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Die Offenbarung I+II

  • 5. Aug. 2024
  • 15 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Nov. 2024


Die Offenbarung des Johannes stellt das letzte Buch der Bibel dar. Altes- und Neues Testament gelten damit als abgeschlossen. Wer versucht, dem etwas hinzuzufügen, dem droht Gottes Strafe.


Innerhalb der Endzeit, die 1882 mit der ersten Rückwanderungswelle der Juden nach Israel begonnen hat, stellt die Offenbarung über die Zeit der Drangsal die letzten sieben Jahre vor der Wiederkunft Christi dar. Die Prophetien sind erfüllt, das Evangelium unter allen Nationen ist verkündet, der letzte Abschnitt der Menschheitsgeschichte mit dem letzten Weltkrieg kann beginnen. Wie aber sieht es mit der Christenheit in den Tagen des gegenwärtigen Zeitalters aus, bevor die Drangsalszeit beginnt und die wahren Gläubigen entrückt werden? (nach 1. Tessalonicher 4/16): Das sollst du aber wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten kommen werden. 2 Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, 3 lieblos, unversöhnlich, schändlich, haltlos, zuchtlos, dem Guten feind, 4 Verräter, unbedacht, aufgeblasen. Sie lieben die Ausschweifungen mehr als Gott; 5 sie haben den Schein der Frömmigkeit, aber deren Kraft verleugnen sie; solche Menschen meide! 6 Zu ihnen gehören auch die, die sich in die Häuser einschleichen und gewisse Frauen einfangen, die mit Sünden beladen sind und von mancherlei Begierden getrieben werden, 7 die immer auf neue Lehren aus sind und nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können. 8 Wie Jannes und Jambres (die Beiden ägyptischen Zauberer) dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit: Es sind Menschen mit zerrütteten Sinnen, untüchtig zum Glauben. 9 Aber sie werden damit nicht weit kommen; denn ihre Torheit wird allen offenbar werden, wie es auch bei jenen geschah. 2, Tim 3 Demnach befindet sich die Christenheit moralisch und sittlich in einem katastrophalen Zustand, in dem die wahren Christen ausharren und die Heimholung am Tag der Entrückung herbeisehnen.Die heutige Zeit wird hier präzise vorhergesagt und der Tag der Entrückung der Gemeinde, der wahren Gläubigen kann tagtäglich geschehen. Zurück bleiben werden die falschen Christen, die Scheinbekehrten, die sich dann nicht mehr bekehren können. Für sie ist der Weg zu Gott durch den Geist des Irrwahns versperrt. Im ersten Petrus Brief verweist der Apostel darauf, dass das Gericht Gottes in seinem Haus, in der Gemeinde beginnt. Hier werden die "Schafe" und "Böcke" sortiert. Gleichzeitig wird klar, dass all die Gottlosen, die es versäumt haben, sich zu bekehren, auf nichts hoffen können. Denn die Zeit ⟨ist gekommen⟩, dass das Gericht anfängt beim Haus Gottes; wenn aber zuerst bei uns, was ⟨wird⟩ das Ende derer ⟨sein⟩, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen? 18 Und wenn der Gerechte mit Not gerettet wird, wo wird der Gottlose und Sünder erscheinen? 1. Petrus 4/17 Nun aber zur Drangsalszeit selbst: Die Drangsalszeit, von der die Offenbarung (geschrieben um 100 n.Chr. vom Apostel Johannes) im dritten Teil berichtet, ist die Zeit der Versuchung. Gleichzeitig verbunden mit dem Erscheinen des Antichristen als Person und dem Herrscher Europas, dem größten Verführer aller Zeiten, der mit großen Wundern die Massen in den Bann ziehen wird. Gleichzeit richtet Gott selbst die Erde. Im Himmel, vor dem Thron Gottes, sind die Heiligen, die vier Wesen und die Engelschar versammelt in Anbetung. Jesus, das Lamm Gottes ist würdig, das Buch mit den Sieben Siegeln zu brechen und wird somit vom Erlöser zum Richter der Welt. Die Bilder und Erklärungen beschreiben abwechselnd das Geschehen im Himmel und auf der Erde. Im Buch der Offenbarung geht es um eine exakte Chronologie dessen, was geschehen war, was ist und was kommen wird. Die Zahl sieben spielt hier eine besondere Rolle. So haben wir es nicht nur mit sieben Gemeinden zu tun, denen die Sendschreiben gelten. Ferner handelt der Ablauf von dreimal sieben Gerichten Gottes, ebenso sind an sieben Stellen der Offenbarung Einschüben vorhanden. Einschübe, die den chronologischen Ablauf unterbrechen und ergänzen.

