Warum sind die Juden eigentlich so schlau?
- 29. Okt. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Nov. 2023

Der größte Teil der Nobelpreisträger ist jüdischer Abstammung. Ebenso ist es eine Tatsache, dass Juden einen besonderen Humor haben, angesiedelt zwischen Selbstironie und einem feinen Gespür für menschliche Schwächen. So sind die theologischen Vorträge von Arnold Fruchtenbaum, einem messianischen Juden, angereichert mit humorvollen Einlagen zur Geschichte des Judentums. Hier eine Nacherzählung:
Im Zarenreich waren die Juden ziemlich verachtet. Wer etwas auf sich hielt, vermied den Kontakt mit ihnen. Auf einer Bahnstation traf es sich nun, dass ein Offizier seiner Majestät den überfüllten Zug nach Moskau betrat. Es fand sich nur noch ein leeres Abteil, indem ein Jude saß, vor sich ein Stapel Bücher. Selbstverständlich war es unter der Würde eines Soldaten des Zaren, hier Platz zu nehmen. So machte sich der Mann auf und durchsuchte alle Waggons nach einem freien Sitzplatz ,- vergeblich. Schließlich landete der Offizier wieder in dem Abteil des Juden und setzte sich mit strenger Miene ihm gegenüber. Nach einer Weile begann der Offizier den Juden hinter den Büchern zu beobachten. Mehr aus Langeweile stellte er schließlich die Frage in den Raum: Warum sind die Juden eigentlich so schlau?
Der Rabbi hob langsam seinen Kopf, fixierte den Russen über die Ränder seiner Lesebrille und antwortete kurz und knapp: Weil sie Heringe essen. Während der Offizier noch ungläubig stutze und sich auf den Arm genommen fühlte, fuhr der Jude fort. Ich esse ständig welche, zufällige habe ich noch was dabei. Der Jude zog eine Büchse aus seinem Mantel und hielt sie dem Offizier mit den Worten hin: Für zwanzig Rubel können sie sie haben. Der Uniformierte schaute auf die Büchse, dann auf den Stapel Bücher vor sich und wieder auf die Büchse. Weiterhin streckte der Jude ihm die Heringe entgegen, begleitet von einem wohlwollendem Lächeln. Ein gewisses Leeregefühl bereitete sich im Magen aus und in dem Soldaten begann es sichtlich zu arbeiten.
Etwas langsam zog er schließlich einen Beutel aus seinem Umhang und reichte das Geld herüber. Nachdem die Heringe verspeist waren, stellte sich ein wohliges Sättigungsgefühl ein. Nachdenklich schaute der Offizier auf die leere Büchse vor sich. Schließlich zeigten sich Falten auf der Stirn und er richtete nun unverwandt den Blick auf den Juden. Der seinerseits war wieder ins Lesen vertieft, als der Offizier mit unterdrückter Stimme raunte: Zwanzig Rubel? In Moskau zahle ich fünf dafür!
Ein mildes Lächeln machte sich auf dem Gesicht des Rabbis breit. Ohne den Blick vom Buch aufzuheben, hörte ihn der Offizier sagen: Na sehen sie, schon schlau geworden.
Nach Arnold Fruchtenbaum