- 10. März
- 22 Min. Lesezeit



Fast zweitausend Jahre haben Christen sich nicht einäschern lassen? Dieser Blog erklärt, warum es heute so wichtig ist, sich Gedanken darüber zu machen.
Vorwort
Die Erdbestattung war über fast zweitausend Jahre eine Selbstverständlichkeit für das christliche Abendland. Nicht von ungefähr meinte man zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert mit der Verbrennung eines Häretikers*, das Gericht Gottes zu vollziehen. Ein tragischer Irrtum fernab von dem, was das Wort Gottes über Irrlehre und Gericht sagt und dem, was der Kirche als Selbstschutz zufällt und was nicht. Aber auch die freiwillige Einäscherung seit Ende des 19.Jahrhunderts beruht auf Unkenntnis dessen, was die Bibel über Verbrennen als Gericht Gottes beschreibt. Wie wir im Anschluss sehen werden, gibt es im Alten- wie im Neuen Testament einleuchtende Hinweise, dass Feuer als Gericht und Verbrennung als Strafe Gottes in Erscheinung treten.
Diese Erkenntnis hat Juden wie Christen über Jahrtausende davor bewahrt, sich nach dem Tod verbrennen zu lassen. Während die Verbrennung unter heidnischen Kulturen bis heute übliche Praxis ist, war dies lange Zeit in den christlich geprägten Nationen nicht praktiziert worden, ja sogar verboten. Wie wir weiter sehen werden, hat diese Erkennis mit dem Wert des Körpers vor Gott zu tun. Demnach sind die sterblichen Überreste eines Menschen dazu bestimmt, wieder zusammengefügt zu werden und unvergänglich aufzuerstehen. Eine rein materialistische Einstellung, nachdem Atome, seien sie verwest oder verbrannt, die gleiche Voraussetzung für eine theologisch vorhergesagte Auferstehung vorweisen, geht am Kern der Sache vorbei. Hier geht es nicht darum, den Schöpfer des Universums an chemisch/physikalische Gegebenheiten zu erinnern, sondern darauf zu achten, wie Gott regiert und Seine Gerichte sichtbar vor Augen führt. Der plötzliche Tod aufgrund von Sünde wie im Fall von Hananias und seiner Frau, (Apg 5,1-11), sagen nichts darüber aus, ob die beiden in Ewigkeit verloren gegangen sind. Dahingegen ist die Verbrennung (angesichts einer offenbaren Auflehnung gegen Gott) stets ein Zeichen ewiger Verdammnis, der Vernichtung.
Wenn sich heute Christen freiwillig verbrennen lassen, mag das von Kirchen und einer liberalen Theologie toleriert werden, dort, wo man sich dem Zeitgeist ergeben hat. In zweitausend Jahren ist einiges auf der Strecke geblieben, was zur Zeit der Reformation eine kurze Wiederbelebung erfuhr:
Sola scriptura (allein die Schrift),
Sola fide (allein durch den Glauben),
Sola gratia (allein durch Gnade),
Solus Christus (allein Christus)
Der Trend zur "Feuerbestattung"unter Christen bestätigt letztlich die Prophetien der Bibel, nachdem gegen Ende des gegenwärtigen Zeitalters der Abfall vom Glauben massiv ansteigen wird. Siehe 2. Tes 2/3. Die vier Soli der Reformationszeit mögen sich wie Prüfsteine ausmachen, an denen der Grad des Zerfalls sichtbar wird.
Der Wert des Körpers
Joh 19/41 Es war aber an dem Ort, wo er gekreuzigt wurde, ein Garten und in dem Garten eine neue Gruft, in die noch nie jemand gelegt worden war.
42 Dorthin nun legten sie Jesus, wegen des Rüsttags der Juden, weil die Gruft nahe war.
Tatsächlich steht hier nicht ...den Leichnam von Jesus, oder die Hülle oder die sterblichen Überreste von Jesus, sondern Jesus ins Grab. Der verstorbene Körper eines Erlösten repräsentiert die Person eines Menschen, auch wenn er verwest, wie bei jedem anderen Menschen. Doch jeder menschliche Körper wird einmal auferstehen, zusammengesetzt in seine Atome, zur ewigen Glückseligkeit in der Gegenwart Gottes oder aber zur ewigen Verdammnis. Wie könnte man es dann wagen, diesen wertvollen Körper zu verbrennen? Ist doch die Kremation, ein über einstündiges Verbrennen, ein deutliches Zeichen der Vernichtung.
Gericht und Strafe
2Petr 2,6 und ⟨wenn⟩ er die Städte Sodom und Gomorra einäscherte und zur Zerstörung verurteilte und denen ein Beispiel setzte, die künftig gottlos sein würden;
Jud 1,7 wie ⟨auch⟩ Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden.