Das Buch der Offenbarung aus Wikipedia:

1. Vorwort 1,1–3 Jesus Christus erscheint dem Apostel Johannes und fordert ihn auf aufzuschreiben, was in Zukunft passieren wird. Johannes wird in den Himmel entrückt, wo er in Bildern und Reden das Zukünftige sieht und davon hört. Der Adressate sind die Knechte Jesu Christi, andere können die Offenbarung demnach nicht verstehen. Doch zuvor diktiert Jesus Christus, das Lamm Gottes die Sendschreiben an sieben Gemeinden in Kleinasien der damaligen Zeit.

2. Sieben Sendschreiben 1,4–3,22

1. Briefliche Einleitung – Gruß an die sieben

Gemeinden 1,4–8

2. Die Beauftragungsvision 1,9–20

Johannes bekommt vom himmlischen Christus in

einer Vision den Auftrag, alles aufzuschreiben.

3. An die Gemeinde in Ephesus 2,1–7

4. An die Gemeinde in Smyrna 2,8–11

5. An die Gemeinde in Pergamon 2,12–17

6. An die Gemeinde in Thyatira 2,18–29

7. An die Gemeinde in Sardes 3,1–6

8. An die Gemeinde in Philadelphia 3,7–13

9. An die Gemeinde in Laodizea 3,14–22

3. Prophetische Visionen 4,1–22,5


1. Vision vom thronenden Gott im Himmel 4,1–11

Um den Thron Gottes, von dem Blitze, Stimmen und

Donner ausgehen, stehen weitere 24 Throne, auf

denen die 24 Ältesten sitzen. Ringsum stehen sieben

Fackeln und vier Lebewesen (Repräsentanten der Eigenschaften Gottes) voller

Augen (Löwe, Stier, Mensch, Adler).

2. Das Buch mit den sieben Siegeln 5,1–14

Das Lamm bekommt von Gott eine siebenfach

versiegelte Buchrolle

3. Die Öffnung der sieben Siegel 6,1–8,1


1. Die ersten vier Siegel (die vier apokalyptischen

Reiter) 6,1–8

1. Das erste Siegel 6,1–2

Ein weißes Pferd erscheint, der Reiter (der Sieger) hat einen Bogen ohne Pfeil. Er gibt vor, in friedlicher Absicht zu kommen. Es handelt sich um den Antichristen.

2. Das zweite Siegel 6,3–4

Ein feuerrotes Pferd erscheint, der Reiter hat

ein Schwert, Kriege werden die Erde überziehen.

3. Das dritte Siegel 6,5–6

Ein schwarzes Pferd erscheint, der Reiter hat eine Waage. Not und Teuerung vielerorts, Lebensmittel werden knapp, die Menschen hungern.

4. Das vierte Siegel 6,7–8

Ein fahles Pferd erscheint, der Reiter heißt „der Tod“ und bekommt die Macht zu

töten über ein Viertel der Erde. Die Große Drangsal, der letzte Weltkrieg. beginnt nach 3,5 Jahren.

2. Die letzten drei Siegel 6,9–8,5

1. Das fünfte Siegel 6,9–11

Es erscheinen die Seelen der Märtyrer,

welche ein Gericht verlangen

2. Das sechste Siegel 6,12–17

Nach Erdbeben und kosmischen

Erscheinungen wird der Himmel wie eine

Buchrolle zusammengerollt. Die Menschen

verbergen sich in den Bergen.

3. Nach der Entrückung der Gemeinde bekommen 144000 Gottesknechte aus den zwölf Stämmen

Israels ein Siegel auf die Stirn. Sie können nicht mehr verloren gehen und beginnen die Weltmission fortzusetzen.

Eine unzählige Menschenschar aus allen

Nationen sammelt sich mit Palmzweigen um

den Thron Gottes und das Lamm führt sie zu

Wasserquellen des Lebens.

