anrühren. Kurz darauf erschien Jesus seinen Jüngern, die IHN berühren durften. Maria-Magdalena kommt ihrem Auftrag nach und berichtet den Jüngern: Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott! Mit Bekehrung und Empfangen des Heiligen Geistes erhalten wir die Fähigkeit, Gott als Vater zu erkennen und zu IHM zurückzukehren. Drei Jahre hatten die Jünger immer wieder Jesus vom Vater reden hören, beispielsweise, dass ER von sich aus nichts tun konnte, sondern nur das tat, was ER den Vater hat tun sehen. Und nun kommt Maria-Magdalena zu den Jüngern und berichtet, was Jesus ihr gesagt hat: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott!
Jesus möchte, dass wir auch dieses ständige Bewusstsein für die Gegenwart, Fürsorge und das Wesen des Vaters haben.
Der heilige, unnahbare, ewige Gott wird durch Seinen Sohn Jesus Christus für Menschen sichtbar und kommt uns entgegen. Nicht dass irgendein Mensch zu Gott kommen könnte, eine unüberwindliche Kluft trennt auf ewig den Menschen von der Heiligkeit Gottes. Seit der Ursünde, dem Sündenfall, ist der Mensch in Vergänglichkeit gestoßen, lebt in Sünde (Gottesferne) und häuft unablässig immer weitere Sünden auf sich. Das Bemühen der Religionen durch Opfer und gute Taten wieder zurück zu Gott zu kommen ist vergeblich.
Die Menschheit wäre verloren gegangen, wie auch das auserwählte Volk verloren gegangen war, als Gott es wegen seiner Untreue verstoßen hatte. In Hos 1/9 befiehlt Gott dem Propheten Hosea (787-756 v.Chr) seinen Sohn Lo Ammi zu nennen, übersetzt: nicht mein Volk: . 9 Und er sprach: Nenne ihn Lo-Ammi; denn ihr seid nicht mein Volk, so will ich auch nicht der Eure sein.
Der Kontakt zwischen Gott und Mensch war zu diesem Zeitpunkt abgebrochen, die Heilgeschichte seit Abraham und dem Auszug aus Ägypten beendet. Es gab kein auserwähltes Volk mehr, dem sich Gott zuwenden und offenbaren sollte. Für Israel sollte es nach dem Propheten Maleachi (4./5. Jahrhundert. v.Chr) keinen Boten Gottes mehr geben. Aber der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs hatte Verheißungen Heilsgeschichte durch einen angekündigten Messias (Gesalbten) hindeuteten. So sandte Gott Seinen einzigen Sohn im Jahre -1 (1 v. Chr.) zur Erde und ließ ihn als Mensch geborgen werden. Die Liebe des Vaters war von Anbeginn der Schöpfung vor über 6000 Jahren so groß, dass ER schon im Voraus einen Plan hatte, um die verlorene Menschen, trotz ihres Abfalls, zu retten. Die Evangelien berichten davon und es ist Jesus Christus selbst, der sich immer wieder als wahrer Gott und wahrer Mensch auf Seinen Vater beruft. Sein Auftrag ist es, die Menschheit aus den Händen Satans zu reißen und zurück zum Vater zu bringen. Wenn wir uns also auf die Suche nach Gott dem Vater machen, müssen wir schauen, was Sein Sohn über IHN offenbart hat, ja Jesus genau betrachten, seine Beziehung zu Seinem Vater studieren:
Joh 14/9: Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater?
"Ich kenne so einen Vater nicht, mein Vater war nie da."
Es geht nicht darum, eine biblische Aussage zu begreifen, sondern ein Geschenk, dass der Heilige Geist Dir machen möchte. Bleibe also offen, denn in Ps 68/6 steht: Ein Vater der Waisen und ein Richter der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung.
Du magst keinen oder einen schlechten Vater gehabt haben, hier aber kannst Du den perfekten Vater kennenlernen. Wer von Neuem geboren ist, hat einen Vater im Himmel.