Aus Wikipedia:
"Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollzog sich unter dem Einfluss des naturwissenschaftlichen Weltbildes, der Religionskritik und des dialektischen Materialismus eine deutliche Akzentverlagerung von der religionsphilosophischen zur religionspolitischen Freidenkerbewegung. Der Streit der Freidenker mit der Kirche betraf in den Einzelfragen die radikale Forderung der Trennung von Kirche und Staat, darunter auch im Kontext der Forderung der Feuerbestattung die Kontroverse um die Unsterblichkeit der Seele oder Auferstehung des Leibes."
Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, wenn die ersten Zusammenschlüsse von "Freidenkern", gemeint sind hier vor allem Atheisten, Zeitungsanzeigen veröffentlichten, in denen sie die Feuerbestattung für sich verkündeten. Heute bedarf es solcher Anzeigen nicht mehr, denn selbst unter Christen ist die Bedeutung einer bewussten Selbstverbrennung verloren gegangen. Wie wir nachfolgend sehen werden, handelt es sich hier nicht nur um eine Abkehr vom christlichen Glauben, sondern um eine demonstrative Selbstvernichtung in der Annahme, dass es kein Gericht vor Gottes Thron gäbe. Basierend auf dem Irrglauben, dass mit dem Tod alles aus ist und die Auferstehung der Toten nicht stattfindet.
Christentum und Heidentum
Mit der Bekehrung Europas durch römische Soldaten, Missionare und Mönche wurde der heidnische Kult der Verbrennung eines Verstorbenen eingestellt. Demgegenüber war und ist die rituelle Verbrennung unter den Religionen der Welt bis heute üblich. Der Brauch im Buddhismus, sich von Vögeln unter freiem Himmel auffressen zu lassen, geht in die gleiche Richtung. Nur im Christentum gab es die Erkenntnis, dass die Feuerbestattung ein Zeichen des Gerichts darstellt. Wenn Kirchen in Zeiten der Inquisition "Ketzer" verbrannten, sollte dies ein sichtbares Zeichen der "Läuterung" und des Gerichts sein. Aber die Bibel spricht davon, dass Gott selbst der Richter ist, die Kirche darf nicht über Tod und Leben eines Menschen entscheiden. Ps 75/ 3 Wenn mein Zeitpunkt gekommen ist, werde ich gerecht richten.
Waren Leute wirklich vom Glauben abgefallen und verbreiteten Irrlehren, dann sah dies nach Paulus nur Gemeindeausschluss vor, in der Hoffnung der Rückkehr nach einem "Reinigungsprozess". Demgegenüber fielen der Inquisition nicht nur vermeintliche Irrlehrer und okkulte Praktiker zum Opfer, sondern auch gläubige Christen, die den rechten Glauben und die gesunde Lehre bewahren wollten. Die Reformation (Beginn 1517) war ein Wendepunkt, eine Offensive vieler Theologen und weltlicher Herrscher, gegen die bestimmende Kirche des Heiligen Römischen Reich (deutscher Nation) und ihrer falschen Doktrin und Irrwege. Wie schon Luther damals prognostizierte, würde dieser Befreiungsschlag nicht lange vorhalten, er kannte seine Deutschen. So wurden zwar ab 1781 keine Häretiker mehr von der katholischen Kirche verbrannt, aber die falschen Lehren und Beschlüsse hatte auch weiterhin Bestand, sei es durch den Marienkult oder das Zölibat. Und in der evangelischen Kirche? Entgegen Luthers Wunsch, sich nicht lutherisch zu nennen, gründete sich bald eine evangelisch/lutherische Kirche, die ebenso wie die katholische sich weltlichen Mächten anpasste, sie beeinflusste und Irrlehren Tor und Tür öffnete.
Nach der offiziellen Freigabe der Feuerbestattung in Deutschland öffnete sich ab der 1920er-Jahre die evangelische Kirche dieser Beratungsart. Die katholische Kirche in den 1950er-Jahren vollzog dann ebenfalls diesen Schritt. Der Zweite Weltkrieg hatten nicht ausgereicht, um in Feuer und Verbrennung ein Gericht zu erkennen, das viele getaufte Christen nach 1945 zu Gott und seinen Geboten zurückführte. Betrachtet man den allgemeinen Zerfall christlicher Werte in den westlichen Gesellschaften und den Abfall vom Glauben in den Kirchen, dann kann man in der freiwilligen Feuerbestattung durchaus ein Zeichen des Gerichts erkennen. Eine Art unbewusster Selbstverurteilung, weil man Bibelstudium, den Glauben und die Beziehung zum HERRN leichtgläubig aufs Spiel gesetzt hat. Wer sich als Christ für Verbrennung entscheidet oder sich dazu überreden lässt, befindet sich an einem Punkt, an dem es dringend um Umkehr und Neuorientierung im Glauben gehen muss. Theologen, Pastoren oder Älteste, machen sich an Gläubigen schuldig, wenn sie nicht auf die biblischen Aspekte der Erdbestattung hinweisen oder gar die Kremation öffentlich vertreten. Da es um eine geistliche Haltung zum Körper geht und nicht um einen physikalischen Vorgang (Staub oder Asche), werden Theologen sich einmal für ihren Rat verantworten müssen.
