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Heute möchte ich Ihnen den Unglauben schwer machen.*

  • 29. Okt. 2023
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Nov. 2023




Wenn man bedenkt, dass der christliche Glaube seinen Ursprung im Nahen Osten hat, dann ist es schon ein Wunder, wie wenig die aktuelle Lage dort vor Ort in den Kirchen und Gemeinden Widerhall findet. Ist die Christenheit in Europa schon so schläfrig geworden, dass sie der Lärm um Israel gar nicht mehr erreicht? Ist die gemeinsame Wurzel schon so sehr angefault, dass die Verbundenheit mit dem jüdischen Volk gar keine Rolle mehr spielt? Gehen die Zeichen der Zeit an den Gemeinden derart vorbei, selbst wenn Jesus dies mit geistiger Blindheit gleichsetzt:

Matthäus 16/3:

Und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute ein Unwetter kommen, denn der Himmel ist rot und trübe. Über das Aussehen des Himmels wisst ihr zu urteilen, über die Zeichen der Zeit aber könnt ihr nicht urteilen?


Blau= biblische Begriffe


Ungeliebte Prophetie

Kaum ein Thema wird seit eh und je so verdrängt wie die biblischen Vorhersagen zur Zukunft der Gemeinde und Israel. So erleben wir derzeit eine Christenheit, die im Heute und Jetzt verweilt, sich um Alltagsängste und persönliche Befindlichkeiten kümmert, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass Jesus der HERRN wiederkommen könnte. Die Wiederkunft Christi in Macht und Herrlichkeit ist an bestimmte Prophetien gebunden, die unmittelbar mit Israel in Verbindung stehen. Dieses zu ignorieren bedeutet, sich ganz bewusst blind und taub zu stellen. Im Wohlstandchristentum des Westens bedeutet dies vor allem, Krisen weg beten zu wollen, ohne zu realisieren, dass Gott auch HERR der Zeitgeschichte, und besonders in Krisen gegenwärtig ist. Unvorhergesehenes gehört aber ebenso wenig in den Gottesdienst, wie sich Nachrichtensender damit schwertun, das blutige Geschehen in Israel angemessen zu begleiten. Hier und dort stoßen wir auf Formate, die Betroffenheit und Trauer kaum Raum lassen. Im Hinblick auf die Sonntagsrituale in Gottesdiensten könnte man mit einiger Bitterkeit anmerken: The show must go on. Schließlich mag auch eine gewisse Unsicherheit über den Stand der Judenfeindlichkeit unter den Glaubensgeschwistern dazu beitragen, dass sich spontane Bekenntnisse für Israel in Grenzen halten.


All das wäre geeignet, die Beziehung zum irdischen Volk Gottes zu beleben, und in den Prophetien der Bibel nach Antworten auf die schier endlosen Konflikte im Nahen Osten zu suchen. Eine Richtungsänderung, die geistige Beweglichkeit fordern würde, das Aufbrechen medialer Einflussnahme und persönlicher Vorurteile. Allen voran die Bereitschaft, sich durch das Wort Gottes zu verändern, so wie der Thron Gottes selbst auf Rädern unterwegs ist. Für viele vielleicht ungewohnt aber dennoch wahr: Christsein bedeutet Veränderungsbereitschaft und vor allem, sich auf ein Ziel zuzubewegen. Aber auch das sei klar:


Wer sich mit den Prophetien aus der Offenbarung, aus Daniel 11, Hesekiel 25 und Sacharia 2 beschäftigt, ist in ernster Gefahr, zum Außenseiter, zum Störenfried einer Ruhe in Frieden zu werden. Ganze Scharen von Theologen werden nicht müde daraufzusetzen, dass es über die Offenbarung verschiedene Auslegungen gäbe und man sich mit der einen oder anderen "anfreunden" könne. Letztendlich unterstellen sie damit Gott nicht in der Lage zu sein, sich verständlich zu machen. Wenn Offenbarung oder Apokalypse so viel bedeutet wie "Enthüllung oder Decke weg" ist es umso peinlicher, nicht verstehen zu können, was vor einem enthüllt wurde. Um diese Betrübnis vollkommen zu machen, wird gleich zu Beginn der Offenbarung darauf hingewiesen, an wen sich die Botschaft Jesu Christi richtet:

Offb 1,1 Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, damit er "seinen Knechten" zeigt, was bald geschehen muss; und er hat es durch seinen Engel, den er sandte, seinem Knecht Johannes gezeigt.