Gott will sich mir offenbaren
Wie und auf welche Art und Weise sich Gott einem Menschen offenbart, hängt davon ab, was wir brauchen. Sein Vatersein hängt davon ab, an welcher Stelle wir stehen:
Jak 1/16 Irret euch nicht, meine geliebten Brüder! 17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch eines Wechsels Schatten.
Gott der Vater verändert sich nie. In Seiner Vollkommenheit gibt es nicht die kleinste Unsicherheit oder Abweichung.
Viele Menschen denken bei Gott an einen strengen Vater, der nur auf Sünden lauert, um sie zu bestrafen. Sie denken, dass Gott etwas Schlimmes geschehen lässt, sobald sie versagen. Sicherlich ist es richtig, dass Gott seine Kinder erzieht, aber immer mit einem Ziel. Alles, was Gott tut, ist auf die Ewigkeit gerichtet. Gott greift in unser Leben ein, damit wir nicht verloren gehen, sondern am Ende unseres Lebens bei IHM ankommen. Das mag zuweilen wie Strafe aussehen, entspringt aber aus väterlicher Liebe, auch wenn wir es nicht immer sofort verstehen:
Heb 12/6 Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.
Gott ist gut
Ps 145/9 Der HERR ist gut gegen alle, sein Erbarmen ist über alle seine Werke.
Unterschiedslos ist Gott gut zu allen Menschen, in der Hoffnung, dass sie IHN erkennen und gerettet werden. Bei den Unbeugsamen ist ER langsam zum Zorn und wartet, bis zum Tag Seiner Gerechtigkeit.
Matth 7/9 Oder welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bittet, ihm einen Stein geben wird? 10 Und wenn er um einen Fisch bittet, wird er ihm eine Schlange geben? 11 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten!
Von oben kommen Gnadengaben und vollkommene Geschenke.
Obwohl wir nichts durch eigene Werke verdient haben, ist ER dennoch treu und gerecht, wenn wir unsere Sünden bekennen. ER vergibt uns nicht nur all unsere Schuld, sondern wir empfangen aus Seiner gnädigen Hand:
Die Gabe des Heilige Geistes, Luk 11/13 ...wie viel mehr wird der Vater, der vom Himmel ⟨gibt⟩, ⟨den⟩ Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten! Die Gabe des Heiligen Geistes gilt euch und euren Kindern und allen, die der Heilige Geist hinzurufen wird. (Apo 2/36). Damit ist eine zeitliche und räumliche Dimension gemeint. Auch nach 2000 Jahren, kann ich noch den Heiligen Geist empfangen, an jedem Ort der Welt.
Gott vergibt und heilt. Ps 103 Preise den HERRN, meine Seele, und all mein Inneres seinen heiligen Namen! 2 Preise den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten! 3 Der da vergibt alle deine Sünde, der da heilt alle deine Krankheiten. 4 Der dein Leben erlöst aus der Grube, der dich krönt mit Gnade und Erbarmen. Ps 86/5 Denn du, Herr, bist gut und zum Vergeben bereit, groß an Gnade gegen alle, die dich anrufen. Am Beispiel von Petrus sehen wir, dass Jesus ihm immer wieder seine Zweifel und Untreue vergibt. Wer aus Schwäche sündigt, dem kann vergeben werden. Wehe aber denen, die im vollem Bewusstsein sündige.