Der Körper eines Verstorbenen ist wertvoll vor Gott, wird daraus doch einmal ein unvergänglicher Leib auferstehen. Ihn zu ehren bedeutet nicht, ihn zu verbrennen. So wurden Leichname im Juden- und Christentum immer wieder liebevoll gewaschen und einbalsamiert, um nicht nur das Andenken an einen Verstorbenen zu ehren, sondern ihn der Ewigkeit anzubefehlen.
Mar 16 1 Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena[1] und Maria, die ⟨Mutter⟩ des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.
Joh 19 39 Es kam aber auch Nikodemus, der zuerst bei Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe[13], ungefähr hundert Pfund[14]. 40 Sie nahmen nun den Leib Jesu und wickelten ihn in Leinentücher mit den wohlriechenden Ölen, wie es bei den Juden zu bestatten Sitte ist.
Zwischenfazit:
Wenn ein lieber Mensch sich hat verbrennen lassen, sind wir gerne bereit, diese Bestattungsart als richtig zu entschuldigen. Dabei vergisst man leicht, dass es letztendlich um das eigene Abschiednehmen von dieser Welt geht und eine Entscheidung über den eigenen Körper. Es liegt nicht an uns, einen Verstorbenen gerechtzusprechen, wenn er sich hat einäschern lassen. Jeder steht vor Gott allein und ist für sich selbst verantwortlich. Genauso wie wir posthum keinen Verstorbenen seligsprechen können, genauso können wir uns nicht selbst retten, wenn man sich für die eine oder andere Bestattungsart entscheidet. Dennoch hat Gott der HERR uns den Verstand und Sein Wort gegeben, damit wir für unser Leben Sorge tragen können und die richtigen Entscheidungen treffen. Und dies unabhängig davon, welche Entscheidungen andere für ihr Ableben treffen.
Es folgt ein Gastbeitrag von Martin S. aus Christliche Speise:
Die Bibel zeigt uns die Erdbestattung als den von Gott gewiesenen Weg
Schon in 1. Mose 3, 19 sagt Gott zum Menschen: „(…) denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.“ Nur auf dem Weg der Erdbestattung und Verwesung wird der Mensch wieder zu Erde – nicht auf dem Weg der Feuerbestattung. Wenn man heute an den Gräbern oft die Worte hört: „Erde zu Erde, Asche zu Asche und Staub zu Staub“, dann stehen diese Worte nicht in der Bibel. Sie sind ein Entgegenkommen an den Zeitgeist, der die Verbrennung haben will.
Alle „normalen“ Bestattungen in der Bibel sind Erdbestattungen oder Grabhöhlenbestattungen. Im Alten Bund ist uns Abraham ein Vorbild. Er ist der Stammvater Israels und der Vater der Gläubigen. Er kaufte sich ein Erdbegräbnis von dem Hethiter Efron als einzigen Besitz, den er im Land Kanaan hatte. (1.Mose 23, 17 – 20). In dieser Grabstätte wurde auch Jacob begraben. Jakob war sein Begräbnis so wichtig, dass er die Überführung seines Leichnams von Ägypten nach Kanaan mit einem Eid von seinem Sohn Josef verlangte (1.Mose 49, 29; 50, 5). Im Neuen Bund ist unser Erlöser Jesus Christus für uns wegweisend. Er wurde in ein Grab gelegt, das Gott selbst für ihn bereitgestellt hatte. ( Johannes 19, 41f.).
Verbrennungen in der Bibel
In der Bibel haben alle Verbrennungen von lebenden oder toten Menschen mit Sünde und Gericht zu tun
Dazu drei Bibelstellen: In 1.Mose 19,24f. lesen wir: „Da ließ der Herr Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war.“
Ein Beispiel für eine Leichenverbrennung aufgrund sündiger Taten ist Achan. Er hatte von den Reichtümern der Stadt Jericho heimlich einen babylonischen Mantel, Silber und Gold geraubt, obwohl es Gott es ausdrücklich verboten hatte. Nachdem Israel daraufhin eine empfindliche Niederlage erlitten hatte, wurde sein Diebstahl aufgedeckt. Zusammen mit seiner Familie erlitt er Gottes Gericht: „Ganz Israel steinigte ihn und verbrannte sie mit Feuer“ (Josua7, 25).
Dass Gott die mutwillige Verbrennung von Totengebeinen nicht gefällt, lesen wir in Amos 2,1f.: „So spricht der Herr: Um drei, ja um vier Frevel willen derer von Moab will ich sie nicht schonen, weil sie die Gebeine des Königs von Edom verbrannt haben zu Asche; sondern ich will ein Feuer schicken nach Moab (…)“
Es gibt noch etliche andere Stellen in der Bibel, die uns zeigen, dass die Verbrennung von menschlichen Körpern immer in einem Zusammenhang steht mit Sünde und Gericht. Sollte uns das nicht ein deutlicher Hinweis sein, dass wir von der Feuerbestattung Abstand nehmen sollen?