4. Das siebte Siegel 8,1–5

Es tritt eine halbe Stunde Stille im Himmel

ein. Danach bekommen sieben Engel sieben

Posaunen.

4. Blasen in die sieben Posaunen 8,6–11,19

1. Die ersten vier Posaunen 8,6–13

1. Die erste Posaune 8,7

Hagel und Feuer mit Blut vermischt fallen aufs Land. Ein Drittel der Erde wird

verbrannt.

2. Die zweite Posaune 8,8–9

Ein brennender Berg fällt ins Meer. Ein Drittel der Lebewesen im Meer und ein

Drittel der Schiffe werden vernichtet.

3. Die dritte Posaune 8,10–11

Ein Stern namens „Wermut“ fällt in Flüsse und Quellen. Ein Drittel des Wassers

wird bitter und viele Menschen sterben durch das Wasser.

4. Die vierte Posaune 8,12–13

Die Sonne, der Mond und die Sterne verlieren ein Drittel ihrer Leuchtkraft. Ein

Adler ruft drei mal „Wehe“.

2. Die letzten drei Posaunen (die drei „Wehe“) 9,1–11,19

1. Die fünfte Posaune 9,1–12

Der Schacht des Abgrunds wird geöffnet. Es kommen Heuschrecken mit ihrem

König Abaddon daraus, um die Menschen ohne Gottessiegel fünf Monate lang zu

quälen.

2. Die sechste Posaune 9,13–21

Es werden vier am Euphrat gefesselte Engel losgebunden. Ein Drittel der

Menschheit wird durch Feuer, Rauch und Schwefel aus Mäulern abertausender

Pferde, getötet. Trotzdem wollen sich die übrigen Menschen nicht bekehren.

3. Auftrag der Prophetie des Endgeschehens 10,1–11,2

Ein Engel mit einem Büchlein kommt vom Himmel herab und gibt es dem

Offenbarung des Johannes – Wikipedia 05.08.24, 10:24

Johannes zum Essen. Dann bekommt Johannes einen Messstab zur

Vermessung des Tempels Gottes.

4. Das Zeugnis der beiden Propheten 11,3–14

Zwei mächtige Propheten legen 1260 Tage lang Zeugnis ab. Getötet durch das

Tier bleiben sie dreieinhalb Tage auf der Straße ohne Begräbnis liegen, dann

werden sie auferweckt und steigen in den Himmel auf. Dabei stürzt ein Zehntel

der Stadt ein und 7000 Menschen kommen um.

5. Die siebte Posaune 11,15–19

Die 24 Ältesten loben Gott, dass er die Herrschaft angetreten hat. Der Tempel

Gottes wird geöffnet, und die Bundeslade wird sichtbar. Es kommt ein Beben und

schwerer Hagel.

5. Der Kampf Satans gegen das Volk Gottes 12,1–14,5

1. Ein großes Zeichen wird gesehen: Die Frau und der Drache („Der Mythos der

Apokalypse“)[26] 12,1–18

Es erscheinen eine gebärende Frau und ein Drache mit sieben Köpfen und zehn

Hörnern, der das Kind verschlingen will. Die Frau gebiert einen Sohn und flieht in die

Wüste für 1260 Tage. In einem Kampf im Himmel besiegen Michael und seine Engel

den Drachen und seine Engel und stürzen sie auf die Erde. Der Drache schafft es

nicht, die Frau mit einem Strom Wasser zu besiegen, weil die Erde das Wasser

verschlingt. Der Drache beschließt, Krieg gegen die Nachkommen der Frau zu

führen, und geht an den Strand des Meeres.

2. Die beiden Tiere 13,1–18

Ein Tier mit zehn Hörnern und sieben Köpfen steigt aus dem Meer. Es bekommt für

42 Monate Macht über alle Völker, lästert Gott und bekämpft die Heiligen. Ein

anderes Tier mit zwei Hörnern, der falsche Prophet, steigt aus der Erde. Es bringt

die Menschen dazu, das erste Tier anzubeten, und zwingt sie, sich mit der Zahl

seines Namens, 666, zu kennzeichnen.

3. Das Lamm und die Seinen 14,1–5

Das Lamm steht auf dem Berg Zion. Bei ihm sind 144000 Menschen, die seinen und

seines Vaters Namen auf der Stirn tragen. Die 144000, die jungfräulich sind, singen

vor dem Thron Gottes ein neues Lied, das nur sie lernen konnten.