Gott schenkt uns Frieden. Phi 1/2 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Das griechische Wort von Frieden bedeutet, etwas zusammenzufügen, was verletzt oder auseinandergerissen ist. Durch Jesus ist unsere Beziehung zu Gott wieder zusammengefügt worden, unter der Sünde war sie verletzt. Aber das 'Wort Frieden bedeutet auch Ruhe, Gelassenheit und innerem Frieden. Im Hebräischen bedeutet Frieden etwas Inneres und etwas Äußeres. Es kann mit Reichtum übersetzt werden, einen Segen, der auch zu innerem Frieden beiträgt. Aber auch äußere, materielle Dinge können dazu beitragen, inneren Frieden zu haben. Phi 4/ 6 Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; 7 und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus. Hier wird nicht nur darauf hingewiesen, dass der Friede Gottes kaum eine rationale Begründung braucht und nicht begriffen werden kann. Wir haben es mit einem inneren Frieden zu tun, der sich auch trotz Not und Krankheit einstellt. Es wird hier auch nicht gesagt, dass Gott alle Gebete erhört. Vielmehr geht es darum, vor Gott durch Gebet und Flehen mit Danksagung seine Ängste und Sorgen auszubreiten. Schon dies allein kann Frieden geben. Frieden in der Gewissheit, dass Gott etwas tun wird. Hier geht es nicht um eine Art von Psychotherapie oder Selbsterlösung, hier geht es darum, Gott zu vertrauen.
Gott korregiert Spr 3/11 Die Zucht des HERRN, mein Sohn, verwirf nicht, und lass dich nicht verdrießen seine Mahnung! 12 Denn wen der HERR liebt, den züchtigt er wie ein Vater den Sohn, den er gern hat. Gott setzt uns Grenzen, die wir nicht unbedingt verstehen. Aber ER tut alles, um uns am Ende in Seiner Arme schließen zu können. ER korrigiert unser Reden, unsere Motive, unsere Lebensweisen und unser Verhalten. Und es ist gut für uns, von Gott durchs Leben geleitet zu werden. Ps 94/ 12 Glücklich der Mann, den du züchtigst, Jah, (Jahwe) den du belehrst aus deinem Gesetz... Gott lässt Katastrophen in unserem Leben zu, um uns in Seinem Wort zu lehren. Joh 15/1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner. 2 Jede Rebe an mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, die reinigt er, dass sie mehr Frucht bringt. Gott möchte, dass wir mit unserem Verhalten in Seinem Reich gute Werke hervorbringen. In Familie, Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde sollen wir ein Zeugnis Gottes sein und Menschen zum Glauben führen. 3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Christen sind durch das Wort beschnitten, durch die Gebote und Lehren der Propheten und Apostel. Halten wir uns an diese Beschneidung, wird uns der Vater nicht wegnehmen, uns in Feuer werfen. Wenn wir uns Gott unterordnen und unser Leben ändern, werden wir immer mehr in Jesu Ebenbild verwandelt. Verweigern wir uns Gottes Korrektur, verpassen wir unter Umständen eine Menge Segen, die Gott über unser Leben ausgießen möchte. Verweigern wir uns hartnäckig, in dem wir Gottes Korrektur ablehnen und bewusst dagegen an leben, stellt sich die Frage, ob jemand überhaupt jemals sich wahrhaft bekehrt und Kind Gottes geworden ist. Joh 6/33 Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden. Bevor wir unseren eigenen Interessen nachgehen, gilt es nach Gottes Rat zu fragen und zu schauen, welche Dinge ER in unserem Leben vorbereitet hat.
Gott gibt Heilsgewissheit, Joh 10/27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. 29 Mein Vater, der ⟨sie⟩ mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann ⟨sie⟩ aus der Hand ⟨meines⟩ Vaters rauben. 30 Ich und der Vater sind eins. Jesus und die Person des Vaters sind eins. Obwohl von zwei Personen die Rede ist, sind die Eretteten in einer Hand sicher. Wer in dieser Hand sich befindet, den kann der Teufel nicht mehr herausreißen.