Die Bibel misst dem Leib einen hohen Stellenwert zu
Ein Text, der uns die große Bedeutung des Leibes besonders ausdrücklich zeigt, ist 1. Korinther 6, 13-20. Dort ist zu lesen: „Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn und der Herr dem Leibe (…)“ „Wisst ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind? Sollte ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne!“ „Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist?“ „Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.“ In der griechischen Philosophie wurde der Leib als etwas Minderwertiges angesehen. Wenn man mit dem Leib sündigte, war das nicht schlimm, wenn nur die Seele rein blieb. Die Bibel sieht es jedoch ganz anders: Unser Leib, nicht nur unsere Seele, ist ein Glied Christi und ein Tempel des Heilligen Geistes. Wer mit dem Leib sündigt, begeht eine besonders schwere Sünde. Der Leib gehört allein Gott und soll ihn verherrlichen.
Auch die Glieder des Leibes sollen heilig werden
Paulus spricht sogar davon, dass nicht nur unser Geist und unsere Seele, sondern auch unsere Glieder heilig werden sollen: „Wie ihr eure Glieder hingegeben hattet an den Dienst der Unreinheit und Ungerechtigkeit zu immer neuer Ungerechtigkeit, so gebt nun eure Glieder hin an den Dienst der Gerechtigkeit, dass sie heilig werden“ (Römer 6,19). Das bedeutet doch, dass auch unsere Leibesglieder eine Veränderung erfahren sollen. Sehen wir diese Veränderung nicht an den Gesichtszügen von gläubigen Menschen, die Freude, Frieden und Liebe ausstrahlen, während böse Menschen oft finstere Gesichtszüge an sich tragen? Im Leben unseres Herrn Jesus wurde die Heiligkeit seines Leibes für kurze Zeit sichtbar, als er vor den Augen der Jünger verklärt wurde: „Er wurde verklärt vor ihnen und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht“ (Matthäus 17,2).
Auch der tote Leib ist für Gott wichtig
Die Bibel berichtet in Judas 9: „Als aber Michael, der Erzengel, mit dem Teufel stritt und mit ihm rechtete, um den Leichnam des Mose (…)“ Sowohl der Teufel als auch Gott hatten großes Interesse an dem Leichnam des Mose. Warum? Weil sein Leichnam für die Auferstehung bestimmt war. Als der Leib Jesu drei Tage lang im Grab lag, wurde er von Engeln bewacht (Johannes 20,12). Warum? Damit ihn keine böse Macht antasten konnte.
Paulus schreibt in 1. Thessalonicher 5,23: „Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“ Der Mensch ist eine Einheit von Geist, Seele und Leib. Nicht nur unser Geist und unsere Seele, sondern auch unser Leib soll für die Begegnung mit Jesus untadelig und rein bewahrt werden! Wenn der Leib in den Augen Gottes so wichtig ist, dann lasse ich ihn nicht durch Feuer zerstören.
Die Bibel zeigt, dass der Leib für die Auferstehung bestimmt ist
Was geschieht eigentlich beim Sterben? In der Stunde des Todes trennt sich die unsterbliche Seele vom Leib (vergl.Matthäus 10).
Der Leib wird in der Erde bestattet oder zu Asche verbrannt. Die Seele geht hinüber in die unsichtbare Welt und kommt – ihrem Zustand entsprechend – an Orte des Lichtes oder an Orte der Finsternis. So lesen wir in Lukas 16,22f.: „Es begab sich aber, dass der Arme starb und wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.“
Was bedeutet nun Auferstehung, wenn doch die Seele weiterlebt? Auferstehung meint in der Bibel immer die Auferstehung des Leibes. Die Seele bekommt wieder einen Leib. Bei den Gläubigen ist es ein wunderbarer Geistleib. Erst wenn die Seele den Auferstehungsleib empfängt, ist sie vollendet und kann sich mit dem Herrn Jesus vereinigen.
Der irdische Leib bildet die Grundlage für den Auferstehungsleib
Das sehen wir besonders deutlich bei unserem Herrn Jesus Christus. Als Petrus und Johannes zum Grab Jesu liefen, sahen sie nur noch die leeren Grabtücher, weil sein Leichnam auferstanden worden war (Johannes 20,6f.). In seinem auferstandenen Leib, der noch die verklärten Wundmale vom Kreuz an sich trug, erschien Jesus dann den Jüngern, um ihre Zweifel zu überwinden (Lukas 24,39). Dass der sterbliche Leib wieder auferstehen wird, bestätigen auch die Schriftstellen, die vom Auftun der Gräber sprechen: „Und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen „Matthäus 27, 52f.: vergleiche auch Johannes 5,28f.). Der neue Leib kommt nicht irgendwoher, sondern er kommt aus den Gräbern.