6. Das Gericht 14,6–20,15

1. Ankündigung des Gerichts 14,6–13

Drei Engel kündigen das jüngste Gericht, den Fall Babylons und die Bestrafung

derer an, die das erste Tier anbeten. Eine Stimme ruft „Selig die im Herrn sterben“.

2. Ernte und Weinlese 14,14–20

Weil die Frucht reif geworden ist, schleudert der Menschensohn eine Sichel auf die

Erde. Ein Engel schleudert ein Winzermesser, um Trauben vom Weinstock zu

ernten. Die Kelter des Zornes Gottes wird getreten und es strömt Blut daraus.

3. Die sieben Engel mit den sieben letzten Plagen 15,1

4. Die Überwinder des Tieres singen Gott ein Loblied 15,2–4

5. Die sieben Schalen des Zorns Gottes 15,5–16,21

1. Die Übergabe der Schalen 15,5–8

Die sieben Engel mit den sieben Plagen bekommen von einem der vier

Lebewesen (Gestalten) sieben goldene Schalen gefüllt mit dem Zorn Gottes.

2. Die erste Schale wird über das Land gegossen 16,2

Offenbarung des Johannes – Wikipedia 05.08.24, 10:24

An den Menschen mit dem Kennzeichen des Tieres bildet sich ein böses und

schlimmes Geschwür.

3. Die zweite Schale wird über das Meer gegossen 16,3

Das Meer wird zu Blut; alle Lebewesen im Meer sterben.

4. Die dritte Schale wird über die Flüsse und Quellen gegossen 16,4–7

Das Wasser wird zu Blut.

5. Die vierte Schale wird über die Sonne gegossen 16,8–9

Die Menschen verbrennen in der Hitze. Trotzdem bekehren sie sich nicht.

6. Die fünfte Schale wird über den Thron des Tieres gegossen 16,10–11

Es kommt Finsternis über das Reich des Tieres. Die Menschen bekommen

Angst, trotzdem lassen sie nicht von ihrem Treiben ab.

7. Die sechste Schale wird über den Euphrat gegossen 16,12–16

Das Wasser im Euphrat trocknet aus. Drei unreine Geister aus dem Maul des

Tieres und des falschen Propheten führen die Könige zu Harmagedon zum

Kampf am großen Tag Gottes.

8. Die siebte Schale wird über die Luft gegossen 16,17–21

Es folgen Blitze, Donner und ein gewaltiges Erdbeben. Die Städte stürzen ein,

alle Inseln und Berge verschwinden. Gewaltige Hagelbrocken stürzen auf die

Menschen herab und die Menschen verfluchen Gott.

6. Die Hure Babylon und das Tier 17,1–18

Die Mutter der Huren (die Göttin Roms), betrunken vom Blut der Heiligen, sitzt auf

einem scharlachroten Tier. Ein Engel verkündet den Fall der Frau und des Tieres.

7. Der Untergang Babylons 18,1–8

Tod, Trauer, Hunger und Feuer kommen über die Stadt. Sie muss Prunk und Luxus

gegen Qual und Trauer eintauschen.

8. Die Klage über den Untergang Babylons 18,9–24

Die Könige, die Kaufleute und die Schiffsherren weinen und klagen. Freut euch ihr

Heiligen, Gott hat die Stadt um euretwillen gerichtet.

9. Jubel im Himmel und Ankündigung der Hochzeit des Lammes 19,1–10

10. Der Reiter auf dem weißen Pferd (Christus) siegt über das Tier und den falschen

Propheten 19,11–21

Dem Reiter, mit den Namen „Der Treue und Wahrhaftige“, „Das Wort Gottes“ und

„König der Könige und Herr der Herren“, folgt das Heer des Himmels. Aus dem

Mund des Reiters kommt ein scharfes Schwert. Die beiden Tiere und die

versammelten Könige der Erde werden besiegt und in den See von brennendem

Schwefel geworfen.

11. Das Tausendjährige Reich 20,1–6

Ein Engel fesselt den Drachen (den Satan) und verschließt ihn für 1000 Jahre im

Abgrund. Alle, die trotz Gefahr Jesus weiterhin bezeugten und getötet wurden,

gelangen zum Leben (die 1. Auferstehung) und herrschen mit Christus zusammen.