Wer sich demnach gar nicht als ein Knecht Jesu Christi versteht, für den ist die Offenbarung gar nicht geschrieben. Nur wer sich in der wahren Nachfolge befindet, kann davon ausgehen, dass der HERR ihm Mittel und Wege an die Hand gibt, die Prophetien der Endzeit zu verstehen. Wohlgemerkt ist hierzu nicht so sehr Urteilskraft als Demut gefordert, nur einem demütigen Herzen begegnet Gott mit der Gnade der Erkenntnis.


Warum biblische Prophetie?

Mit den erfüllten Prophetien drückt Gott Seinem Wort ein Siegel auf. Es ist ihm wichtig, sein Wort unter Beweis zu stellen, sein Volk zu ermutigen und auf ein Ziel auszurichten. Wenn wir beispielsweise in Jesaja Prophetien auf den Messias finden, die auch wortwörtlich in Erfüllung gegangen sind, dann können wir getrost davon ausgehen, dass Prophetie, die bisher in Erfüllung gegangen ist, sich auch in Zukunft erfüllen werden. In Hinblick auf eine verbreitete Scheu vor Prophetien, nach dem Motto, "das will ich gar nicht so genau wissen", sei angemerkt: Biblische Prophetie stellt nicht so etwas wie eine Wettervorhersage dar, um sich schon mal auf kommende Katastrophen einstellen zu können. Viele Christen schrecken allein schon deshalb vor den Prophetien der Endzeit zurück, weil man sich davon unmittelbar betroffen fühlt. Dem muss aber nicht so sein. Wenn es wirklich so ist, dass die Apokalypse den Knechten Jesu Christi geschrieben wurde, damit sie wissen, was in Zukunft auf sie zukommt, dann doch nicht, um sie zu erschrecken und in Zweifel zu stürzen. Das sorgsame Studium der Prophetien um die Entrückung der Gläubigen und die Drangsalszeit soll wahrhaft Gläubige motivieren, nicht in eine bedrohliche Zukunft, sondern voller Freude auf die Wiederkunft Jesu Christi zu schauen. So wie es in der Offenbarung, dem letztes Buch der Bibel, um die Anbetung Gottes geht, so ist gerade die Prophetie über die letzten Tage eine Vorfreude darauf, dass Gott alles zu einem guten Ende bringen wird. Womit wir beim Hauptakteur der Endzeit, Israel, angekommen sind.


Darum Israel

Wenn es heute einen Grund für die Christenheit gibt aufzuhorchen, dann ist es das aktuelle Geschehen im Nahen Osten. Ohne es zu ahnen, bestätigen Medien immer wieder biblische Prophetie. Dazu reicht es einfach zu berichten, was geschieht. Wie versprochen, ist und bleibt Gott HERR über die Geschichte und führt seine Pläne bis zum Ende aus. In diesem Fall auch unabänderlich, denn es heißt im Hinblick auf Israel, dass es um Festbeschlossenes geht. Eine Änderung der Ankündigung, wie im Fall von Ninive, ist ausgeschlossen. Demnach setzt sich folgendes Bild in knappen Zügen zusammen:


  • Abraham, der Stammvater der Israeliten, lebte um 2000 v.Chr. in Kanaan, heutiges Israel. Während einer Hungersnot mussten seine Nachkommen nach Ägypten ziehen.

  • Nach dem Auszug aus Ägypten und der Wüstenwanderung kehren die zwölf Stämme Israels um das Jahr 1250 v.Chr. nach Kanaan zurück und vertrieben die dort ansässigen Stämme. Aus dem ehemalige Hirtenvolk wurde eine Nation mit Jerusalem im Zentrum.

  • Während der römischen Besatzungszeit wird der erwartete Messias im Jahre 0 unserer Zeitrechnung in Betlehem geboren, er soll das Volk der Juden befreien und der ganzen Welt den Frieden bringen.