Auch das Zeugnis von der Entrückung zeigt uns, dass der irdische Leib und der Auferstehungsleib untrennbar zusammengehören. Paulus offenbart uns dieses Geheimnis: „Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslichen und wir werden verwandelt werden“ (1.Korinther 15,52). Dieser verwesliche Leib wird unverweslichen auferstehen und dieser sterbliche Leib wird in einem Augenblick verwandelt werden. „Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit“ (1.Korinther15,53).
Paulus erklärt uns dieses Geschehen mit einem Vorgang in der Natur: „Es könnte aber jemand fragen: Wie werden die Toten auferstehen und mit was für einem Leib werden sie kommen? Du Narr, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, ist nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, sei es vom Weizen oder etwas anderem. Gott aber gibt ihm einen Leib wie er will, einem jeden Samen seinen eigenen Leib“ (1.Korinther 15,35-38). So wie aus einem Weizenkorn eine Pflanze mit einem vollkommen neuen Leib herauswächst, so geschieht es auch mit unserem Leib. Unser sterblicher Leib wird in die Erde gesät und daraus erwächst dann ein neuer unsterblicher Leib. Paulus sagt: „So ist auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich“ (1.Korinther 15,42).
Wir sollen auf die Erlösung unseres Leibes warten
Je älter wir werden, desto mehr Beschwerden bereitet uns der irdische Leib und desto mehr dürfen wir in der Erwartung eines neuen erlösten Leibes stehen. „Auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes. Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung“ (Römer 8,23f). Erst wenn unser Leib von allem Todeswesen erlöst ist, sind wir ganz vollendet und können unser Erbe in Empfang nehmen.
Die Herrlichkeit des neuen Leibes beschreibt Paulus in 1.Korinther 15,43.: „Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.“ Der neue Leib ist unsterblich und ewig. Der neue Leib ist voll Herrlichkeit. Er hat keine Flecken und Runzeln, keine Krankheiten und Gebrechen, sondern besitzt eine unvergleichliche Reinheit und Schönheit. Der neue Leib wird nicht mehr müde und matt, sondern ist voll Kraft, alles zu tun, was Gott verherrlichen wird. Der neue Leib ist ganz und gar vom Geist durchdrungen, sodass jeder Reiz zur Sünde beseitigt ist. Joachim Neander dichtete: „Endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben.“
Wir wollen dieses herrliche Ziel vor Augen haben und uns danach ausstrecken, indem wir mit ganzer Kraft der Heiligung nachjagen (Hebräer 12,14).
Was ist, wenn Gotteskinder ihren Leib verbrennen lassen?
Ich bin überzeugt, dass unser großer Gott auch solche Gotteskinder geistleiblich vollenden kann, die ihren Leib verbrennen lassen. Er ist der Schöpfer und Neuschöpfer allen Lebens. Dennoch wollen wir bedenken, dass sie damit der Auferstehung des Leibes und ihrer Vollendung entgegenwirken.
Lasst uns vielmehr unseren Leib ganz bewusst als ein Samenkorn in die Erde legen in der festen Erwartung, dass unser Herr ihn zu seiner Zeit auferwecken wird. Wie herrlich wird es sein, wenn sich auch an uns das Wort erfüllen wird: „Er selbst, der Herr, wird, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen , herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus entschlafen sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen, und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit“ (1.Thessalonicher 4,16.).
*Ein Häretiker (umgangssprachlich Ketzer) ist eine Person, die bewusst und beharrlich von den als verbindlich geltenden Glaubenslehren einer Religion, insbesondere des Christentums, abweicht. (Google)
Foto: Rodih Lopes
Bei den Psalmen handelt es sich um ein göttlich inspiriertes Gesangsbuch, in dem alle Gefühlsregungen nder Seele entfaltet werden. Kummer, Sorgen, Zweifel, tiefste Niedergeschlagenheit, Befürchtungen, Ängste, Schrecken. Dennoch werden alle menschlichen Erschütterungen stets durch die alles übertönenden Triumphfanfaren der Hoffnung und der Glaubensgewissheit mit Dank, Jubel und Anbetung durchbrochen. Angesichts der unabänderlichen Treue Gottes wird der durch Glauben Gerechtfertigte aus der Finsternis zum Licht geführt. Der Gottlose wird jedoch im Gericht enden.
Psalm bedeutet Lobgesang, gleich dem Halleluja Hallel= Loben, Ja, die Kurzform von Jachwe, JA.
David hat mindestens die Hälfte der 150 Psalmen gedichtet.
In der Apo 2 ab 24 spricht Petrus von David und dessen Inspiration Gottes, wie sie in den Psalmen vorkommt. Er schildert, wie David schon zu seiner Zeit den Christus vor sich gesehen hat und daher in den Psalmen immer wieder auf HN zu sprechen kommt.
Luk 24, begegnet der Auferstandene den Emaus-Jüngern, und Jesus spricht in Vers 44 davon, dass auch in den Psalmen von IHM gesprochen wird.

Die einhundertfünfzig Psalmen, aus denen der Psalter besteht, sind in fünf Bücher unterteilt.