12. Der letzte Kampf und der endgültige Sieg über den Satan 20,7–10

Nach 1000 Jahren wird Satan freigelassen. Er sammelt alle Völker für den Kampf

gegen die Heiligen. Feuer fällt vom Himmel und verzehrt sie. Der Satan wird in den

See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet

sind.

13. Das Weltgericht 20,11–15

Erde und Himmel verschwinden. Das Buch des Lebens wird aufgeschlagen. Die

Offenbarung des Johannes – Wikipedia 05.08.24, 10:24

restlichen Toten stehen auf und werden nach ihren Werken gerichtet. Wer nicht im

Buch des Lebens verzeichnet ist, wird in den Feuersee geworfen. Der Tod und sein

Reich (Unterwelt) werden in den Feuersee geworfen.

7. Die neue Welt Gottes 21,1–22,5

Es entstehen ein neuer Himmel, eine neue Erde und das neue Jerusalem mit zwölf

Toren und zwölf Grundsteinen, auf denen die Namen der zwölf Apostel stehen und die

Braut des Lammes. Gott wohnt inmitten seines Volkes. Es gibt weder Tod noch Leid,

auch keinen Tempel, denn Gott ist der Tempel. Vom Thron Gottes und des Lammes geht

das Wasser des Lebens aus, an dem die Bäume des Lebens stehen.

4. Epilog 22,6–21

Selig ist, der die Worte dieses Buches bewahrt. Wer aber etwas dem Buch hinzufügt oder

wegnimmt, dem wird Gott Plagen zufügen, und ihm Anteil am Baum des Lebens

wegnehmen. Komm Herr Jesus (Maranatha)! Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen!

Die Apokalypse ist eine zusammenhängende allegorische Komposition, die sich der

zeitgenössisch etablierten, aber nicht notwendigerweise biblischen Symbolwerte von Tieren,

Farben und Zahlen bedient. Der Autor greift umfänglich auf die alttestamentliche Prophetie

(vor allem die Propheten Jesaja, Ezechiel und Daniel) und ihre Bildersprache zurück. Auch

frühjüdische apokalyptische Motive sind vielerorts präsent.

Die Deutung der einzelnen Bilder oder Erzählungen ist oftmals umstritten. Beispielsweise

wären die folgenden Bezüge möglich:[27]

die 4 steht für eine kosmische Gesamtheit

die 7 steht für Vollkommenheit. Entsprechend können auch die adressierten sieben

Gemeinden als Stellvertreter der gesamten Christenheit verstanden werden.[28]

die 3,5 (Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit = 3,5 Jahre = 42 Monate = 1260 Tage) steht für die

zweite Hälfte der letzten Jahrwoche (siehe Daniel 11 und 12)

die 12 (ein Dutzend) war in der Antike Basis des gängigen Zählsystems, auf die auch die

zwölf Stämme Israels und die zwölf Jünger Jesu zurückführbar sind

die 42 Monate, in denen das Tier Macht über die Erde besitzen soll, stellen die Hälfte eines

siebenjährigen Sabbatjahreszyklus dar

666 ist der Zahlenwert, der den Namen des Tieres verschlüsselt (Offb 13,17-18 )

der Drache steht für Satan, alte Schlange und Teufel

das Tier aus dem Meer kann auf die „totalitäre endzeitliche Staatsmacht“[29] bezogen

werden

das Tier vom Land kann als „Personifizierung des politischen Propagandaapparats“[29]

verstanden werden.

Motive

Kanonisierung

Einschübe:

  1. Kapitel 4+5 (Johannes im Himmel, befindet sich vor Kapitel 1)

  2. Kapitel 7 (zwischen sechstem und siebten Siegel)

  3. Kapitel 8 (Bevor der Inhalt des siebten Siegels ausgeführt wird)

  4. Zwischen sechster und siebter Posaune

  5. Vor der ersten Zornschale

  6. Zwischen der sechsten und siebten Schale

  7. Vor der Wiederkunft Christi.

Die Einschübe erfolgen stets vor Nummer 1 und zwischen 6+7.