  • Aber Israel hat den erwarteten Messias vor 2000 Jahren verworfen und von den Römern ans Kreuz schlagen lassen. Wie angekündigt wurde das Volk der Juden ab dem Jahr 70 n.Chr. von der Besatzungsmacht massakriert, der Tempel zerstört und vertrieben.

  • Aus Wut über die aufständischen Juden lässt Kaiser Hadrian 135 n.Chr. Israel und Jerusalem umbenennen. Der spätere Name Palästina entsteht. Das Land gilt nunmehr als "judenrein".

  • Das Volk der Juden begann 1882, wie angekündigt, zunächst aus Russland und dann später aus aller Welt in ein wüstes und ödes Land zurückzukehren. Heute leben 6 Millionen Juden im Land.

  • Seitdem ist das Land, wie angekündigt, wieder aufgeblüht und heute zum Exporteur von Landwirtschaftsprodukten und Technik geworden.

  • Israel stellt den Nabel der Welt dar, im Brennpunkt dreier Kontinente konzentriert sich die Weltaufmerksamkeit seit der Staatsgründung 1948, auf eines der kleinsten Länder der Welt.

  • Trotz dreier Versuche der arabischen Nachbarn, Israel nach der Staatsgründung auszulöschen, ging das winzige Volk der Juden immer wieder als Sieger hervor. Auch dies entspricht den Zusagen Gottes.

  • Nachdem die Gemeinde, die wahren Gläubigen, ihre Aufgabe auf Erden erfüllt und zu Jesus in den Himmel versammelt sein werden, wie angekündigt, kommen große Katastrophen über die Erde.

  • Am Ende, in der großen Drangsalszeit kommt es zum Dritten Weltkrieg, in dem, wie angekündigt, große Machtblöcke aufeinandertreffen werden.

  • Obwohl Israel, wie angekündigt, durch die Große Drangsal, den letzten 3,5 Jahren, vor dem Ende gehen wird, bleibt ein Überrest am Leben.

  • Dieser Überrest wird, wie angekündigt, es dann sein, der Jesus in größter Not mit Flehen und Weinen anrufen wird.

  • Dann erst wird, wie angekündigt, Israel getröstet werden, und zu großen Ehren vor allen Nationen erhoben, in dem Jesus Sein tausendjähriges Friedensreich auf Erden errichten wird.


Generalprobe zum endzeitlichen Finale


Es hat ganz den Anschein, als folgten die Nahost-Beschlüsse der UNO biblischen Prophetien. Insbesondere der Propheten Daniel, Hesekiel, Sacharia und Jesaja aus dem ersten Jahrtausend v.Chr. Aber auch das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, um 100 n. Chr. geschrieben, scheint geradezu ein "Drehbuch" zu liefern, nach dem sich das Weltgeschehen ausrichtet. So fällt es dem kundigen Bibelleser nicht schwer zu erkennen, dass die "Schachfiguren", die Hauptakteure des letzten großen Krieges sich in Postion bringen.

  • Der König des Nordens, Großsyrien, der IS, die islamische Welt im Nord/Osten Israels.

  • Der König des Südens, Ägypten, Sudan, Libyen, Boko Haram, ...

  • Die Insel, Europa, Amerika, der Westen

  • Der König des äußersten Nordens, Russland und Verbündete

  • Die Könige von Sonnenaufgang, China, Indien, Korea,....


Die aktuelle Lage um Israel herum wirkt wie eine Generalprobe zukünftiger Ereignisse. Das Finale, die Drangsalszeit hat bislang nicht eingesetzt, die zukünftigen Katastrophen werden zurückgehalten, sind ausgebremst. Nicht ohne Grund, die Zeit der Gnade hält weithin an. Zeit für viele, sich noch zu bekehren, bevor es zu spät ist. Wie der Apostel Paulus warnt, wird es, ab einem bestimmten Zeitpunkt, für die Unentschlossenen keine Möglichkeit der Rettung mehr geben.


2. Tessalonicher 2 11 Deshalb liefert Gott sie dem Irrtum aus, sodass sie der Lüge Glauben schenken.

12 Alle, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern am Bösen Gefallen hatten, werden so ihre Strafe finden.


Deshalb: Bekehrung jetzt!






* Pastor Gerhard Bergmann in den 80er-Jahren

Text: Axel Nickolaus

Foto: Dollar Gill

 
 
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