Buch 1: Psalmen 1–41Psalmen 1–41
Buch 2: Psalmen 42–72Psalmen 42–72
Buch 3: Psalmen 73–89Psalmen 73–89
Buch 4: Psalmen 90–106Psalmen 90–106
Buch 5: Psalmen 107–150Psalmen 107–150
5 Bücher, die allesamt Israel in der Drangsalszeit zum Thema haben. Die Psalmbeter hatten, inspiriert von Gott, immer wieder die schwerste Zeit der Juden besungen, aber auch die allergrößte Freude bei der Wiederkehr Jesu Christi.
1-41 Das Buch des Überrests, in der großen Drangsalszeit. Siehe Ps 42/2, wo Israel in die Berge Israels fliehen muss. Der Refrain: Gepriesen sei der HERR, Amen.
42-72 Die Flucht der 144000 in der Drangsal zu den Bergen Israels und dann weiter nach Moab, wo Gott sie selbst versorgen wird und Araber sie verstecken. Alle Sehnsüchte Davids werden erfüllt. Refrain: Gepriesen sei der Herr, Gottes Herrlichkeit erfüllt die ganze Erde.
73-89 Das Ganzmachen der 12 Stämme Israels. Refrain: Gepriesen sei der Herr!
90-106 Nationen aus aller Welt kommen unter Gottes Herrschaft. Refrain: Gepriesen...
107-150 Gottes Heilswege ins 1000-jährige Friedensreich. Kein Refrain.
In den Psalmen finden wir den Messias, Seine Leiden und Seine Herrlichkeit.
Ps 22 + 69: Kommen des leidenden Messias.
Ps 2, 45, 110, 72 Seine Herrlichkeit in der Zukunft.
In einigen Psalmen macht sich der Messias mit den Gläubigen der Drangsalszeit (der Überrest Israels) eins. Siehe...
Matth 3: 13 Dann kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. 14 Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe nötig, von dir getauft zu werden. Und du kommst zu mir? 15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt ⟨so sein⟩! Denn so gehört es sich für uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.
Jesus tritt hier nicht zur Buße vor den Täufer Johannes, sondern aus Solidarität. So vereinigt sich der Messias auch in den Psalmen mit den Gläubigen Israels und mit den Getauften zu allen Zeiten.
Psalmen-Themen
Ps 150, Lob und Anbetung.
Ps 13, inbrünstiges Bitten.
Ps 130, Flehen
Ps 51, Bußgebete, (Ehebruch)
Ps 66, Aufruf zum Jubel
Ps 32/9, Belehrung an einen Erlösten, mit Augenkontakt zu Gott.
Ps 73, Nachsinnen, wenn man beinahe zu Fall gekommen wäre.
Ps 105, Geschichte, Heilsgeschichte Israels.
Ps 22, Prophetie auf den gekreuzigten Christus
Ps 113-118 Hallel-Psalmen Lobpsalmen (zum Pessach)
Wochentagessalmen im Chorgesang zu Jerusalem:
Trilogie
PS 22 Der Ruf des Gekreuzigten: Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen. Der gute Hirte, der sein Leben lässt.
Ps 23 Der Herr ist mein Hirte, der große Hirte, der auferstanden ist und leitet.
Ps 24 Der Messias-König, der in Jerusalem einzieht, der herrschende Messias, der Erzhirte, ihm unterstehen die Unterhirten in der Gemeinde. 1.Pet 5 1 Die Ältesten unter euch ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden Christi, der ich auch teilhabe an der Herrlichkeit, die offenbart werden soll: 2 Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist, und achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt, nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund, 3 nicht als solche, die über die Gemeinden herrschen, sondern als Vorbilder der Herde. 4 So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen.
Hebräische Dichtung (Poesie)
Ein Drittel des Alten Testaments ist in Versform geschrieben. Es fällt die Knappheit der Wörter auf. Der Gerechte macht nicht viele Worte.
Formal:
Synonymer Parallelismus
Zwei parallel gestellte Verszeilen - zwei bedeutungsgleiche Wörter:
Ps 90/7 Das macht dein Zorn, dass wir so vergehen, und dein Grimm, dass wir so plötzlich dahinmüssen.
Das Gesetz des Herrn / das Zeugnis des Herrn.
vollkommen - zuverlässig
Die Wiederholung macht Unfehlbarkeit deutlich.
Antithetischer Parallelismus
Dem in der ersten Zeile aufgeführten Gedanken wird in der zweiten Zeile ein Kontrast gegenübergestellt.
Spr 28/13 Wer seine Missetat leugnet, dem wird’s nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen.
Ps 119/67 67 Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.
Synthetischer Parallelismus
Der Gedanke der ersten Verszeile wird in der zweiten ergänzt. Frage & Antwort.
Ps 119/9 Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält an dein Wort.
Spr 4/18 Der Gerechten Pfad glänzt wie das Licht am Morgen, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.