Jud 1/24 Dem aber, der euch ohne Straucheln zu bewahren und vor seine Herrlichkeit tadellos mit Jubel hinzustellen vermag,... Der Vater hält Dich in seiner Hand und Dir fällt alle Ehre zu, die Jesus Christus für Dich erworben hat. Aber... dazu musst Du Sein Kind sein. Gott möchte, dass Menschen, die IHN bisher nicht kennen, Sein Kind werden. Ein einfaches Gebet, das wir Menschen geben können:
"Gott, ich komme zu Dir. Ich brauche Deine Vergebung, rette mich. Ich glaube an Deinen Sohn Jesus Christus. Ich glaube, dass ER für mich gestorben und von den Toten auferstanden ist. HERR Jesus wasch mich rein. Ich setze mein Vertrauen auf Dich und lade Dich in mein Leben ein. Ich gebe Dir mein Herz und vertraue Dir ganz und gar. In Deinem Namen bete ich, Amen!"
Um das Geschenk der Gnade empfangen zu können, braucht es drei Voraussetzungen:
Gehorsam sein, Jes 1/19 Wenn ihr willig seid und hört, sollt ihr das Gute des Landes essen. Wenn der Vater dich korrigieren will, tue es. Es ist nicht schön beschnitten zu werden, aber es ist zu meinem besten.
Den Herr suchen, Ps 34/10 Fürchtet den HERRN, ihr seine Heiligen! Denn keinen Mangel haben die, die ihn fürchten. Heb 11/6 Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ⟨ihm⟩ wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist und denen, die ihn suchen, ein Belohner sein wird. Wer noch keine Beziehung zu Gott hat, kann mit einem ganz einfachen Rufen nach IHM beginnen: "Hallo Gott, ich rufe Dich, wo bist Du...? Man muss es nicht komplizierter machen, als es ist. Wenn wir uns IHM nähern, dann nähert ER sich uns, so steht es in der Bibel.
Den HERRN bitten. Luk 11/13 ...wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!
Obwohl es heißt, dass der Sohn und der Vater eins sind und dass wir nur zum Vater kommen, durch Jesus Christus, Seinen Sohn, lohnt es sich, mit Gott dem Vater vertraut zu machen. Vieles, was wir auf dieser Welt vermissen und vielleicht auch oftmals vom eigenen Vater nicht bekommen haben, dass kann der himmlische Vater ausfüllen und geben. Und noch viel mehr, denn unser Vater im Himmel ist der Ursprung allen Lebens, der jede einzelne Kreatur kennt, erdacht und gemacht hat. 'Ein Vater, der Seinen einzigen Sohn geopfert hat, damit alle, die an IHN glauben, gerettet werden. Eine unermessliche Liebe offenbart sich hier, die es gilt zu erfahren und für sich in Anspruch zu nehmen.
Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.1.Tim 6/16 der allein Unsterblichkeit hat, der da wohnt in einem Licht, zu dem niemand kommen kann, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht! Amen.Der heilige, unnahbare, ewige Gott wird durch Seinen Sohn Jesus Christus für Menschen sichtbar und kommt uns entgegen. Nicht dass irgendein Mensch zu Gott kommen könnte, eine unüberwindliche Kluft trennt auf ewig den Menschen von der Heiligkeit Gottes. Seit der Ursünde, dem Sündenfall, ist der Mensch in Vergänglichkeit gestoßen, lebt in Sünde (Gottesferne) und häuft unablässig immer weitere Sünden auf sich. Das Bemühen der Religionen durch Opfer und gute Taten wieder zurück zu Gott zu kommen ist vergeblich. Die Menschheit wäre verloren gegangen, wie auch das auserwählte Volk verloren gegangen war, als Gott es wegen seiner Untreue verstoßen hatte. In Hos 1/9 befiehlt Gott dem Propheten Hosea (787-756 v.Chr) seinen Sohn Lo Ammi zu nennen, übersetzt: nicht mein Volk: . 