Mit Ausdauer, Geduld und der Bereitschaft Querbezüge zu anderen Stellen der Bibel heranzuziehen, setzt sich das Gesamtbild der Offenbarung immer mehr zusammen. Die Offenbarung und andere Prophetien, wie die sogenannte Endzeitrede Jesu, helfen die gegenwärtige Zeit besser zu verstehen und zeitlich zuzuordnen. Wenn die Bibel von den Wehen spricht, dann kann man gerade in der Offenbarung Entwicklungen und Verhaltensweisen erkennen, die heute ihren Schatten vorauswerfen. Dabei ist der Blick auf Israel von entscheidender Bedeutung. Gottes irdisches Volk wird durch die Drangsal gehen und die Welt wird durch die Juden große Wunder erleben. So ist auch festzuhalten, dass Gottes Zeitrechnung eine andere ist als das, was Menschen unter Geschichte verstehen. Demnach steht Israel als Land im Mittelpunkt der Heils- und Weltgeschichte. Geografisch Erwähnung finden noch Länder und Kontinente, die an Israel unmittelbar oder mittelbar angrenzen. So wird Russland ein Akteur der Endzeit sein, wogegen Amerika in der ganzen Bibel keine Erwähnung findet. Dementsprechend, wenn Gott über die Nationen sagt, dass sie wie ein Tropfen am Eimer sind, dann verweist dies auf die herausragende Bedeutung Israels. Auch der zeitliche Ablauf stellt sich der Bibel nach etwas anderes dar, als es die historische Geschichtsschreibung nach fortlaufenden Jahreszahlen tut. Zum besseren Endzeitverständnis ist die Prophetie von den 70 Jahrwochen sehr hilfreich und auch die Vision von den vier Weltreichen, die der Prophet Daniel empfangen hat. Demnach befinden wir uns heute, am 23.3.2022, zwar in der Endzeit, aber bisher nicht am Ende der Endzeit, der großen Versuchung, der Zeit der Drangsal oder auch der Trübsalszeit. Die Drangsalszeit, die die Offenbarung beleuchtet, ist mit sieben Jahren (2x 1260 Tagen) angegeben, bis zu dem Tag, an dem Jesus in Macht und Herrlichkeit auf den Ölberg wiederkommen wird. Die Bedeutung der Offenbarung (Apokalypse bedeutet Decke weg) ist demnach:

  • Anbetung Gottes vor seinem Thron durch die Heiligen und die Schar der Engel.

  • Aufklärung der Gemeinde über die Pläne Gottes nach der Entrückung von der Erde.

  • Offenbarung der Geheimnisse um das Gericht Gottes und die Wiederkunft Jesus Christi in Macht und Herrlichkeit.

  • Offenbarung über die Gerichte Gottes, die über die Erde kommen werden und das Wirken des Teufels und seiner Anhänger.

  • Ermutigung und Trost der Gemeinde dass Leiden und Verfolgung belohnt und letztendlich auch gerächt werden.

  • Bestätigung, dass Gott alles vorhergesehen hat und Herr über die Zeit ist. Was geschah, geschieht und geschehen wird, ist für ihn gleichzeitig.


Versiegle nicht die Worte der Weissagung dieses Buches! Glückselig, der die Worte der Weissagung dieses Buches bewahrt! Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig, und der Herr, der Gott der Geister der Propheten, hat seinen Engel gesandt, seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss. Schlussbemerkung aus Off.22

um 95n.Chr.
Was du gesehen hast und was ist: Christus und der Weg der Gemeinde

Der letzte noch lebende Apostel empfing um das Jahr 95 auf der Insel Patmos, wohin er wegen seines Glaubens von Kaiser Domitian verbannt wurde, die Offenbarung von Jesus Christus. Die Apokalypse, wie Offenbarung auch heißt, bedeutet so viel wie Enthüllung oder auch einfach Decke weg. Die letzten Geheimnisse der Bibel sollten den Gläubigen bekannt sein und so heißt es zu Beginn ausdrücklich, glücklich ist der, der dies liest. Während sich die Evangelien an Gläubige wie Ungläubige richten, ist die Offenbarung nur an Gläubige gerichtet, die sich als Knechte Christi wiederfinden. Ungläubige, aber auch Gläubige, die sich nicht als Knechte Christi verstehen, werden sie kaum verstehen können oder auch als Fantasie abtun. Dabei gilt auch hier, bei genauerer Bibelkenntnis und der Bereitschaft zu forschen, ist die Offenbarung kein "Buch mit sieben Siegeln", sondern notwendige Enthüllung über das, was war, was ist und was sein wird, bis ans Ende der Welt. Schließlich beziehen sich einigen Propheten wie Jesaja, Hesekiel und Daniel auf die Apokalypse, die lange Zeit nach ihnen offenbart werden würde. Schon der Apostel Paulus spricht von den „Geheimnissen“ Gottes, die erst mit der Gemeinde offenbar werden. Die Entrückung des Apostels Johannes in den Himmel ist auch ein Zeichen der Entrückung der Gemeinde,