Die hebräische Lyrik ist auf den Inhalt, nicht auf die Form konzentriert. Das war die Poesie der Kanaanitischen Völker. Hebräisch ist ein kanaanitischer Dialekt und gilt als Vorlage für 2300 Sprachen.
Rhythmus
Es gibt einen Sprachrhythmus...
Vers 3+3, bei unterweisenden Aussagen
Vers 3+2 für Klagelieder
Vers 2+2 im Hohelied für fröhliche Poesie
Es ist besser, die Grundstrukturen der Psalmen zu verstehen, so versteht man besser den Text.
aus dem Internet:
Die einhundertfünfzig Psalmen, aus denen der Psalter besteht, sind in fünf Bücher unterteilt.
Buch 1: Psalmen 1–41Psalmen 1–41
Buch 2: Psalmen 42–72Psalmen 42–72
Buch 3: Psalmen 73–89Psalmen 73–89
Buch 4: Psalmen 90–106Psalmen 90–106
Buch 5: Psalmen 107–150Psalmen 107–150
Ein Unterscheidungsmerkmal dieser Unterteilungen sind die Doxologien am Ende jedes Buches. Diese Unterteilungen haben vielfältige Auswirkungen und repräsentieren die Geschichte Israels von der vereinigten Monarchie bis zum Exil.
Die Bücher 1 und 2 stammen hauptsächlich von David und stellen den Triumph des Königs dar. David steckt hier sehr oft in einer Krise, aber seine Psalmen enden normalerweise mit Lobpreisungen.
Buch 3 nimmt Israels Exil vorweg. Es ist als das „schwarze Buch“ des Psalters bekannt. Hier scheitern Israels Könige – das Haus Davids – und das Heiligtum wird zerstört. Das Buch erreicht seinen Höhepunkt in Psalm 89 und seiner Klage über den scheinbaren Zusammenbruch des Bundes mit David.Psalm 89 und seine Klage über den scheinbaren Zusammenbruch des Davidbundes.
Buch 4 ist auf Israel im Exil ausgerichtet. Es hat keinen König, aber hier greifen die Psalmen auf Gott zurück und vertrauen darauf, dass er ihr König ist. Die Hoffnung lebt weiter, denn Gott ist Israels ewige Zuflucht.
Im fünften Buch wird Gott für die Wiederherstellung Israels und seine Rückkehr aus dem Exil gepriesen, und hier wird ihm aus den Reihen der Völker Lob dargebracht.
Innerhalb dieser fünf Bücher scheinen die Herausgeber die Psalmen eindeutig nach Autorschaft, Gattung, Thema sowie verschiedenen Unterscheidungen und Erkenntnissen geordnet zu haben. So finden sich Psalmen Davids (Ps. 3–41), Gebete Davids (Ps. 72,20), Psalmen Asaphs (Ps. 73–83), Miktampsalmen (Ps. 56–60), Inthronisationspsalmen (Ps. 95–100), Psalmen, die Morgen- und Abendgebete widerspiegeln (Ps. 3–6), Psalmen, die den „Namen“ des Herrn preisen (Ps. 7–9) – dies sind einige der offensichtlicheren Hinweise auf redaktionelle Anordnungen innerhalb des Psalters. Psalm 90 steht offenbar aus interpretativen Gründen am Anfang von Buch 4. Davidische Psalmen sind sogar in den späteren „Büchern“ enthalten, wodurch die davidische/königliche Ausrichtung des Psalters erhalten bleibt.Pss. 3–41 ), Gebete Davids ( Ps. 72:20 ), Psalmen Asaphs ( Pss. 73–83 ), Miktampsalmen ( Ps. 56–60 ), Inthronisierungspsalmen ( Pss. 95–100 ), Psalmen, die Morgen- und Abendgebete widerspiegeln ( Pss. 3–6 ), Psalmen, die den „Namen“ des Herrn preisen ( Pss. 7–9 ) – diese gehören zu den offensichtlicheren Hinweisen auf redaktionelle Anordnungen innerhalb des Psalters. Psalm 90 steht, anscheinend aus interpretativen Gründen, am Anfang von Buch 4. Davidische Psalmen werden sogar in die späteren „Bücher“ aufgenommen, wodurch die davidische/königliche Ausrichtung des Psalters gewahrt bleibt.
Darüber hinaus bilden die Psalmen 1 und 2 zusammen den Einstieg in den Psalter. Psalm 1 sagt uns, für wen die Psalmen geschrieben sind – für diejenigen, die Gottes Gesetz schätzen und danach leben. Psalm 2 sagt uns, für wen die Psalmen geschrieben sind – für den König des Herrn, der in Erfüllung von Gottes Gebot über sein Reich weltweit herrschen wird. Diese beiden Psalmen bilden zusammen die Bühne für den gesamten Psalter.Die Psalmen 1 und 2 bilden zusammen den Einstieg in den Psalter. Psalm 1 sagt uns, für wen die Psalmen geschrieben sind – für diejenigen, die Gottes Gesetz schätzen und danach leben. Psalm 2 sagt uns, für wen die Psalmen geschrieben sind – für den König des Herrn, der in Erfüllung von Gottes Gebot über sein Reich weltweit herrschen wird. Diese beiden Psalmen bilden zusammen die Bühne für den gesamten Psalter.