9 Und er sprach: Nenne ihn Lo-Ammi; denn ihr seid nicht mein Volk, so will ich auch nicht der Eure sein.Der Kontakt zwischen Gott und Mensch war zu diesem Zeitpunkt abgebrochen, die Heilgeschichte seit Abraham und dem Auszug aus Ägypten beendet. Es gab kein auserwähltes Volk mehr, dem sich Gott zuwenden und offenbaren sollte. Für Israel sollte es nach dem Propheten Maleachi (4./5. Jahrhundert. v.Chr) keinen Boten Gottes mehr geben. Aber der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs hatte Verheißungen Heilsgeschichte durch einen angekündigten Messias (Gesalbten) hindeuteten. So sandte Gott Seinen einzigen Sohn im Jahre -1 (1 v. Chr.) zur Erde und ließ ihn als Mensch geborgen werden. Die Liebe des Vaters war von Anbeginn der Schöpfung vor über 6000 Jahren so groß, dass ER schon im Voraus einen Plan hatte, um die verlorene Menschen, trotz ihres Abfalls, zu retten. Die Evangelien berichten davon und es ist Jesus Christus selbst, der sich immer wieder als wahrer Gott und wahrer Mensch auf Seinen Vater beruft. Sein Auftrag ist es, die Menschheit aus den Händen Satans zu reißen und zurück zum Vater zu bringen. Wenn wir uns also auf die Suche nach Gott dem Vater machen, müssen wir schauen, was Sein Sohn über IHN offenbart hat, ja Jesus genau betrachten, seine Beziehung zu Seinem Vater studieren: Joh 14/9: Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater?Jesus ist da zuhause, wo sein Vater ist.Luk 2/49 Und er sprach zu ihnen: Was ⟨ist der Grund dafür⟩, dass ihr mich gesucht habt? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist? 50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen redete. Schon als 12-Jähriger kennt Jesus das Haus seines Vaters, zu dem es ihn hinzieht. Nicht sein Stiefvater Josef ist hier gemeint, sondern der, von dem er ausgegangen ist und zu dem er einmal zurückkehren wird.Luk 3/21 Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft war und betete, dass der Himmel geöffnet wurde 22 und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel kam: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.Von Adam an, der ein Sohn Gottes war, kannten die Menschen, durch den Sündenfall, Gott als Vater nicht mehr. Verfolgt man den Stammbaum von Jesus (als Mensch) zurück, so führt er über Adam zu Gott. Und doch heißt es, dass Jesus frei von Sünde war. Die Erbsünde, die stets vom Vater auf den Sohn übertragen wird, und nicht von der Mutter, konnte Jesus nicht erreichen, weil Josef nicht sein leiblicher Vater ist.Gott Vater im Alten TestamentSchon in den Propheten ist immer wieder die Rede, dass Sein Volk Ihn als Vater kennenlernen soll, doch sie haben es nicht verstanden.Väterlich vergebende Treue (Spr 3,12; 2 Sam 7,14 u.ö.); väterlicher Rechtsbeistand (Ps 68,6 männliche Fürsorge (Dtn 1,31; 8,5; Mal 3,17).Die Pharisäer und Schriftgelehrten beriefen sich auf Abraham als ihren Vater. Wenn Jesus sich mit dem himmlischen Vater in Verbindung brachte, ärgerten sie sich darüber. Aber Jesus war vom Vater gesandt um:10 denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, was verloren ist. Luk 19/10Der Vater sendet seinen Sohn, um die heimzuholen, die verloren gegangen sind. Bekehrung als Rückkehr zum Vater Joh 20/17 Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Maria erkannte den Auferstanden Christus als ihren HERRN aber Jesus war bisher nicht in den himmlischen Tempel aufgestiegen, um dort sein Blutopfer darzubringen. Daher sollte sie IHN nicht anrühren. Kurz darauf erschien Jesus seinen Jüngern, die IHN berühren durften. Maria-Magdalena kommt ihrem Auftrag nach und berichtet den Jüngern: Geh aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott! Mit Bekehrung und Empfangen des Heiligen Geistes erhalten wir die Fähigkeit, Gott als Vater zu erkennen und zu IHM zurückzukehren. e hatten die Jünger
Foto: Ante Hamersmit, Casey Horner