um 95 Johannes wird vom Geist ergriffen und Jesus erscheint ihm als wahrer Mensch und Gott in seiner Herrlichkeit als Priester, Prophet und Richter (König) der Welt:

  • Gleich einem Menschensohn, bekleidet mit einem bis zu den Füßen reichenden Gewand, und an der Brust umgürtet mit einem goldenen Gürtel, 14 sein Haupt aber und die Haare ⟨waren⟩ weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme, 15 und seine Füße gleich glänzendem Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser, 16 und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein zweischneidiges, scharfes Schwert hervor, und sein Angesicht ⟨war⟩, wie die Sonne leuchtet in ihrer Kraft.

  • Jesus diktiert Johannes sieben Sendschreiben an Gemeinden in Kleinasien, in denen sie gelobt und ermahnt werden.

    • Der Apostel Petrus warnt: Das Gericht beginnt im Hause Gottes, also in der Gemeinde. Wenn aber schon die Gemeinde geprüft und gerichtet wird, was wollen die erwarten, die gar nicht dazugehören?


  • Jesus wandelt als Hohepriester inmitten der sieben goldenen Leuchter (Menora), Symbol für die Gemeinde. In seiner Hand befinden sich sieben Sterne.

    • Der Leuchter steht für das Licht in der Gemeinde, für die reine Lehre, die immerfort beobachtet und geprüft werden muss. Das Amt des Priesters in Jerusalem war es, den Docht immer wieder zu reinigen, damit das Öl (des Heiligen Geistes) brennen konnte. Der Tempel war fensterlos, damit das Licht des Leuchters sich nicht mit dem Licht der Philosophie vermischen konnte.

    • Die Sterne sind das Licht für die Welt, das von den Gemeinden zur Orientierung der Völker ausgehen soll.


  • Die sieben Sendschreiben haben vierfache Bedeutung als:

  • Historisches Beispiel, auf die jeweilige Gemeinde zugeschnitten. Rückblick in die frühe Christenheit - (Lob und/oder Ermahnung.)

  • Anwendung auf jede Gemeinde, im Spannungsfeld zwischen Glaube, Welt und Verkündigung. -Gegenwart

  • Ganz persönliche Botschaft für jeden Gläubigen. (Trends mitmachen, erste Liebe verlassen, Zeitgeist angehören. u.s.w.)

  • Gesamte Kirchengeschichte, von der Urgemeinde bis zur Endzeit, wenn die Gemeinde vor der Stunde der Versuchung entrückt wird.

  • Smyrna, die verfolgte Gemeinde der ersten Jahre. Sie trifft keine Kritik, denn die Bereitschaft zu leiden, ehrt Gott genug.

  • Pergamon, die Gemeinde kommt an die Macht und wird vom Verfolgten zum Verfolger. In Rom als Staatsreligion 313.

  • Thyatira, die Papstkirche von Rom als Weltkirche zwischen Machtmissbrauch und Aberglauben. Beginn 440.

  • Sarden, die Reformation als hoffnungsvolle Rückbesinnung, die aber bald über ihre eigenen Erfolge erschrocken ist. 31.10.1517

  • Philadelphia, die Erweckung im 18. und 19. Jahrhundert. Das Dienen aneinander, die Mission in Afrikas und Fernost, die Freikirchen.

  • Ephesus, die nicht verfolgte Kirche am Ende des apostolischen Zeitalters. Taufe als Formsache, die christlichen Feiertage verweltlicht.

  • Laodizea, der geistliche Zerfall der großen Kirchen und der Freikirchen am Ende der Kirchengeschichte. Die Kirche, die sich am Empfinden der Masse ausrichtet und sich als Volkskirche dem Otto Normalverbraucher anpasst.



 
 
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