Der Psalter kann zu Recht als Gesangbuch verstanden werden, aber wir tun gut daran zu erkennen, dass die Lieder nicht zufällig, sondern mit Absicht platziert sind.
Der Psalter ist eindeutig königlich ausgerichtet. Er ist nicht nur ein Gesangbuch – er ist ein königliches Gesangbuch, und wir können uns vorstellen, wie das alte Israel diese Lieder sang, als es sich im Tempel um seinen König versammelte.
Die Belege für diese königliche Ausrichtung sind vielfältig. Am deutlichsten ist die Bedeutung Davids, dessen Name in etwa der Hälfte der Psalmen im oberen Teil erscheint und der auch Gegenstand weiterer Psalmen ist (z. B. Psalm 89). Neben David selbst sind Salomon (Psalm 72; Psalm 127) und andere davidische Könige (z. B. Psalm 45) zu nennen. Die in verschiedenen Psalmen so oft erwähnten „Feinde“ sind Nationen und Streitkräfte. Das abwechselnde „Ich“ und „Wir“ spiegelt auch den König wider, der das Volk repräsentiert.Ps. 89 ). Neben David selbst sind Salomo ( Ps. 72 ; Ps. 127 ) und andere davidische Könige (z. B. Ps. 45 ) zu nennen. Die in verschiedenen Psalmen so oft erwähnten „Feinde“ sind Nationen und Streitkräfte. Das abwechselnde „Ich“ und „Wir“ spiegelt auch den König wider, der das Volk repräsentiert.
Alle Christen lesen den Psalter „andächtig“, wie es sich gehört. Doch wir verfehlen die Botschaft der Psalmisten, wenn wir annehmen, das „Ich“ und das „Mich“ sei ein Mann wie jeder andere oder ein anderer frommer Israelit. Die Psalmen handeln nicht in erster Linie von uns; sie beziehen sich immer auf den König.
Die Bedeutung dieser königlichen Orientierung geht weiter, wenn wir versuchen, die Psalmen aus kanonischer Perspektive zu verstehen. Wir wissen aus Jesu Autorität (Lukas 24:44), dass die Psalmen von ihm handeln. Einige Psalmen sind direkter voraussagend, wie Psalm 2 und Psalm 110. In anderen Psalmen steht David als „Typ“ oder Bild Christi und nimmt ihn auf subtilere Weise vorweg. In wieder anderen beschreibt die Sprache den König in Begriffen, die über die historischen Könige hinausgehen und sich letztlich nur auf den Herrn Jesus beziehen können (Psalm 45:6; vgl. Hebr. 1:8). Und aus der Verwendung der Psalmen im Neuen Testament – sowohl bei Jesus als auch bei seinen Aposteln – können wir erkennen, dass der davidische König als Vorbote von Davids größerem Sohn gesehen werden sollte. Oftmals stellen die Psalmen den König in seinem Ideal dar, einem Ideal, hinter dem alle anderen Söhne Davids weit zurückblieben. Doch dieses Ideal nimmt einen noch kommenden König vorweg. David und sein Königreich sind Vorboten von Christus und seinem Königreich.Lukas 24:44 ), dass die Psalmen von ihm handeln. Einige Psalmen sind direkter voraussagend, wie Psalm 2 und Psalm 110. In anderen Psalmen gilt David als „Typ“ oder Bild Christi und nimmt ihn auf subtilere Weise vorweg. In wieder anderen wird der König sprachlich so beschrieben, dass er über die historischen Könige hinausgeht und sich letztlich nur auf den Herrn Jesus beziehen kann ( Psalm 45:6 ; vgl. Hebr 1:8 ). Und aus der Verwendung der Psalmen im Neuen Testament, sowohl bei Jesus als auch bei seinen Aposteln, können wir ersehen, dass der davidische König als Vorbote von Davids größerem Sohn gesehen werden sollte. Oftmals stellen die Psalmen den König in seinem Ideal dar, einem Ideal, hinter dem alle anderen Söhne Davids weit zurückblieben. Und doch nimmt dieses Ideal einen noch kommenden König vorweg. David und sein Königreich weisen voraus auf Christus und sein Königreich.
Wenn David seine Psalmen dem Chorleiter übergibt, damit die Gemeinde sie singen kann, gibt er sie auch uns zum Singen. Und wie das alte Israel seinen König besang, so singen wir heute dieselben Psalmen in Anerkennung ihrer Erfüllung in Gottes Gesalbtem, dem Herrn Jesus Christus, der durch seinen Tod, seine Auferstehung und Himmelfahrt Gottes universelles Reich eröffnet hat und bei seiner Wiederkunft diese Herrschaft zu glorreicher Vollendung führen wird.
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